Steuerinländer

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Als Steuerinländer bezeichnet man im deutschen Steuerrecht eine natürliche Person, die ihren Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat und unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit in Deutschland der unbeschränkten Steuerpflicht nach dem Einkommensteuergesetz unterliegt (§ 1 Abs. 1 Satz 1 EStG). Entsprechendes gilt nach dem Körperschaftssteuergesetz für eine juristische Person, die ihre Geschäftsleitung oder ihren Sitz in Deutschland hat (§ 1 KStG). Der unbeschränkten Steuerpflicht unterliegt das weltweit erzielte Einkommen (Welteinkommensprinzip) der Steuerinländer.

Dies bedeutet, dass ein Ausländer, der im Ausland seinen 1. Wohnsitz hat, aber in Deutschland lebt und arbeitet, in Deutschland Steuerinländer ist und Steuern zu entrichten hat. Ebenso ist ein Deutscher, der seinen 1. Wohnsitz in Deutschland hat und zeitweise im Ausland tätig ist, trotzdem verpflichtet, seine Steuern in Deutschland zu entrichten, da er Steuerinländer ist. Ausnahmen hierzu werden in den jeweiligen Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Drittstaaten geregelt.

Doppelbesteuerungsabkommen bieten in erster Linie einen Schutz für Arbeitnehmer, damit ihr Einkommen nicht neben dem Land, in dem sie arbeiten, in ihrem Heimatland nochmals versteuert wird.

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