Steve McQueen (Künstler)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Steve McQueen bei der Premiere von 12 Years a Slave beim Toronto International Film Festival (2013)

Steve McQueen CBE (* 9. Oktober 1969 in London) ist ein britischer Künstler, Fotograf und Regisseur. Für seine Leistung an dem Film 12 Years a Slave gewann er bei der Oscarverleihung 2014 den Oscar für den besten Film.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er studierte am Chelsea College of Art and Design, am Goldsmiths College in London und an der Tisch School in New York City. 1999 erhielt er für seine Fotografien und Installationen den Turner Prize.

Seine ersten Filme sind experimentell, minimalistisch in Schwarzweiß gedreht und auf den Stummfilm (Buster Keaton) verweisend.

2003 wurde McQueen vom britischen Imperial War Museum zum offiziellen Kriegskünstler für den Irakkrieg ernannt. Nach seinem Aufenthalt im Irak entstand 2006 das Projekt Queen and Country, das die Portraits gefallener britischer Soldaten auf einem Bogen Briefmarken zeigt.

2008 stellte McQueen bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes seinen ersten Spielfilm vor. Hunger beschreibt die letzten sechs Lebenswochen des IRA-Mitglieds Bobby Sands (gespielt von Michael Fassbender), der 1981 nach 66 Tagen beim Hungerstreik in den H-Blocks starb. Dafür erhielt McQueen die Caméra d’Or (Filmpreis für Erstlingswerk). 2009 vertrat Steve McQueen Großbritannien bei der Biennale di Venezia in Venedig.

2011 erhielt er für seinen zweiten Spielfilm Shame eine Einladung in den Wettbewerb der 68. Internationalen Filmfestspiele von Venedig. Erneut vertraute McQueen auf Michael Fassbender als Hauptdarsteller, der einen von Sexsucht getriebenen Mann in New York spielt, der Besuch von seiner jüngeren Schwester (Carey Mulligan) erhält.[1]

2013 folgte die auf realen Ereignissen basierende Literaturverfilmung 12 Years a Slave mit Chiwetel Ejiofor als Hauptdarsteller in der Rolle des versklavten Solomon Northup sowie Benedict Cumberbatch und erneut Michael Fassbender, beide jeweils als Plantagenbesitzer. Die Premiere erfolgte auf dem Toronto International Film Festival und brachte McQueen u. a. den Oscar für den besten Film und den Regiepreis des New York Film Critics Circle ein.

Im November 2014 kündigte McQueen als nächstes Filmprojekt eine Biografie des Sängers und Bürgerrechtlers Paul Robeson an.[2]

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filmauszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Steve McQueen mit dem Oscar für den Besten Film für 12 Years a Slave

Academy Award[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2014: Bester Film für 12 Years a Slave

Nominierungen:

  • 2014: Beste Regie in 12 Years a Slave

Golden Globe Award[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nominierungen:

  • 2014: Beste Regie in 12 Years a Slave

British Academy Film Awards[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2014: Bester Film für 12 Years a Slave
  • 2009: Beste Nachwuchsleistung für Hunger

Nominierungen:

  • 2014: Beste Regie in 12 Years a Slave
  • 2012: Bester britischer Film für Shame
  • 2009: Bester britischer Film für Hunger

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Steve McQueen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Toronto to open with U2 doc; world premieres from Payne, Besson, Pawlikowski. In: Screen International, 27. Juli 2011 (abgerufen via LexisNexis Wirtschaft).
  2. http://www.theguardian.com/film/2014/nov/18/steve-mcqueen-to-make-film-about-paul-robeson
  3. Die Leinwände, die nichts bedeuten in Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 23. Juni 2013, Seite 44