Stickstofftrioxidfluorid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Strukturformel
Strukturformel von Stickstofftrioxidfluorid
Allgemeines
Name Stickstofftrioxidfluorid
Andere Namen

Nitroxyfluorid

Summenformel FNO3
CAS-Nummer 7789-26-6
PubChem 123262
Kurzbeschreibung

farbloses Gas mit widerlich dumpfen Geruch[1]

Eigenschaften
Molare Masse 81,00 g·mol−1
Aggregatzustand

gasförmig[1]

Dichte

1,507 g·cm−3 (−45 °C)[1]

Schmelzpunkt

−175 °C[1]

Siedepunkt

−45 °C[1]

Löslichkeit

Hydrolyse mit Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Stickstofftrioxidfluorid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Salpetersäurederivate. Sie wurde 1934 durch George Hamilton Cady erstmals synthetisiert.[3]

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stickstofftrioxidfluorid kann durch Reaktion von Salpetersäure mit Fluor gewonnen werden.[1]

\mathrm{HNO_3 + F_2 \longrightarrow NO_3F + HF}

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stickstofftrioxidfluorid ist ein farbloses Gas mit widerlich dumpfen Geruch, das mit Wasser zu Sauerstoffdifluorid, Sauerstoff, Fluorwasserstoff und Salpetersäure hydrolysiert. Durch starke Erschütterungen wird es in flüssiger Form zur Explosion gebracht. Es löst sich gut in Aceton. Mit Ethanol, Ether und Anilin explodiert es sofort.[1]

Sicherheitshinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stickstofftrioxidfluorid erzeugt starkes Stechen in der Nase, Kopfschmerz und Atembeschwerden, die mehrere Tage anhalten.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i  Georg Brauer: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearb. Auflage. Band I, Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 205.
  2. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  3.  Linus Pauling, Barclay Kamb: Physical sciences. World Scientific, 2001, ISBN 981281196-6, S. 638 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).