Stiftung Deutsche KinderKrebshilfe

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Die Stiftung Deutsche KinderKrebshilfe setzt sich für die Erforschung und Bekämpfung von Krebserkrankungen im Kindesalter ein.

Die rechtsfähige Stiftung mit Sitz in Bonn ist eine Tochterorganisation der Deutschen Krebshilfe und wurde am 28. Juni 1996 gegründet. Die Stiftungsaufsicht hat die Bezirksregierung Köln. Die gemeinnützige Institution hat ein im Geschäftsbericht 2015 ausgewiesenes Stiftungskapital von 28 Millionen Euro.[1] Stiftungsvorsitzender ist Hans-Peter Krämer. Zum Stiftungsvorstand gehört u. a. Otmar Wiestler, der langjährige Vorsitzende des Stiftungsvorstands des Deutschen Krebsforschungszentrums.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um die Aktivitäten auf dem Gebiet der Kinderonkologie zu bündeln, wurde im Juni 1996 die rechtsfähige Stiftung Deutsche KinderKrebshilfe gegründet. Dabei wurde die rechtlich geschützte Schreibweise KinderKrebshilfe verwendet, um zur besseren Unterscheidung ähnlicher Begriffe beizutragen. Die Organisation ging aus der "Deutschen Krebshilfe e. V." (Bonn) hervor.

Die Leistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stiftung setzt sich für die Erforschung und Bekämpfung von Krebserkrankungen im Kindesalter ein.

Sie stellt Mittel zur Verfügung[2], um:

  • Kinderkrebszentren und Spezialstationen auf- und auszubauen,
  • Behandlungsrichtlinien zu entwickeln,
  • personelle Engpässe bei Ärzten und Schwestern zu überbrücken,
  • Elternhäuser und Elternwohnungen in Kliniknähe einzurichten,
  • Nachsorgekliniken, die sich auf die Ausrichtung von Kuren für krebskranke Kinder und Jugendliche spezialisiert haben, zu unterstützen,
  • die Lehre auf dem Gebiet der kinderonkologischen Forschung und der Krebsbekämpfung bei Kindern zu fördern.
  • Ausbildungs- und Fördermaßnahmen zu unterstützen.

Die Finanzierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stiftung finanziert ihre Aktivitäten ausschließlich durch Spenden. Ihr kommen auch Spenden aus der ZDF-Benefiz-Gala Willkommen bei Carmen Nebel zugute, die erstmals 2009 zugunsten der Deutschen Krebshilfe ausgestrahlt wurde. Die Organisation erhält keine öffentlichen Mittel. Gelder aus der pharmazeutischen Industrie werden nicht angenommen. Die Deutsche KinderKrebshilfe finanziert einen Teil der in Deutschland laufenden Therapiestudien bei Kindern.

Der Deutsche Golf Verband und seine Mitglieder helfen mit einer Daueraktion. Allein sie haben seit 1996 rund 7,3 Millionen Euro für die Stiftung Deutsche KinderKrebshilfe und die Deutsche Krebshilfe gespendet.[3] 2016 wurde bei den 35. bundesweiten Benefiz-Golfspielen mit rund 7.500 Golferinnen und Golfer einschließlich einer Sonderspende ein Spendenaufkommen von 315.000 Euro für die gemeinnützigen Hilfsorganisationen erzielt.[4] Weitere Einnahmen der KinderKrebshilfe kommen aus Einzelspenden, Vermächtnissen und Erbschaften.

Preise/Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2009 Medizinpreis-Verleihung „Charity Award“ von „Springer Medizin“ für die „großartigen Leistungen“ der Deutschen KinderKrebshilfe im Kampf gegen den Krebs im Kindesalter, die Verbesserung der Chancen für betroffene Kinder und des Umfeldes für ihre Angehörigen. Die Auszeichnung ist mit einem Medien-Paket von 100.000 Euro dotiert.

Maskottchen „Maari“ für die Kinder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Maskottchen der Stiftung ist „Maari“, der Prinz der Kinder. „Maari“ als Steiff-Figur ist eines der Benefizprodukte, die zu Gunsten der Deutschen KinderKrebshilfe verkauft werden.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschäftsbericht Deutsche Krebshilfe 2015, auf Seite 53
  2. http://www.krebshilfe.de/deutsche-krebshilfe/tochterorganisationen/deutsche-kinderkrebshilfe.html
  3. Leistungsbilanz Golf-Wettspiele 2016 vom 4. Oktober 2016
  4. https://www.krebshilfe.de/informieren/presse/pressemitteilungen/news-detailseite/abschlagen-und-einlochen-gegen-den-krebs/, Abruf am 14. Oktober 2016