Stiftung Mater Dolorosa Berlin-Lankwitz

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Stiftung Mater Dolorosa Berlin-Lankwitz
Symbol der Stiftung Mater Dolorosa Berlin-Lankwitz
Rechtsform: Gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts
Zweck: Förderung von Gemeindearbeit der Gemeinde Mater Dolorosa Berlin-Lankwitz
Vorsitz: Rolf Herrmann
Bestehen: seit 8. September 2006
Stifter: Katholische Kirchengemeinde Mater Dolorosa Berlin-Lankwitz
Stiftungskapital: 1,50 Millionen Euro (2017)[1]
Mitarbeiterzahl: 3 ehrenamtliche Vorstandsmitglieder

5 ehrenamtliche Stiftungsratsmitglieder

Sitz: Berlin
Website: Stiftung Mater Dolorosa Berlin-Lankwitz

Die Stiftung Mater Dolorosa Berlin-Lankwitz ist eine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Berlin-Lankwitz.[2][3] Sie ist die erste rechtsfähige Stiftung einer katholischen Kirchengemeinde im Erzbistum Berlin.[4]

Stiftungszweck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zweck der Stiftung ist es, die im Gemeindegebiet in den Grenzen von 2006 betriebene Arbeit der katholischen Kirchengemeinde Mater Dolorosa in Berlin-Lankwitz und die kirchlichen, religiösen, mildtätigen und gemeinnützigen Anliegen der Gemeinde in diesem Gebiet zu fördern und zu unterstützen. Damit soll in der Gemeinde der Verminderung der Finanzierung durch Kirchensteuermittel Rechnung getragen werden, die aufgrund der bis 2009 weggefallenen Finanzzuweisungen des Berliner Erzbischöflichen Ordinariats eingetreten ist.[5]

Die Stiftung ist im Sinne der Abgabenordnung gemeinnützig, verfolgt ausschließlich kirchliche Zwecke und ist selbstlos tätig. Das Stiftungskapital betrug Anfang Juni 2016 zirka 1,4 Millionen Euro.[1] Damit gehört sie zu den größeren rechtsfähigen Stiftungen bürgerlichen Rechts in Deutschland.[6]

Gründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stiftung wurde am 8. September 2006 durch das Stiftungsgeschäft des Kirchenvorstands der katholischen Pfarrei Mater Dolorosa errichtet[7] Unter den Mitgliedern des Kirchenvorstands waren die Politikerin und Notarin Barbara Saß-Viehweger und der Historiker Lorenz Weinrich.[8]

Am 25. September 2006 durch die zuständige Stiftungsaufsicht, die Berliner Senatsverwaltung für Justiz, anerkannt.

Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der finanziellen Förderung der Gemeinde Mater Dolorosa engagiert sich die Stiftung auch bei der Durchführung und Förderung von Veranstaltungen, wie zum Beispiel:

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stiftung Mater Dolorosa Berlin-Lankwitz ist eine selbständige Stiftung und besteht aus zwei unabhängigen, ehrenamtlich tätigen Stiftungsorganen, dem dreiköpfigen Vorstand und dem fünfköpfigen Stiftungsrat. In Berlin gibt es keine rechtsfähigen Stiftungen mit ausschließlich kirchlicher Stiftungsaufsicht, so dass die Stiftung Mater Dolorosa Berlin-Lankwitz gemäß den Vorschriften des jeweils geltenden Berliner Stiftungsgesetzes der Staatsaufsicht Berlins unterliegt. Die Stiftung ist fördernd, jedoch nicht operativ tätig.

Vorstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rolf Herrmann (Vorsitzender)
  • Joachim Goerke-von Stockert (stellvertretender Vorsitzender)
  • Ronald Sommer[14]

Stiftungsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Personen waren oder sind bekannte Stiftungsratsmitglieder:[15]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Annelen Hölzner-Bautsch: 100 Jahre Kirche Mater Dolorosa. Geschichte der katholischen Gemeinde in Berlin-Lankwitz. 1912 bis 2012. Katholische Pfarrgemeinde Mater Dolorosa, Selbstverlag, Berlin 2012, S. 214 f.[16]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Informationen über die finanzielle Entwicklung der Stiftung Mater Dolorosa in 2016/17 (PDF-Datei), Stiftung Mater Dolorosa Berlin-Lankwitz, 16. August 2017, abgerufen am 2. Oktober 2017
  2. Amtsblatt, Band 56, Ausgaben 43-54, Seite 3835, Berliner Senatsverwaltung für Inneres, Kulturbuch-Verlag, 2006
  3. Senatsverwaltung für Justiz, Berlin – Stiftungsaufsicht – Stiftungsverzeichnis, abgerufen am 19. März 2017.
  4. Organisation der Stiftung Mater Dolorosa Berlin-Lankwitz, abgerufen am 21. März 2015.
  5. Gregor Krumpholz: Vom schwarzen Schaf zum katholischen Musterknaben. In: Die Welt, 22. Dezember 2006, abgerufen am 21. März 2015.
  6. Überwiegend kleine Stiftungen, Datenbank Deutscher Stiftungen, Stand Februar 2016, Bundesverband Deutscher Stiftungen, abgerufen am 19. März 2017
  7. Mathias Stengel: Die stillen Helden von Berlin – Zeichen gegen den Spardruck. In: Berliner Morgenpost, 2. Juli 2007, abgerufen am 22. Oktober 2012.
  8. Geschichte der Stiftung Mater Dolorosa - Errichtung, Mater Dolorosa (Berlin-Lankwitz), abgerufen am 2. Oktober 2017
  9. Ursula Storck: Konzert des MendelssohnKammerChores Berlin zum Auftakt des Jubiläumsjahres in Mater Dolorosa, Mater Dolorosa, abgerufen am 19. März 2017
  10. Rolf Herrmann: 50 Jahre Zweites Vatikanisches Konzil, Mater Dolorosa, abgerufen am 19. März 2017
  11. Vortrag über Papst Franziskus, Mater Dolorosa, abgerufen am 19. März 2017
  12. Lichtenberg-Ausstellung, Mater Dolorosa, abgerufen am 19. März 2017
  13. Als Katholik in einem islamischen Land, Stiftung Mater Dolorosa, abgerufen am 29. März 2017
  14. Mitglieder des Vorstands, Stiftung Mater Dolorosa, abgerufen am 7. Januar 2017.
  15. Mitglieder des Stiftungsrats, Stiftung Mater Dolorosa, abgerufen am 21. März 2015.
  16. 100 Jahre Kirche Mater Dolorosa. Geschichte der katholischen Gemeinde in Berlin-Lankwitz. 1912 bis 2012. Mater Dolorosa Berlin-Lankwitz, abgerufen am 24. April 2013.

Koordinaten: 52° 25′ 22″ N, 13° 20′ 11″ O