Stiftung für Konsumentenschutz

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Stiftung für Konsumentenschutz

(SKS)

Logo der SKS
Zweck: Wahrung der Interessen von Konsumenten
Vorsitz: Prisca Birrer-Heimo
Geschäftsführung: Sara Stalder
Bestehen: seit 18. Juni 1964
Mitarbeiterzahl: 13
Sitz: Bern, Schweiz
Website: www.konsumentenschutz.ch

kein Stifter angegeben

Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) ist eine schweizerische Konsumentenschutzorganisation.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stiftung hat ihren Sitz in Bern, wurde 1964 von vier Arbeitnehmer- und Konsum-Organisationen errichtet und wird heute von sechs Organisationen getragen. Sie ist privatrechtlich organisiert und die Führung besteht aus einem siebenköpfigen Stiftungsrat.[1] Die SKS beschäftigt 13 Mitarbeiter.[2]

Der Stiftungszweck besteht darin, die Interessen der Konsumenten zu wahren.[1]

Die Stiftung ist Mitglied der Allianz der Konsumentenschutzorganisationen, zu der auch die Fédération romande des consommateurs (FRC) und die Tessiner Konsumentenschutzorganisation Associazione consumatrici e consumatori della Svizzera italiana (ACSI) gehören.[3] Zudem ist sie Teil der Dachorganisation International Consumer Research & Testing, und geht bei einzelnen Projekten Kooperationen mit der deutschen Stiftung Warentest ein.[4][5]

Präsidium des Stiftungsrates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschäftsleitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1964 bis 1965: Waldemar Jucker
  • 1965 bis 1966: Ernst Flück
  • 1966 bis 1967: Ferdinand Troxler
  • 1967 bis 1985: Alfred Neukomm[7]
  • 1985 bis 1992: Roland Seiler[7]
  • 1992 bis 1999: Simonetta Sommaruga
  • 2000 bis 2007: Jacqueline Bachmann
  • seit 2008: Sara Stalder

Tätigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stiftung setzt sich in den Bereichen Lebensmittel & Ernährung, Mobilität & Freizeit, Gesundheit & Prävention, Energie & Umwelt, Kommunikation & Digitale Welt, Finanzen & Versicherungen, Konsumentenrechte und Wirtschaftspolitik für die Interessen der Konsumenten in der Schweiz ein[8].

Konsumenteninformation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein zentrales Anliegen der Stiftung ist die Information der Konsumenten. Die SKS stellt dazu auf ihrer Website kostenlose, kurze Merkblätter zur Verfügung und verkauft ausführlichere Ratgeber. Dazu bietet sie Beratung per Telefon und E-Mail an. Die gedruckte Zeitschrift Blickpunkt erscheint viermal jährlich und informiert über aktuelle Themen und die Stiftungsarbeit. Die SKS ist an den Preisvergleichsportalen preisbarometer.ch und dschungelkompass.ch beteiligt.

Intervention[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stiftung stellt sicher, dass Anbieter und Händler die Konsumentenanliegen berücksichtigen. Sie sucht hierfür den direkten Dialog mit den Unternehmensführungen und Wirtschaftsverbänden. Wenn das Konsumenteninteresse anders nicht zu schützen ist, beschreitet sie in Musterfällen den Rechtsweg.

Politische Arbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stiftung vertritt Konsumenteninteressen in der Politik. Dazu nimmt sie an Vernehmlassungsverfahren teil und betreibt parlamentarisches Lobbying. Die SKS äussert sich regelmässig zu konsumrelevanten Themen in den Medien. Gemeinsam mit der Allianz der Konsumentenschutz-Organisationen führt sie eine jährliche Konsumenten-Agenda und verfasst eine Konsumentencharta mit Forderungen an die nationale Politik.

Finanzierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die SKS wird von rund 16'000 Gönnern und 14'000 weiteren Spendern unterstützt, damit finanziert sie rund drei Viertel ihres Jahresbudgets.[9] Weitere 10 % werden durch Beratungstätigkeit und den Verkauf von Produkten erwirtschaftet, rund 15 % steuern Bundessubventionen gemäss Konsumenteninformationsgesetz bei. Die Bundesgelder sind zweckgebunden und dürfen ausschliesslich für Konsumenteninformationen verwendet werden.[10] Gesamthaft erwirtschaftet die Stiftung einen Jahresertrag von rund 1.5 Mio. Fr.[11] Um ihre Unabhängigkeit zu wahren, nimmt die SKS keine Gelder von Unternehmen oder politischen Parteien an.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schweizerische Gewerbeverband wirft der SKS vor, dass sie vom Bund Subventionen beziehe, jedoch den vom Konsumenteninformationsgesetz (KIG) verlangten objektiven Informationsauftrag nicht erfülle. Vielmehr betreibe sie einseitige, ideologisch gefärbte Politik und missbrauche die Steuergelder für „politische Propaganda“.[12][13]

Geschichte und Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Meilensteine in der Geschichte der SKS[14] sind:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Über uns – Stiftung, Webpräsenz der Stiftung für Konsumentenschutz, abgerufen am 8. Oktober 2014.
  2. Über uns – Geschäftsstelle, Stiftung für Konsumentenschutz, 18. Juni 2014, abgerufen am 29. Juni 2015.
  3. Konsumentenschutz-Organisationen rücken zusammen «  Stiftung für Konsumentenschutz. In: Stiftung für Konsumentenschutz. (konsumentenschutz.ch [abgerufen am 18. Oktober 2016]).
  4. Spielzeug, sicher und gefahrlos, konsumentenschutz.ch vom 17. November 2010, abgerufen am 8. Oktober 2014
  5. Verbraucherhilfe – App erkennt Palmöl in Produkten, gute-nachrichten.com.de vom 9. Juli 2013, abgerufen am 8. Oktober 2014
  6. a b Zur Kasse bitte! Eine Ausstellung zu Konsum und Konsumentenschutz (PDF), Webpräsenz der Stiftung für Konsumentenschutz, abgerufen am 8. Oktober 2014.
  7. a b Die SKS – wie alles begann…, Webpräsenz der Stiftung für Konsumentenschutz, abgerufen am 8. Oktober 2014.
  8. Themen, Webpräsenz der Stiftung für Konsumentenschutz, abgerufen am 14. Juli 2015.
  9. Finanzierung, Webpräsenz der Stiftung für Konsumentenschutz, abgerufen am 29. Juni 2015.
  10. Finanzhilfe an Konsumentenorganisationen, Bundesgesetz über die Information der Konsumentinnen und Konsumenten vom 5. Oktober 1990, Stand 1. Januar 2013, abgerufen am 30. Juni 2015.
  11. Wie die SKS ihre Aktivitäten finanziert, Webpräsenz der Stiftung für Konsumentenschutz, abgerufen am 30. Juni 2015.
  12. Konsumentenschutz | Gewerbeblog. In: gewerbe-blog.ch. Abgerufen am 27. November 2016.
  13. https://www.konsumentenschutz.ch/themen/hochpreisinsel-schweiz/sgv-kritik-ist-nicht-gerechtfertigt/
  14. Über uns – Erfolge, Webpräsenz der Stiftung für Konsumentenschutz, abgerufen am 30. Juni 2015.
  15. Kassensturz (Fernsehsendung): Die Lebensmittel-Skandale , 14. Januar 2014, abgerufen am 30. Juni 2015.
  16. Busse für Novartis wegen Mebucasol, news.ch, 31. Oktober 2002, abgerufen am 30. Juni 2015.
  17. Repair Café «  Stiftung für Konsumentenschutz. In: Stiftung für Konsumentenschutz. (konsumentenschutz.ch [abgerufen am 18. Oktober 2016]).
  18. Gemeinsam gegen die Hochpreisinsel Schweiz – Unterschreiben Sie jetzt die Fair-Preis-Initiative! « Stiftung für Konsumentenschutz. In: Stiftung für Konsumentenschutz. (konsumentenschutz.ch [abgerufen am 18. Oktober 2016]).