Stimme der DDR

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Stimme der DDR

Stimme der DDR war ein Hörfunkprogramm des Rundfunks der DDR, das auch für deutschsprachige Hörer außerhalb der Grenzen der DDR gedacht war. Es war, wie alle DDR-Sender, ein Instrument der Staatspartei SED, hatte einen hohen Wortanteil und bot politische Informationen, Unterhaltung und Kultur. Bis 1971 und ab 1990 hieß die Stimme der DDR Deutschlandsender.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem das Staatliche Rundfunkkomitee im Jahre 1971 beschlossen hatte, die auf die Bundesrepublik und West-Berlin ausgerichteten Sender Deutschlandsender und Berliner Welle durch Stimme der DDR zu ersetzen, startete das neue Programm am 15. November 1971.[1] Die Redaktionen saßen im Funkhaus Nalepastraße.

Laut dem Programmauftrag versuchte der Sender, „dem wachsenden Interesse am Internationalen Kampf für Frieden und Sozialismus und gegen den Krieg und Imperialismus Rechnung zu tragen“.

Erster Intendant des Senders wurde Kurt Goldstein. Die Stimme der DDR strahlte ihr Programm über Langwelle (177 kHz), Mittelwelle (783 und 1359 kHz) und UKW DDR-weit aus. Vor allem auf Langwelle war das Programm auch am Tage im damaligen Westdeutschland und darüber hinaus problemlos zu empfangen.

Am 8. Februar 1990 wurde Stimme der DDR in Deutschlandsender (DLS) rückbenannt[2] und vier Monate später, am 16. Juni 1990, mit dem Programm Radio DDR II zum Sender DS Kultur fusioniert.[3] DS Kultur ging am 1. Januar 1994 im Deutschlandradio auf.[4]

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. André Scheer: Rundfunk in der Deutschen Demokratischen Republik.. Kurzwellen-Pressedienst, 1. August 1991.
  2. Stimme der DDR jetzt wieder Deutschlandsender. In: Neues Deutschland, 9. Februar 1990, S. 2. 
  3. Tobias Jaecker: Rundfunk-Wende.. Freie Universität Berlin, 10. März 2000.
  4. 67 Jahre und kein Tag mehr: Der Sender Berlin-Britz. In: Radio-Kurier – weltweit hören. Nr. 10, 2013, S. 17.