Stinatz

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Stinatz
Wappen von Stinatz
Stinatz (Österreich)
Stinatz
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Güssing
Kfz-Kennzeichen: GS
Fläche: 9,49 km²
Koordinaten: 47° 12′ N, 16° 8′ O47.20388888888916.133333333333Koordinaten: 47° 12′ 14″ N, 16° 8′ 0″ O
Einwohner: 1.369 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 144 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7552
Vorwahl: 03358
Gemeindekennziffer: 1 04 15
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptplatz 1
7552 Stinatz
Website: stinatz.gv.at
Politik
Bürgermeister: Andreas Grandits (ÖVP)
Gemeinderat: (2007)
(19 Mitglieder)
10
9
10 
Von 19 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Stinatz im Bezirk Güssing
Bildein Bocksdorf Burgauberg-Neudauberg Eberau Gerersdorf-Sulz Großmürbisch Güssing Güttenbach Hackerberg Heiligenbrunn Heugraben Inzenhof Kleinmürbisch Kukmirn Moschendorf Neuberg im Burgenland Neustift bei Güssing Olbendorf Ollersdorf im Burgenland Rauchwart Rohr im Burgenland Sankt Michael im Burgenland Stegersbach Stinatz Strem Tobaj Tschanigraben Wörterberg BurgenlandLage der Gemeinde Stinatz im Bezirk Güssing (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Pfarrkirche
Pfarrkirche
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Stinatz (kroatisch: Stinjaki, ungarisch: Pásztorháza) ist eine Marktgemeinde mit 1369 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Burgenland im Bezirk Güssing in Österreich.

Nach der Volkszählung 2001 bekennen sich 53,9 % der Einwohner zur Volksgruppe der Burgenlandkroaten und 8,1 % bekennen sich als Kroaten. 30,7 % geben als Umgangssprache deutsch an.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Südburgenland im Bezirk Güssing. In Stinatz gibt es zwei Ortsteile: Stinatz und Stinatz-Nord.

Die benachbarten Orte von Stinatz sind Wörterberg, Hackerberg, Litzelsdorf und Ollersdorf.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Wolfau Wolfau Litzelsdorf
Wörterberg Nachbargemeinden Litzelsdorf
Hackerberg Hackerberg Ollersdorf im Burgenland

Geschichte[Bearbeiten]

Als Folge der Türkenkriege zogen im 15. Jahrhundert Familien aus Kroatien in die Gegend. Die Ansiedlung wurde 1577 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Stinacz verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes). Marktgemeinde ist Stinatz seit 1977.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Politik[Bearbeiten]

Seit 31. Jänner 2010 ist Andreas Grandits (ÖVP) Bürgermeister von Stinatz.[1]

  • Die Mandatsverteilung (19 Sitze) in der Gemeindevertretung ist: ÖVP 10, SPÖ 9 Mandate.

Die Sozialistische Jugend Stinatz ist die traditionsreichste Ortsgruppe der Sozialistischen Jugend im Burgenland.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Blau über gekreuzten silbernen Schlüsseln eine silberne Tiara (Papstkrone).“

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Stinatz

Bombenanschlag[Bearbeiten]

Am 6. Februar 1995 gegen 11 Uhr, zwei Tage nach dem Vierfachmord von Oberwart, wurde in Stinatz Erich Preissler, einem Mitarbeiter des burgenländischen Umweltdienstes, durch eine Sprengfalle des Bombenlegers Franz Fuchs, die Hand zerfetzt.[2][3][4][5] Zudem waren an zwei Burgenland-Kroatinnen zuvor bzw. nachher Briefbomben adressiert, deren Detonation jedoch weder die Grünen-Politikerin Terezija Stoisits noch Angela Resetarits verletzte. In einem Wartehäuschen der Nachbargemeinde Ollersdorf fand sich ein Bekennerbrief der "BBA" (Bajuwarische Befreiungsarmee) in dem es unter anderem hieß: "Sifkovits, Grandits, Stoisits, Resetarits und Janisch zurück nach Dalmatien."

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter

Personen mit Beziehung zur Marktgemeinde

  • Peter Jandrisevits (1879 Sulz – 1938 Schandorf), österreichischer Geistlicher und Politiker. Jandrisevits war zwischen 1923 und 1927 Abgeordneter zum Burgenländischen Landtag und zwischen dem 12. November 1906 und dem 15. Juni 1924 Administrator bzw. Pfarrer von Stinatz.
  • Ernst A. Grandits (* 1951 Wien), österreichischer Autor, Filmemacher und Journalist, Moderator bei 3Sat
  • Thomas Stipsits (* 1983 Leoben), österreichischer Kabarettist und Schauspieler mit Stinatzer Wurzeln
  • Ägidius Zsifkovics (* 1963 Güssing), Bischof der Diözese Eisenstadt, mit Stinatzer Wurzeln

Vereine[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]

Der Fußballverein ASKÖ Stinatz spielt in der Landesliga Burgenland. Der Tennisverein ASKÖ TC Stinatz besteht seit dem 26. Juli 1979. Der Laufclub LC Tiger Stinatz veranstaltet seit 16 Jahren den Internationalen Stinatzer Halbmarathon.

Sonstige Vereine[Bearbeiten]

Weitere Vereine sind der Musikverein Stinatz, das Folklore-Ensemble (Tamburizza + Volkstanz) Stinjacko Kolo, der Laufklub Tiger, die Naturfreunde Stinatz und ein Verschönerungsverein.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Kirtag
  • Fitmarsch
  • Waldfest
  • Pfarrfest
  • Musikertreffen
  • Feuerwehrball
  • Pfarrball

Sonstiges[Bearbeiten]

Relative Bekanntheit im deutschen Sprachraum erlangte der Ort durch das Lied „Fürstenfeld“ (1984) der Gruppe S.T.S., in dem es heißt: „I spü höchstens noch in Graz, Sinabelkirchen und Stinatz“ (Dialekt für: Ich spiele höchstens…) sowie in jüngerer Zeit durch den „Freibadsong“ des Kabarettisten Thomas Stipsits.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Stinatz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatGrandits neuer Bürgermeister in Stinatz. Abgerufen am 31. Januar 2010.
  2. http://tvthek.orf.at/topic/Politik/7146697/Rohrbombe-in-Stinatz/3229487/Rohrbombe-in-Stinatz/3229489
  3. http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/oesterreich/chronik/373129_Experte-Bombe-auf-300-m-toedlich.html
  4. http://www.ami25.at/franz-fuchs-und-die-bba/chronologie/index.html
  5. http://othes.univie.ac.at/18734/