Stinkbusch

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Stinkbusch
Zweig mit Blättern des Stinkbuschs (Boscia foetida).

Zweig mit Blättern des Stinkbuschs (Boscia foetida).

Systematik
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Kreuzblütlerartige (Brassicales)
Familie: Kaperngewächse (Capparaceae)
Gattung: Hirtenbäume (Boscia)
Art: Stinkbusch
Wissenschaftlicher Name
Boscia foetida
Schinz

Der Stinkbusch, Schäferbaum oder Stinkende Hirtenbaum (Boscia foetida) ist eine von den sechs im südlichen Afrika vorkommenden Pflanzenarten, der etwa 37 Arten zählenden Gattung Boscia aus der Familie der Kaperngewächse (Capparaceae), von denen er als einziger Vertreter kein Baum ist. Der Gattungsname Boscia ehrt Louis Bosc (1759–1828).

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Hauptverbreitungsgebiet werden die ariden Gebiete Namibias und Südafrikas, dort vorwiegend in der Provinz Nordkap, angesehen; dabei ist der Busch eine besonders in den Wüsten Namib und Kalahari an Standorten in Ebenen, Trockenrinnen und auf Felsboden häufig anzutreffende Pflanzenart. In Botswana ist diese Pflanzenart seltener und könnte durch Überweidung bedroht werden (Status LR/nt resp. NT).[1]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der immergrüne Strauch erreicht Wuchshöhen von 2 bis 3 Metern. Er bildet kleine, dicke, lederartige, kurz gestielte Laubblätter aus, die schraubig oder an büschelig an Kurztrieben angeordnet sind.

Die Blütezeit erstreckt sich von August bis April; die Hauptblütezeit fällt in den September bis Oktober. Wegen des sich aus den grün-gelblichen Blüten entwickelnden Geruchs nach Fäkalien, womit die Pflanze Insekten zur Bestäubung anlockt, erhielt Boscia foetida seine Bezeichnung (lat. foetida = „stinkend“). Nach dem eng verwandten eigentlichen Hirtenbaum, auch Witgatbaum, Weißstamm, Weißrindenbaum oder Schäferbaum genannt, (Boscia albitrunca) wird er auch Stinkender Hirtenbaum oder Stinkender Witgatbaum genannt. Die kleinen, grünlich gelben Blüten sind vierzählig. Es sind vier Kelchblätter vorhanden. Kronblätter fehlen. Die Staubblätter sind zu einem kurzen Androphor verwachsen. Es werden runde, haarige Beeren gebildet, die einen Durchmesser von etwa 10 mm aufweisen und bei Reife gelb bis hellbraun werden. Man findet Früchte das ganze Jahr über, doch verstärkt in der Zeit von Oktober bis März. Die Beeren schmecken süß und werden von Tieren und Menschen gegessen. [2]

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wurzeln sowie die braunen, runden Früchte sind essbar; sie werden von den Einheimischen auch als Heil- und Zaubermittel verwendet. Sie nennen den Stinkbusch ingcotho, umpheme oder umphisi lomncane.[3] Die Blätter wirken gegen Bauchschmerzen.

Unterarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Boscia foetida Schinz subsp. foetida
  • Boscia foetida subsp. longipedicellata (Gilg) Tölken
  • Boscia foetida matabelensis
  • Boscia foetida minima (Wuchshöhe unter 30 cm)
  • Boscia foetida subsp. rehmanniana (Pest.) Tölken

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Botswana Red Data List (PDF, 3,3 MB)
  2. Beschreibung dieser Art im Gehölzatlas von Namibia.
  3. Chris Long: Swaziland's Flora. Swaziland National Trust Commission Website, Dezember 2005

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stinkbusch (Boscia foetida) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien