Stock & Scherenberger Erbstollen

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Stock & Scherenberger Erbstollen
Allgemeine Informationen zum Bergwerk
Stock und Scherenberger Erbstollen Ende der Trockenmauerung.jpg
Übergang von der Mauerung zum festen Gebirge
Andere Namen Stock und Scherenberger Erbstollen
Informationen zum Bergwerksunternehmen
Geförderte Rohstoffe
Abbau von Steinkohle
Geographische Lage
Koordinaten 51° 21′ 40,7″ N, 7° 16′ 36,8″ OKoordinaten: 51° 21′ 40,7″ N, 7° 16′ 36,8″ O
Stock & Scherenberger Erbstollen (Regionalverband Ruhr)
Stock & Scherenberger Erbstollen
Lage Stock & Scherenberger Erbstollen
Standort Sprockhövel
Gemeinde Sprockhövel
Kreis (NUTS3) Ennepe-Ruhr-Kreis
Land Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Revier Ruhrrevier

Der Stock & Scherenberger Erbstollen ist ein alter Erbstollen in Sprockhövel, der seit 2018 als Besucherbergwerk öffentlich zugänglich ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stollen wurde 1746 angelegt, um die Zeche Stock & Scherenberg zu entwässern und besaß die Erbstollengerechtigkeit.

Benannt ist der Erbstollen nach den Gewerken Stock und Scherenberg und ihrer gleichnamigen Zeche. Der Stollen hatte den Zweck, die Kohlenbänke[Anm. 1] der Gewerkschaft zu lösen. Bei seinem Vortrieb durchschnitt er jedoch auch andere Kohlenbänke. Durch einen Querschlag wurde auch die Zeche Ver. Concordia entwässert. Den querschlägigen Vortrieb des Stock & Scherenberger Erbstollens besorgten Bergleute aus Kursachsen.

Die Schächte des Erbstollens wurden möglichst nah am Talgrund des Pleßbach angelegt. Der Stollen erreichte eine Gesamtlänge von etwa drei Kilometer.

Obwohl die angeschlossenen Gruben teilweise auch durch den Dreckbänker Erbstollen gelöst wurden und bis heute entwässert werden, fließt auch noch etwas Wasser aus der Rösche des Erbstollens. Beim Bau der Autobahn A43 wurde der genannte Querschlag des Stollens angeschnitten.

Ab 2013 wurde das Mundloch des Stollens vom "Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e.V." aufgewältigt und wieder hergestellt. Seit 2018 wird der Stollen vom Bergbauaktiv Ruhr e.V. in Zusammenarbeit mit der Stadt Sprockhövel und ihrer unteren Denkmalbehörde saniert.[Quelle 1]

Am 16. November 2018 wurde der Stollen zum Besucherbergwerk ernannt.[Quelle 2]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joachim Huske: Die Steinkohlenzechen im Ruhrrevier. Daten und Fakten von den Anfängen bis 2005. 3. Auflage. Deutsches Bergbau-Museum, Bochum 2006, ISBN 3-937203-24-9

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Begriff Kohlenbank ist die Bezeichnung für den kohleführenden Teil eines Kohlenflözes. (Quelle: Carl Friedrich Alexander Hartmann: Vademecum für den praktischen Bergmann.)

Quellen und Hinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e.V. Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e.V., abgerufen am 7. November 2018.
  2. Sprockhöveler Erbstollen Stock & Scherenberger wird zum Besucherbergwerk. Radio Ennepe-Ruhr, abgerufen am 20. November 2018.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Stock & Scherenberger Erbstollen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien