Stollbergsche Buchdruckerei und Verlagsbuchhandlung

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Anzeige vom August 1858 im Frankfurter Journal
Titel eines bei Stollberg 1860 erschienenen Buches

Die Stollbergsche Buchdruckerei und Verlagsbuchhandlung war eine Buchdruckerei und ein Verlag im thüringischen Gotha.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der im Jahre 1821 in Leina geborene Karl Gustav Stollberg gründete nach einem mehrjährigen Aufenthalt in Paris, wo er von den Ideen der Französischen Revolution beeinflusst wurde, im Jahre 1847[1] in bescheidenen Wirtschaftsräumen des Hotel Mahr[1] am Friedhofseingang in der Langensalzaer Straße in Gotha die Firma "Stollbergsche Buchdruckerei und Verlagsbuchhandlung". 1863 zog die Firma um in die Schwabhäuser Straße 32[1] in der Altstadt. Mit der Herausgabe einer unabhängigen und im Dienste der Freiheit und des Fortschritts stehenden Zeitung hatte sich Stollberg einen Traum erfüllt. So rief er das "Gothaische Tageblatt" ins Leben, das am 2. April mit der ersten Nummer erschien.[1] Bis zum Jahre 1866 war Stollberg selbst der Schriftleiter des Blattes.[1]

Der gelernte Kaufmann Albin Nehrlich (* 1845; † 3. August 1892) trat am 1. Dezember 1870 als Teilhaber in die Firma ein und wurde am 1. Oktober 1874 alleiniger Geschäftsführer. 1880 verstarb Karl Gustav Stollberg.[1] In Folge der Ausweitung des Geschäftsbetriebes von Druckerei und Zeitungsverlag war im Oktober 1881 ein erneuter Umzug vonnöten.[1] In der Gartenstraße 15[1] (das Gebäude besteht heute nicht mehr) wurde ein neues Geschäftshaus errichtet.

Im Alter von nur 47 verstarb Albin Nehrlich am 3. August 1892. Zwei Jahre lang wurden nun die Geschäfte von der Witwe Nehrlichs, Emma, geführt, die im Jahre 1884 die Firma in die Verantwortung der beiden Söhne Gaston und Alfred legte.[1]

Gaston (1876–1929) war der ältere der Brüder und hatte schon in München und Frankfurt a.M. eine Buchdrucker-Ausbildung absolviert. Sein Bruder Alfred hatte studiert. Am 31. Dezember 1914, 30 Jahre nach der Übernahme der Firma von seiner Mutter, starb Alfred Nehrlich. Alleiniger Inhaber blieb Gaston, im April 1917 bekam das Impressum der Firma den Zusatz "Gaston und Alfred Nehrlichs Erben".[1]

Das Hauptgeschäft der Firma war neben der Herausgabe des "Gothaischen Tageblattes" ein ausgedehnter Handel mit Drucksachen. Außerdem wurde während einer kurzen Zeit die Zeitschrift "Die Landfrau" verlegt.

Am 21. Februar 1929 verschied Gaston Nehrlich im Alter von 53 Jahren. Danach befand sich das Unternehmen noch weiter im Besitz von "Gaston und Alfred Nehrlichs Erben". "Rund um Friedenstein" war eine beliebte Beilage des "Gothaischen Tageblattes", die von vielen Heimatfreunden gelesen wurde.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k Darstellung auf der Webseite der Stadt Gotha, Abruf am 23. November 2018