Storhamar Hockey

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Storhamar Hockey
Storhamar Hockey
Größte Erfolge
Vereinsinformationen
Geschichte Storhamar Ishockey (1957–1998)
Storhamar Dragons
(1998–2015)
Storhamar Hockey (seit 2015)
Standort Hamar, Norwegen
Stammverein Storhamar IL
Vereinsfarben gelb, blau
Liga GET-ligaen
Spielstätte CC Amfi
Kapazität 6.091 Plätze
Cheftrainer Miika Elomo
Kapitän Patrick Thoresen
Saison 2018/19 2. Platz (Hauptrunde), Vizemeister

Storhamar Hockey (offiziell Storhamar IL Ishockey Elite[1]) eine Eishockeyklub in der norwegischen GET-ligaen. Gegründet wurde diese am 18. März 1957 als Eishockeyabteilung des Storhamar IL in Hamar. Mit sieben norwegischen Meisterschaften (zuletzt 2018) gehört das Team zu den erfolgreichsten Eishockeymannschaften Norwegens. Das CC Amfi in Hamar ist seit 1992 die Heimat der Mannschaften des Klubs. Die Clubfarben sind gelb und blau.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundlage für die Gründung des Sektion Eishockey des Storhamar IL waren die Olympischen Spiele 1952, die junge Leute aus Hamar West zum Eishockeyspielen inspirierten. Das erste Spiel wurde noch vor der Gründung der Abteilung im Jahre 1956 ausgetragen. Das Team verlor allerdings gegen Valerenga Oslo mit 4:9. Ein Jahr später meldete sich der Club beim norwegischen Eishockeyverband offiziell an. Das Gründungsdatum wurde auf den 18. März 1957 festgelegt.

In den 1960er Jahren etablierte sich der Verein und gewann zahlreiche regionale Meisterschaften, woraufhin man sich auch zu überregionalen Meisterschaften meldete. Schon zehn Jahre nach der Gründung erlangte der Verein immer größeres Ansehen und die Mitgliedszahlen stiegen an.

In den 1970er Jahren etablierte sich der Verein im überregionalen Eishockey, trotz schlechter Infrastruktur und einer Natureisbahn. Im März 1977 gelang der vorläufige Höhepunkt mit dem Aufstieg in die 1. Division. Zur nächsten Saison erhielten Storhamar IL auch die gewünschte Kunsteisbahn.

Nach einigen wirtschaftlichen Problemen konnte die Mannschaft 1982 wieder die Rückkehr in die 1. Division feiern. Mitte der 80er Jahre schaffte Storhamar endlich den Durchbruch und avancierte zu einer Topmannschaft in Norwegen und das trotz schwieriger wirtschaftlicher Bedingungen.

Durch die Olympischen Spiele 1994 in Lillehammer erhielt der Verein eine neue Heimat spendiert. Die neu gebaute Eishalle Olympic Amfi war von nun an dessen Zuhause. Sportlich lief es von da an besser und dank vieler neuer Sponsoren gehörten die turbulenten Zeiten zunächst der Vergangenheit an. Der Club konnte etliche gute Spieler verpflichten, die dem Verein 1995 die erste Meisterschaft bescherten. Danach dominierten die Dragons zwei weitere Jahre lang das norwegische Eishockey und wurde auch 1996 und 1997 norwegischer Meister. In der Zeit stellte man einen Rekord von 30 Spielen ohne Niederlage auf. 1998 fügte man den Spitznamen Dragons hinzu und kreierte ein neues Vereinswappen. Zwischen 1998 und 2015 lief die Herrenmannschaft unter dem Namen Storhamar Dragons Dragons auf, ehe der Klub zu seiner ursprünglichen Bezeichnung (Storhamar Hockey) zurückkehrte.[2]

Oskar Östlund, Torhüter zwischen 2015 und 2019

Im Jahr 2000 gelang die vierte Meisterschaft. Allerdings häuften sich abermals die finanziellen Probleme und der Verein war einige Male kurz vor der Insolvenz. Aber neue Sponsoren hielten den Verein kurzfristig immer wieder über Wasser.

Während der Club 2002 und 2003 in den Play-off-Finals noch unterlag, konnte er nach einem umkämpften Finale 2004 seinen fünften Titel feiern. Das Team besiegte vor Rekordkulisse den Dauerrivalen Vålerenga Ishockey. Aktuell zählt Storhamar Hockey weiterhin zu den besten Vereinen des Landes, 2018 gewann der Club die siebte Meisterschaft, im Finale wurde der Lillehammer IK besiegt. Aufgrund des Vizemeistertitels 2015 respektive des norwegischen Meistertitels 2018 qualifizierte sich Storhamar für die Spielzeiten 2015/16 und 2018/19 der Champions Hockey League. Dabei überstand der Klub jeweils die Vorrunde und erreichte jeweils das Achtelfinale.

Längstes Spiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 2017 traf Storhamar Hockey in Hamar auf die Sparta Warriors. Das Spiel endete erst in der achten Verlängerung mit einem 2:1-Sieg der Dragons. Mit 217 Minuten und 14 Sekunden war es das längste Spiel in der Eishockey-Geschichte.[3]

Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joakim Jensen erzielte 482 Punkte in 503 Hauptrunden-Spielen für Storhamar

Gesperrte Trikotnummern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Topscorer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Tabelle listet die punktbesten Spieler des Klubs in der regulären Saison auf.[4] Grün hinterlegte Spieler sind in der Saison 2019/20 für den Klub aktiv.

Spieler Spielzeiten Position Spiele Tore Assists Punkte Punkte pro Spiel
Pål Johnsen 1992–2015 C 725 245 501 746 1,03
Erik Kristiansen 1977–1998 C 481 396 340 736 1,53
Tom Erik Olsen 1990–2006 RW 530 325 301 626 1,18
Joakim Jensen 2007–2019 RW 503 249 233 482 0,96
Eirik Skadsdammen 1999–2018 LW 718 226 237 463 0,64
Ole Eskild Dahlstrøm 1992–2005 C 359 168 269 437 1,22
Christian Larrivée 2006– C 363 139 264 398 1,10
Peter Madach 1986–1996 C 277 135 211 346 1,25
Arne Bergseng 1984–1990 C 206 157 130 287 1,39
Alexander Smirnow 1995–2001
2003–2006
D 335 68 192 260 0,78
Øystein Tronrud 1982–1989 FW 224 122 148 260 1,16
Jacob Berglund hat mit 1,51 Punkten pro Spiel den besten Punkteschnitt in den Play-offs

Die folgende Tabelle listet die punktbesten Spieler des Klubs in den Play-offs respektive NM-Slutspel auf.[5] Grün hinterlegte Spieler sind in der Saison 2019/20 für den Klub aktiv.

Spieler Spiele Tore Assists Punkte Punkte pro Spiel
Christian Larrivée 109 52 70 112 1,03
Pål Johnsen 178 35 71 106 0,60
Ole Eskild Dahlstrøm 100 48 50 98 0,98
Tom Erik Olsen 115 42 47 89 0,77
Eirik Skadsdammen 150 34 47 81 0,54
Joakim Jensen 103 39 41 80 0,78
Jacob Berglund 43 27 38 65 1,51
Erik Kristiansen 55 24 33 57 1,04
Mikael Zettergren 50 24 31 55 1,10
Lars Løkken Østli 138 21 21 42 0,30

Trainer seit 1977[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Klubbinfo – Storhamar Hockey. In: sil.no. Abgerufen am 26. September 2019 (norwegisch Bokmål).
  2. Storhamar går tilbake til røttene og pensjonerer dragen. In: h-a.no. 13. Februar 2015, abgerufen am 26. September 2019 (norwegisch Bokmål).
  3. aha/dpa: Entscheidung um 2.33 Uhr. In: spiegel.de. 13. März 2017, abgerufen am 13. März 2017.
  4. Eliteserie/1. div. In: silarkivet.no. 3. Mai 2019, abgerufen am 26. September 2019 (norwegisch Bokmål).
  5. Ajour pr. sluttspillet 2019. In: silarkivet.no. 3. Mai 2019, abgerufen am 26. September 2019 (norwegisch Bokmål).