Straßberg (Bobingen)

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Straßberg
Stadt Bobingen
Wappen von Straßberg
Koordinaten: 48° 16′ 20″ N, 10° 47′ 6″ O
Höhe: 542 m
Einwohner: 1065 (1987)
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 86399
Vorwahl: 08234

Straßberg ist ein Pfarrdorf und Ortsteil der Stadt Bobingen im schwäbischen Landkreis Augsburg in Bayern (Deutschland). Das „Staudendorf“ war bis zum 1. Juli 1972 eine selbstständige Gemeinde im Landkreis Schwabmünchen und wurde im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Bobingen eingemeindet.[1] Die katholische Pfarrei und Kuratie Heilig Kreuz in Straßberg gehört zum Dekanat Schwabmünchen im Bistum Augsburg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kreisstraße A 13 führt von Mickhausen über Waldberg, Reinhartshausen, Straßberg und Bobingen-Siedlung nach Bobingen.

Nördlich von Straßberg liegt die Abschnittsbefestigung Straßberg neben einem mittelalterlichen Burgstall, dem Burgstall im Viehtrieb, auf der Wertachleite.

Flugzeugunglück[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 15. September 1964 entging Straßberg nur knapp einer Katastrophe: Der Luftwaffenoffizier Ludger Hölker lenkte sein Schulflugzeug nach einem Triebwerksversagen von dem Ort Straßberg weg und betätigte erst dann den Schleudersitz. Durch die zu geringe Absprunghöhe wurde er schwer verletzt und starb wenig später. 2010 wurde der Name Ludger-Hölker-Volksschule Straßberg (Grundschule) für die Schule in Straßberg verliehen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Roy Black (bürgerlich Gerhard Höllerich) (* 1943 in Straßberg, † 1991 in Heldenstein), Schlagersänger und Schauspieler
  • Philipp Haeuser, Pfarrkurat und Pfarrer in Straßberg von 1911 bis 1946

Schule und Internat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1959 eröffnete Alfred Ankele im Schloss Straßberg ein Internat mit Realschule. Es waren ca. 80 Schüler dort untergebracht. Im Herbst 1960 setzte sich Ankele in das damals noch Ostzone genannte Deutschland ab. Einige Lehrer versuchten die Schule und das Internat noch aufrechtzuerhalten, sind aber aus finanziellen Gründen gescheitert. Viele Eltern hatten auf den Skandal hin, der in der örtlichen Presse ausführlich beschrieben wurde, ihre Kinder abgeholt. Interessant ist, dass 1960 in Verbindung mit dem Lehrerprotest eine Schülervertretung gegründet wurde. Das dürfte auch der erste Schülerstreik im Nachkriegszeitalter gewesen sein.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 569.