Strade Bianche

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Zieleinlauf der 2008er Austragung mit dem Sieger Fabian Cancellara vor Alessandro Ballan

Strade Bianche (ehemals Monte Paschi Eroica) ist ein italienisches Eintagesrennen für Radrennfahrer.

Das Rennen gehörte 2007 bis 2016 zur UCI Europe Tour und war in die Kategorie 1.HC eingestuft. Der Wettbewerb wurde beginnend mit der Saison 2017 in den Kalender der UCI WorldTour aufgenommen.[1]

Veranstalter des Rennens ist die RCS Sport, die auch den Giro d’Italia ausrichtet und zur Mediengruppe RCS MediaGroup gehört, welche u. a. die Sportzeitung Gazzetta dello Sport herausgibt. Der anfängliche Name des Rennens bezog sich auf den Sponsor, die italienische Großbank Monte dei Paschi di Siena (umgangssprachlich meist nur Montepaschi genannt), und auf die Eroica, eine seit 1997 ausgetragene radtouristische Veranstaltung, zu deren zehntem Jubiläum das Profirennen erstmals durchgeführt wurde. Da allerdings beide Veranstaltungen nicht mehr zur gleichen Zeit stattfinden, lief das Profirennen bei der dritten Austragung 2009 unter dem Namen Montepaschi Strade Bianche - Eroica Toscana[2] und im Jahr 2010 nur noch unter dem Namen Montepaschi Strade Bianche.

Die erste Austragung fand 2007 im Oktober statt, die zweite im März 2008 und wird seitdem im Frühling, kurz vor den Frühjahrsklassikern des Radsports, ausgetragen.[3] Startort des Rennens war bis 2013 Gaiole in Chianti und seit 2014 San Gimignano, von wo aus das Rennen zur Piazza del Campo in Siena führt.

Von 180 Kilometern führt die Strecke über mehr als 50 Kilometer Schotterwege, die auf Italienisch strade sterrate (unbefestigte Straßen, von "sterri" Erdarbeiten) oder strade bianche (weiße Straßen, nach der Färbung des am häufigsten benutzten Kiesschotters) genannt werden.[3][2] Rekordsieger ist mit drei Erfolgen Fabian Cancellara.

2015 wurde das Rennen erstmals auch für Frauen ausgerichtet, erste Siegerin in den Annalen wurde die US-Amerikanerin Megan Guarnier. Das Frauenrennen wurde im Jahr 2016 in den Kalender der neu eingeführten UCI Women’s WorldTour aufgenommen.[4]

Sieger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Männer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wikidata-logo S.svgJahrSiegerZweiterDritter
Monte Paschi Eroica
2007RUS Alexandr Kolobnev SWE Marcus Ljungqvist UKR Mychajlo Chalilow
2008SUI Fabian Cancellara ITA Alessandro Ballan GER Linus Gerdemann
2009SWE Thomas Lövkvist GER Fabian Wegmann SUI Martin Elmiger
Monte Paschi Strade Bianche
2010KAZ Maxim Iglinski SWE Thomas Lövkvist AUS Michael Rogers
2011BEL Philippe Gilbert ITA Alessandro Ballan ITA Damiano Cunego
Strade Bianche
2012SUI Fabian Cancellara KAZ Maxim Iglinski ITA Oscar Gatto
2013ITA Moreno Moser SVK Peter Sagan ITA Rinaldo Nocentini
2014POL Michał Kwiatkowski SVK Peter Sagan ESP Alejandro Valverde
2015CZE Zdeněk Štybar BEL Greg Van Avermaet ESP Alejandro Valverde
2016SUI Fabian Cancellara CZE Zdeněk Štybar ITA Gianluca Brambilla
2017POL Michał Kwiatkowski BEL Greg Van Avermaet BEL Tim Wellens
2018BEL Tiesj Benoot FRA Romain Bardet BEL Wout Van Aert

Frauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eschborn-Frankfurt gehört ab 2017 zur WorldTour. radsport-news.com, 2. August 2016, abgerufen am 5. August 2016.
  2. a b cyclingnews.com: A young classic with epic potential abgerufen am 4. August 2014
  3. a b cyclingnews.com: Eroica's status grows with new springtime date abgerufen am 4. August 2014
  4. Womens World Tour ersetzt ab 2016 den Weltcup. radsport-news.com, 25. September 2015, abgerufen am 24. Oktober 2015.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]