Straning-Grafenberg

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Marktgemeinde
Straning-Grafenberg
Wappen Österreichkarte
Wappen von Straning-Grafenberg
Straning-Grafenberg (Österreich)
Straning-Grafenberg
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Horn
Kfz-Kennzeichen: HO
Hauptort: Straning
Fläche: 26,45 km²
Koordinaten: 48° 37′ N, 15° 51′ OKoordinaten: 48° 37′ 14″ N, 15° 51′ 24″ O
Höhe: 292 m ü. A.
Einwohner: 762 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 29 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3722
Vorwahl: 02984
Gemeindekennziffer: 3 11 30
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Straning 114
3722 Straning-Grafenberg
Website: www.straning-grafenberg.at
Politik
Bürgermeister: Albert Holluger (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(15 Mitglieder)
9
5
1
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Straning-Grafenberg im Bezirk Horn
AltenburgBrunn an der WildBurgschleinitz-KühnringDrosendorf-ZissersdorfEggenburgGars am KampGerasHornIrnfritz-MessernJaponsLangauMeiseldorfPerneggRöhrenbachRöschitzRosenburg-MoldSigmundsherbergSt. Bernhard-FrauenhofenStraning-GrafenbergWeitersfeldNiederösterreichLage der Gemeinde Straning-Grafenberg im Bezirk Horn (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Straning-Grafenberg ist eine Marktgemeinde mit 762 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bezirk Horn in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straning-Grafenberg liegt direkt an der Grenze des Weinviertels zum Waldviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 26,47 Quadratkilometer. 7,5 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende vier Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[1]):

  • Etzmannsdorf bei Straning (110)
  • Grafenberg (217)
  • Straning (302)
  • Wartberg (133)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Etzmannsdorf bei Straning, Grafenberg, Straning und Wartberg.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eggenburg
Burgschleinitz-Kühnring Nachbargemeinden Sitzendorf an der Schmida
Maissau

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besiedelung ist in Straning aus dem frühen und mittleren Neolithikum, der Bronzezeit, der Hallstattzeit, der römischen Kaiserzeit und aus dem 9. Jahrhundert nachweisbar.[2] Auch in den anderen Katastralgemeinden sind frühzeitliche Besiedelungen nachgewiesen, wie etwa in Grafenberg auch aus der Urnenfelderzeit und der Latènezeit.[3] Grabungsfunde aus allen Epochen befinden sich im Krahuletz-Museum in Eggenburg und im Höbarthmuseum in Horn.[4]

Die erste urkundliche Erwähnung von Straning findet sich in einem Dokument vom 11. Juli 1239 aus dem Stift Melk, in welchem über den Verkauf von Gütern in Straning an das Stift Baumgartenberg berichtet wird.[5]

Aus dem Jahr 1266 stammt die letzte nachweisbare Urkunde zu Margarete von Babenberg. Darin wird das Dorf Grafenberg aus der Pfarre Pfarre Eggenburg an das Stift Lilienfeld geschenkt. Dieses Kloster hatte sich Margarete als Grabstätte ausgewählt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bevölkerungsrückgang verflacht seit 1991. Seither ist die Geburtenbilanz negativ, die Wanderungsbilanz meist positiv.[6]


Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In der Katastralgemeinde Grafenberg befindet sich die Fundzone einer germanischen Siedlung.

Naturdenkmäler

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2010 gab es 68 land- und forstwirtschaftliche Betriebe, davon waren 43 Haupterwerbsbetriebe. Diese bewirtschafteten 91 Prozent der Fläche.[7] Der Produktionssektor ist schwach ausgebildet, es gibt nur fünf Arbeitnehmer. Im Dienstleistungssektor beschäftigen 25 Betriebe 50 Personen.[8][9]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Straning-Grafenberg gibt es einen Kindergarten und eine Volksschule.[10]

Gesundheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Marktgemeinde ordiniert ein praktischer Arzt.[11]

Regionale Zusammenarbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Marktgemeinde Straning-Grafenberg ist Mitglied der Kleinregion Manhartsberg.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister der Marktgemeinde ist Albert Holluger, Amtsleiter Erwin Schmöger. Im Marktgemeinderat gibt es nach der Gemeinderatswahl 2015 bei insgesamt 15 Sitzen folgende Mandatsverteilung: ÖVP 9, SPÖ 5, FPÖ 1.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Niederösterreich nördlich der Donau. Bearbeitet von Evelyn Benesch, Bernd Euler-Rolle u. a. Verlag Anton Schroll & Co, Wien 1990, ISBN 3-7031-0652-2
  • 700 Jahre Pfarrseelsorge Straning 1277–1977. Festschrift, herausgegeben vom Pfarramt Straning, 1977

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Straning-Grafenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. Dehio, S. 1143
  3. Dehio, S. 301
  4. Festschrift 700 Jahre Straning, S. 7
  5. Festschrift 700 Jahre Straning, S. 9
  6. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Straning-Grafenberg, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 24. September 2019.
  7. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Straning-Grafenberg, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Abgerufen am 24. September 2019.
  8. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Straning-Grafenberg, Arbeitsstätten. Abgerufen am 24. September 2019.
  9. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Straning-Grafenberg, Beschäftigte. Abgerufen am 24. September 2019.
  10. Gemeinde Straning-Grafenberg, Kindergarten, Volksschule. Abgerufen am 24. September 2019.
  11. Gemeinde Straning-Grafenberg, Gemeindearzt. Abgerufen am 24. September 2019.