Strasburg (Uckermark)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Strasburg (Uckermark)
Strasburg (Uckermark)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Strasburg (Uckermark) hervorgehoben
Koordinaten: 53° 30′ N, 13° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Greifswald
Höhe: 64 m ü. NHN
Fläche: 86,84 km2
Einwohner: 4829 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km2
Postleitzahl: 17335
Vorwahl: 039753
Kfz-Kennzeichen: VG, ANK, GW, PW, SBG, UEM, WLG
Gemeindeschlüssel: 13 0 75 130
Stadtgliederung: 11 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Schulstr. 1 in 17335
Strasburg (Uckermark)
Webpräsenz: www.strasburg.de
Bürgermeister: Heike Hammermeister-Friese (CDU)
Lage der Stadt Strasburg (Uckermark) im Landkreis Vorpommern-Greifswald
BrandenburgLandkreis Mecklenburgische SeenplatteLandkreis Vorpommern-RügenLandkreis Vorpommern-RügenLandkreis Vorpommern-RügenLandkreis Vorpommern-RügenBuggenhagenKrumminLassanWolgastWolgastZemitzAhlbeck (bei Ueckermünde)AltwarpEggesinGrambinHintersee (Vorpommern)LeopoldshagenLiepgartenLuckowLuckowLübs (Vorpommern)MeiersbergMönkebudeVogelsang-WarsinBargischowBargischowBlesewitzBoldekowBugewitzButzowDucherowIvenKrienKrusenfeldeNeetzow-LiepenMedowNeetzow-LiepenNeu KosenowNeuenkirchen (bei Anklam)PostlowRossinSarnowSpantekowStolpe an der PeeneAlt TellinBentzinDaberkowJarmenKruckowTutowVölschowBehrenhoffDargelinDersekowDiedrichshagenHinrichshagen (Vorpommern)LevenhagenMesekenhagenNeuenkirchen (bei Greifswald)Weitenhagen (bei Greifswald)BergholzBlankensee (Vorpommern)Boock (Vorpommern)Glasow (Vorpommern)Grambow (Vorpommern)LöcknitzNadrenseeKrackowPenkunPlöwenRaminRossowRothenklempenowBrünzowHanshagenKatzowKemnitz (bei Greifswald)KröslinKröslinLoissinLubminNeu BoltenhagenRubenowWusterhusenGörminLoitzSassen-TrantowAltwigshagenFerdinandshofHammer a. d. UeckerHeinrichswaldeRothemühlTorgelowTorgelowTorgelowWilhelmsburg (Vorpommern)JatznickBrietzigDamerow (Rollwitz)FahrenwaldeGroß LuckowJatznickJatznickKoblentzKrugsdorfNiedenPapendorf (Vorpommern)PolzowRollwitzSchönwalde (Vorpommern)Viereck (Vorpommern)ZerrenthinZüsedomKarlshagenMölschowPeenemündeTrassenheideBenz (Usedom)DargenGarz (Usedom)KamminkeKorswandtKoserowLoddinMellenthinPudaglaRankwitzStolpe auf UsedomÜckeritzUsedom (Stadt)ZempinZirchowBandelinGribowGroß KiesowGroß PolzinGützkowGützkowKarlsburg (Vorpommern)Klein BünzowLühmannsdorfMurchinRubkowSchmatzinWrangelsburgZiethen (bei Anklam)ZüssowHeringsdorfPasewalkStrasburg (Uckermark)UeckermündeWackerowGreifswaldGreifswaldPolenKarte
Über dieses Bild

Strasburg (Uckermark) ist die einzige uckermärkische Stadt in Mecklenburg-Vorpommern. Sie liegt im Landkreis Vorpommern-Greifswald und ist amtsfrei. Die Stadt ist für ihre Umgebung ein Grundzentrum.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Strasburg liegt im Südosten Mecklenburg-Vorpommerns unweit der Landesgrenze zu Brandenburg. Die Grundmoränen des Gebietes erreichen durchschnittliche Höhen von 60 bis 100 m ü. NHN. Im Norden des Gemeindegebietes hat Strasburg einen Anteil an den Brohmer Bergen (Höhen bis 133 m ü. NHN). Weiter nördlich fällt das Gebiet zum Galenbecker See und der Friedländer Großen Wiese fast auf Meeresspiegelhöhe ab. Abgesehen von einigen kleineren abflusslosen Seen wie dem Demenzsee entwässern die Bäche und Gräben über den Mühlbach zur Uecker (Ucker). Die nächstgelegenen größeren Städte sind Pasewalk und Prenzlau, das Oberzentrum Neubrandenburg und die Metropole Szczecin (Stettin) in Polen, zu deren Metropolregion Strasburg gehört.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Strasburg gehören die Ortsteile Gehren, Neuensund und Schwarzensee mit den Ortsbereichen Klepelshagen und Rosenthal.

Ortsbereiche der Stadt sind: Boldshof, Burgwall, Glantzhof, Karlsburg, Karlsfelde, Klepelshagen, Köhnshof, Lauenhagen, Linchenshöh, Ludwigsthal, Luisenburg, Louisfelde, Marienfelde, Muchowshof, Ottilienau, Ravensmühle, Schneidershof, Schönburg, Rosenthal, Schwarzensee-Siedlung, Wilhelmsburg, Wilhelmslust, Ziegelhausen, Zimmermannsmühle.[3]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Uhrzeigersinn (von Norden beginnend): Heinrichswalde, Rothemühl, Uckerland, Mildenitz, Groß Miltzow, Schönhausen und Galenbeck.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung seit 1990
Trümmerfrau (Herbert Köhnke)

Die Anfänge der Stadt reichen mehr als 750 Jahre zurück. Strasburg wurde im 13. Jahrhundert durch Herzog Barnim I. von Pommern gegründet. Mit der Schreibweise Straceburch wird der Ort 1267 erstmals urkundlich erwähnt. Aus den Dörfern Altstädt, Falkenberg und Jüteritz ließ er die Stadt planmäßig anlegen. Die Randlage im Dreiländereck von Pommern, Mecklenburg und Brandenburg machte Strasburg zum Ziel zahlreicher Grenzkriege. Mit dem Frieden von Prenzlau im Jahre 1479 kam die Uckermark einschließlich Strasburg zu Brandenburg.

Im 17. Jahrhundert wurde die Einwohnerzahl der Stadt durch den Dreißigjährigen Krieg, Stadtbrände und die Pest zeitweise auf 200 dezimiert.

Mit der Ansiedlung von 244 Glaubensflüchtlingen aus Frankreich, den Hugenotten, Ende des 17. Jahrhunderts begann die wirtschaftliche Erholung Strasburgs. Im Zeitalter der Industrialisierung erhielt die Stadt Ende des 19. Jahrhunderts Anschluss an das deutsche Eisenbahnnetz.

Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Strasburg 1945 zu 55 % zerstört und in den 1950/60er Jahren wiederaufgebaut.

Bis Mai 1945 war Strasburg eine Stadt in der preußischen Provinz Brandenburg, ab Juli 1945 in der von der sowjetischen Besatzungsmacht neu konstituierten Provinz Brandenburg, die nach der offiziellen Auflösung Preußens 1947 in Land Brandenburg umbenannt wurde. Mit Auflösung der Länder in der DDR im Jahre 1952 kam Strasburg zum Bezirk Neubrandenburg und wurde Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises.

1990 wurde Strasburg in das neu konstituierte Land Mecklenburg-Vorpommern eingegliedert. Im Zuge der Verwaltungsreform 1994 verlor Strasburg seinen Status als Kreisstadt und war nunmehr Teil des neuen Landkreises Uecker-Randow. Obwohl der größte Teil der Uckermark anlässlich der Länderneubildung 1990 wieder zum Land Brandenburg kam, verblieb Strasburg aufgrund des Ergebnisses eines Bürgerentscheides im Jahre 1991 bei Mecklenburg-Vorpommern.

Seit dem 1. März 1995 lautet der offizielle Stadtname „Strasburg (Uckermark)“.[4]

Die Innenstadt wurde im Rahmen der Städtebauförderung seit 1991 grundlegend saniert.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altstadt
Demenzsee

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1896–1929: Hermann Merk
  • 1929–1942: Hugo Oppermann
  • 1945–1947: Otto Naumann, KPD
  • 1963–1972: Kurt Hofrichter
  • 1973–1975: Klaus Zuchanke
  • 1975–1976: Günter Hahn
  • 1977–1985: Karl-August Boelter
  • 1986–1989: Kurt Tietz
  • 1989–2015: Norbert Raulin, SPD
  • 2015–2018: Karina Dörk[5], CDU
  • 2018-heute: Heike Hammermeister-Friese[6], CDU

Dörk ist seit dem 1. Juni 2018 Landrätin des Landkreises Uckermark in Brandenburg. Ihr Nachfolger wird im Oktober 2018 gewählt.[7]

Stadtvertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strasburger Stadtvertretung hat 17 Mitglieder.

Partei/Wählergruppe Sitze
CDU 4
SPD 4
Die Linke 3
Bürgerbündnis UER 3
Wählergemeinschaft 2
Fraktionslose 1

(Stand: Kommunalwahl 2015)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde unter der Nr. 132 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „In Blau über Wasser eine goldene Burg mit ungezinnter Mauer und drei gezinnten Türmen, der mittlere Turm stärker als die beiden äußeren, alle drei Türme mit rotem Spitzdach, goldenem Knauf und schwarzer Fensteröffnung; auf der Torstelle ein silberner Schild mit golden bewehrtem roten Adler.“

Das Wappen wurde 1997 neu gezeichnet.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtkirche St. Marien
Kirche in Gehren

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Strasburg (Uckerm) war früher der erste preußische Bahnhof an der Bahnstrecke Bützow–Stettin und ist heute Halt der Regional-Expresslinie RE 4 BützowSzczecin Główny der Deutschen Bahn AG. Von hier gingen auch die Bahnlinien nach Neustrelitz (1947 abgebaut) sowie nach Prenzlau (1995 stillgelegt) aus.

Die Stadt liegt an der Bundesstraße 104 von Neubrandenburg nach Stettin und an der Landesstraße L 282 nach Friedland. Die Bundesautobahn 20 führt nördlich an Strasburg vorbei. In vier Kilometern Entfernung vom Stadtzentrum liegt die Anschlussstelle Strasburg (Uckermark).

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Strasburg verbundene Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lieselott Enders: Historisches Ortslexikon für Brandenburg, Teil VIII, Uckermark, Weimar 1986, ISBN 3-7400-0042-2.
  • Lieselott Enders: Die Uckermark – Geschichte einer kurmärkischen Landschaft vom 12. bis zum 18. Jahrhundert. Verlag Hermann Böhlaus Nachf., Weimar 1992, ISBN 3-7400-0805-9.
  • Werner Lippert: Geschichte der Stadt Strasburg in der Uckermark. Hg: Norbert Raulin, Schibri-Verlag, Milow, ISBN 3-928878-50-6.
  • Erwin Schulz: Chronik der Stadt Strasburg (Uckermark). Hg: Norbert Raulin, Schibri-Verlag, Milow, ISBN 3-933978-33-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Strasburg (Uckermark) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2017 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Regionales Raumentwicklungsprogramm Vorpommern (RREP) 2010 - zentralörtliche Gliederung mit Ober-, Mittel- und Grundzentren, abgerufen am 12. Juli 2015
  3. Hauptsatzung (PDF; 109 kB)
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1995
  5. Nordkurier vom 14. April 2015 (Online).
  6. vorläufiges amtliche Endergebnis der Stichwahl (PDF). 21. Oktober 2018, abgerufen am 21. Oktober 2018.
  7. Strasburg muss neuen Bürgermeister wählen. In: Süddeutsche Zeitung, 14. Mai 2018