Stratiot

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Urs Graf der Ältere (1530): Stradioten

Stratiot oder Stradiot (griechisch Στρατιώτες/stratiotes, albanisch Stratiotët, italienisch stradioto, stradiotto, (Plural: stradioti, stradiotti)) ist die griechische Bezeichnung für Soldat. Stratioten waren Söldnereinheiten aus dem Balkan, die hauptsächlich vom 15. bis Mitte des 18. Jahrhunderts von den Staaten Mittel- und Südeuropas rekrutiert wurden.[1]

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der griechische Begriff stratiotis/-ai (στρατιώτης/-αι) wurde seit der Antike (800 v. Chr. bis ca. 600 n. Chr.) mit dem Sinn des „Bürgers, der kriegspflichtig ist und Kriegsdienste thut, der Krieger“ und später auch „der um Sold Kriegsdienste thut“ verwendet.[2] Das gleiche Wort wurde dann im Römischen (8. Jahrhundert v. Chr. bis 7. Jahrhundert n. Chr.) und Byzantinischen Reich (395–1453) verwendet. In späteren byzantinischen Zeiten verstand man unter Stratiot einen Kavalleristen, der ein militärisches Lehen hatte (Pronoia).[3]

Der adelige dalmatinische Coriolano Cippico beschrieb in seinem Werk De Bello Asiatico, dass die Republik Venedig in allen Städten der Morea, die unter ihrer Herrschaft standen, viele Albaner mit ihren Pferden beschäftigten, die auf Griechisch Stratioten genannt wurden.[4]

Ein griechischer Schriftsteller des späten 19. Jahrhunderts, Konstantin Sathas, schrieb den Ursprung des Namens Stratiot dem italienischen Wort Strada (Straße) zu, in der Annahme, dass die Stratioten in Söldnerkompanien organisiert waren, die die Straße beschritten auf der Suche nach einem Engagement und Beschäftigung.[5] Diese These scheint jedoch unsachgemäß zu sein. Die italienische Bezeichnung „Stradioti“ (Plural) ist eher eine Anlehnung des griechischen Wortes στρατιῶται (stratiótai), d.h. Soldaten.[6]

Herkunft und Abstammung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Albanische Auswanderung nach Griechenland zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert

Die meisten modernen sowie eine gute Anzahl von frühen Autoren haben darauf hingewiesen, dass die Stratioten Albaner waren, was bis zu einem gewissen Grad auch richtig ist. Nach einer Studie des griechischen Autors Kostas Mpires[7] über die Namen der Stratioten ergeht, dass etwa 80 % albanischer Herkunft waren, während der Rest griechischen Ursprungs war, was hauptsächlich Offiziere betraf. Unter ihnen findet man Namen, wie Alexopoulos, Clada, Comnenos, Klirakopoulos, Kondomitis, Laskaris, Maniatis, Palaiologos (Paleologo), Psaris, Psendakis, Rhalles (Ralli), Spandounios, Spyliotis, Zacharopoulos, usw. Andere, wie Soimiris, Vlastimiris und Voicha scheinen südslawischen Ursprungs gewesen zu sein.[3]

Allerdings muss berücksichtigt werden, dass die meisten Stradioten nicht aus Albanien kamen, sondern aus den venezianischen Besitzungen in West- und Südgriechenland (Nafpaktos, Koroni, Methoni, Nafplio, Monemvasia). Die Stratioten, die im späten 15. und frühen 16. Jahrhundert nach Italien kamen, waren schon auf Morea geboren worden und die Vorfahren dieser Stratioten waren dort im späten 14. und frühen 15. Jahrhundert aus dem Epirus eingewandert[3] und lebten dort in Sippengemeinschaften. Angesichts der mageren und schlechten Bedingungen der Erde, arbeiteten Sie als Hirten und Pferdezüchter. Im 15. Jahrhundert gehörte zu dieser ethnischen Zugehörigkeit etwa ein Drittel der Bevölkerung von Morea.[8] Seit 1402 gibt es Hinweise in venezianischen-levantinischen Dokumenten von Albanern auf der Insel Euböa. In einem Dokument von 1414 erscheint erstmals die Bezeichnung Stratiot, mit der Mitglieder der auf der Insel lebenden albanischen Gemeinschaften gemeint waren, die mit einem Pferd ausgestattet in der Lage waren, die Insel im Falle eines Angriffs zu verteidigen.[9] (Siehe: Die Albanische Besiedelung Griechenlands)

Es muss auch beachtet werden, dass die aus dem venezianischen Griechenland kommenden Stratioten nach zwei Generationen hellenisiert oder sogar italianisiert waren. Da viele unter griechischen Kommandanten und zusammen mit griechischen Stradioten dienten, dauerte dieser Prozess weiter an. Ein weiterer Faktor in diesem Assimilationsprozess war die aktive Beteiligung der Stradioten und ihrer Familien an den griechisch-orthodoxen oder griechisch-byzantinischen Kirchengemeinden in Neapel, Venedig und anderswo.[3] In Venedig wandten sich die Griechen an die griechisch-orthodoxe Kirchengemeinschaft, die sich in der Chiesa San Biagio traf und die Albaner an die katholische griechisch-byzantinische Kirchengemeinde, die sich in der Chiesa San Maurizio versammelte.[10]

Der italienische Historiker Marino Sanudo berichtete, dass die Stratioten Leute waren, die lateinisch Epiroten, Türken, Griechen oder Albaner genannt wurden.[11]

Der französische Historiker Philippe de Commynes berichtete wiederum, dass die Stratioten von Anfang an alle Griechen waren und von jenen Orten kamen, die den Venezianern gehörten; die einen von Nafplio auf Morea, die anderen aus Albanien in der Nähe von Durrës und, dass die Signoria von Venedig großes Vertrauen in sie hatte und sie sehr benutzte.[12] Venedig machte sich keine großen Probleme daraus, was ethnische Unterschiede oder Herkunftsgebiete anging. Sie qualifizierten sie einfach als Stratioten. Bemerkenswert war allerdings die Rivalität und Intoleranz zwischen den Griechen und den Albanern, was oft zu Gehorsamsverweigerung führte, besonders im Hinblick auf Kommandanten, die der rivalisierenden Nationalität angehörten, was für Venedig ein ständige Sorge war.[10]

Als die Republik Venedig 1534 die letzte der oben genannten griechischen Besitzungen, Koroni, an die Osmanen verlor, wurden Stradioten aus den dalmatinischen Besitzungen angeheuert.[13]

Wo immer diese griechisch-albanischen Stradioten stationiert waren, brachten sie Ehefrauen, Kinder und Geistliche mit und siedelten sie an oder in der Nähe ihres Dienstortes an.[14][3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum ersten Mal taucht die Bezeichnung Stratiot im Zusammenhang mit der tiefgreifenden Reform des byzantinischen Militärwesens im 7. Jahrhundert auf als die Verteidigung der östlichen und afrikanischen Provinzen (Ägypten, Syrien und Africa) unter dem Ansturm der Sarazenen innerhalb kurzer Zeit zusammenbrach und sich herausstellte, dass die spätrömische Heeresorganisation, die sich vor allem auf Söldner stützte, den Anforderungen nicht gewachsen war.

Als die Kreuzfahrer während des Vierten Kreuzzuges (1204) in die Gebiete des Byzantinischen Reiches vordrangen und Konstantinopel durch französisch-flämische Kreuzfahrer und Venezianer geplündert und erobert wurde, wurde der Begriff Stratiot auch bei den westlichen Völkern bekannt. Seine Bedeutung hatte sich jedoch im 12. und 13. Jahrhundert entscheidend gerändert. Stratioten hießen nun einheimische Söldner, die zu verschiedensten in der Romania beheimateten Völkern gehörten. So gab es in den Balkanländern griechische, albanische, walachische und slawische Stratioten. Auch muslimische Soldaten osmanischer Herkunft, die sich in Kleinasien angesiedelt hatten, wurden als Stratioten bezeichnet. Diese Söldner unterschiedlichster Herkunft dienten zumeist als leichte Reiter in den Fürstentümern und Herrschaften des ägäischen Raumes, später auch in europäischen Ländern. Als „Heimatvertriebene“, die im Kampf gegen die Osmanen Heimat und Familie verloren hatten, führten sie am liebsten Rachekriege gegen die Osmanen, kämpften aber für jeden, der sie bezahlte. Ihre Tapferkeit war sprichwörtlich und ihre Grausamkeit berüchtigt.[15]

Mit der Behauptung der Signoria und der Territorialstaaten im 13. und 14. Jahrhundert (besonders in Italien) entstand ein florierender Kriegsmarkt. Bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts war Italien ein großzügiger Söldnerimporteur, der vor allem aus Deutschland aber auch aus anderen europäischen Ländern, wie z. B. die Soldaten der Schweizerischen Eidgenossenschaft (Reisläufer) rekrutierte. 1360 stand der englische Condottiere John Hawkwood im Hundertjährigen Krieg im Dienst der Stadt Pisa gegen Florenz. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts behaupteten sich die italienischen Condottieri (Plural von Condottiere), die sogenannten „Capitani di ventura“ (Kommandeure einer privaten Söldnerkompanie). Sie wurden in kurzer Zeit die unumstrittenen Protagonisten des Krieges auf der italienischen Halbinsel.[16]

Wer es sich leisten konnte, rekrutierte die teuren Schweizer Söldner, was wegen einem Solidaritätskodex innerhalb der Schweizerischen Eidgenossenschaft nicht immer einfach war, denn sie griffen nie zu den Waffen, wenn ein Kontingent von Landsleuten bereits in den Reihen der Feinde war.[17] Ansonsten begnügte man sich mit „Surrogaten“, die sich im Laufe der Jahrzehnte als genauso tüchtig erwiesen. Die Stratioten galten als „meistens“ getreu dem Herrn, der sie bezahlte. Viele Stratioten wünschten der Republik Venedig zu dienen, weil, wenn sie sich gut benahmen, auf „ewig“ zu Rittern geschlagen wurden, was bedeutete, dass der Titel nach ihrem Tod auf die Söhne überging. Die Republik Venedig beschäftigte in ihren Besitzungen die leichte Reiterei der griechisch-albanische Stratioten.[18] Man fand sie aber auch im Königreich Neapel, in England, Frankreich, in den spanischen Niederlande und im Heiligen Römische Reich. Im 16. Jahrhundert waren sie auf Zypern, in Venedig, Mantua, Rom, Neapel, Sizilien und in Madrid anwesend, wo sie sowohl ihre Projekte als auch ihre Beschwerden vorbrachten, um Fässer Schießpulver oder um anderes baten, immer herrisch arrogant und immer bereit für einen Kampf.[14]

Es scheint, dass die Stratioten Auszeichnungen und Privilegien über die Bezahlung zu schätzen wussten, denn sie suchten bei der venezianischen Regierung Gefälligkeiten in Form von Paraden und Titeln, was die frugale Regierung auch gerne bewilligte. Dies wird sowohl durch die Titel belegt, die ihre Anführer ansammelten als auch durch Gedichte in griechischer und italienischer Sprache, die ihre Heldentaten behandelten.[3] Zu nennen sind hier die „Lance spezzate“ (gebrochene Lanzen), bewaffnete Männer, die aus verschiedenen Gründen (Desertion, Tod) ohne Kapitän geblieben waren, direkt vom Staat rekrutiert und in Kompanien unter der Führung der von diesen ernannten Kapitäne organisiert wurden.[19] Die „Lance spezzate“ erhielten für ihre Tugend und Treue das Privileg, im ganzen Reich Waffen tragen zu dürfen und das bis in die Wohnungen des Fürsten.[20]

Rekrutierung und Einordnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stratioten organisierten sich nur in wenigen Fällen unter einem Kapitän in echte Kompanien. Zu nennen sind hier die albanesischen Kapitäne Demetrio Reres[21][22] und seine Söhne Giorgio und Basilio (1444–1445), Gjok Stres Balšić[23][24] (1460), Ivan Strez Balšić (Bruder von Gjok Stres Balšić)[25] (1460), Georg Kastriota, genannt Skanderbeg (1460) im Königreich Neapel (Siehe: Skanderbegs militärischen Unternehmen im Königreich Neapel) und der griechisch-albanesische Mercurio Bua (1495, 1513) im Sold der Republik Venedig.[26]

Normalerweise wurden die Stratioten direkt von den Venezianern unter der lokalen Bevölkerungen von Morea und besonders unter den albanischen Sippengemeinschaften rekrutiert und per Schiff an den Lido von Venedig transportiert.[26] Marino Sanudo schrieb in seinen Tagebüchern: „[…] als man den Vorteil der Stratioten sah, wurde die Sache in den „Consiglio dei Pregadi“ [Senat] aufgenommen und entschieden nach Morea zu fahren, um sie zu registrieren und in Sold zu nehmen. […]“[27]

Die Kompanien wurden von Sippenmitgliedern geführt, deren Namen sich vom 15. bis zum 16. Jahrhundert wiederholten. Unter ihnen zu nennen sind die albanischen Familiennamen, wie Bua, Busicchio, Manes und die griechischen Familiennamen, wie Ralli, Clada e Paleologo.[28] Es entstanden regelrechte Dynastien, jede mit seinem eigenen erblichen Treuesystem. In einigen von ihnen ist zu beobachten, dass die Anführer und die meisten Soldaten den gleichen Nachnamen trugen und die Führung vom Vater auf den Sohn überging.[29]

Die Familienkontinuität der Anführer entstand auch durch die Politik der Republik Venedig, die systematisch die Konsolidierung der „erblichen Treue“ durch Gewährung von Renten an Witwen und Waisen förderte.[30] Die Republik Venedig verlieh an die Stratiotenanführer niemals Adelstitel oder Lehen, im Gegensatz zu denen, die vom Königreich Neapel angeworben wurden. Die höchste Auszeichnung an die Verdienstvollsten wurde der ehrenamtliche Titel „Ritter von San Marco“ verliehen, der nicht zu einem echten Ritterorden gehörte.[31] Wie Marino Sanudo in seinen Tagebüchern schrieb, erhielten 1483 einige dieser Stradiotenführer diesen Titel: „[…] Die Stratioten wurden entlassen und mit unseren [venezianischen] Schiffen nach Morea geschickt, wo sie an Land gebracht wurden. 50 von diesen Anführern wurden von unserem Fürsten zu Rittern von San Marco ernannt. Sie erhielten das Ordenszeichen und das, im Falle unseres Bedürfnisses, sie zum Zurückkehren zu bewegen. Sie bedankten sich sehr und boten an, auch andere kommen zu lassen, wenn unsere Signoria sie bräuchten. […]“[32]

Diese dynastischen Stammesoberhäupter der Stratioten unterstanden jedoch einem oder mehrerer „Provveditori agli stradioti“ (Vorgesetzte der Stratioten). Dies waren die einzigen Patrizier, die offiziell von der Republik Venedig mit einem Amt, dem des Kommandanten der Truppen der „Terraferma“ betraut wurden.[33]

Aussehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Quellen, die das Aussehen der Stratioten beschreiben, stimmen im Allgemeinen überein. Sie trugen lange Bärte nach balkanischer Art oft in zwei Spitzen geteilt und lange Haare in Zöpfen geflochten, was den Stratioten bei den Schweizern vielleicht den Spitznamen „Teufelskopf“ einbrachte.[34]

Der französische Chronist Jean Molinet beschreibt die Stradioten folgendermaßen: „Die Stradioten im venezianischen Heere sehen sehr fremdartig aus, sie tragen lange Bärte.“[35]

Eine interessante Beschreibung von ihrem Aussehen bietet uns Jacopo Melza, Notar aus Brescia, der die Stradioten zur Zeit des Krieges von Ferrara (1482—83) sah: „Leute zum Teil Albaner zum Teil Griechen und einige Osmanen, die mit ihren Bärten, die sich unter den Lippen des Mundes auf dem Kinn und unter der Nase über den Lippen des Mundes gabelförmig teilen, sehr schlecht aussehen.“[34]

Ausrüstung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ohrendolch
Félix Philippoteaux (um 1850): Stradiot im 16. Jahrhundert
Stradiot mit charakteristischem Hut mit langem Büschel

Als leichte Kavallerie trugen die Stratioten als Kampfgewand eine Mischung aus orientalischer und byzantinischer Tracht ohne Turban, ein Cape und einen kleinen Hut oder einen leichten Helm. Ihre Waffen waren eine bis zu 4 m lange, an beiden Enden mit Eisen beschlagene Wurflanze, lange gebogene osmanische Säbel (Kilidsch), Schlegel, Ohrendolche[3] und später auch Gewehre oder Pistolen.[36]

Die albanischen und dalmatinischen Stradioten (Chevaulegers), die bis zum 17. Jahrhundert im Dienst der Republik Venedig standen, wurden wegen ihrer charakteristischen spitzen Kopfbedeckung auch Cappelletti (Sing. Cappelletto) bezeichnet.[37] Dieser Hut war innen mit mehreren zusammengeklebten Papierblättern verstärkt, die eine überraschende Widerstandsfähigkeit gewährleisteten.[38]

Coriolano Cippico berichtete, dass die Stratioten von Natur aus sehr räuberisch und eher für Überfälle als für Kämpfe geeignet waren. Sie waren mit Schild, Schwert und Speer ausgestattet, wenige mit einem Brustharnisch; andere trugen einen mit Baumwolle wattierten langen Soldatenrock, der sie vor den Hieben des Feindes schützte. Tapferer als alle anderen seien die von Nafplio gewesen.[4]

Nach Jean Molinet waren die Stratioten ohne Rüstung und ohne Fussbekleidung und führten einen Schild in der einen und eine Halblanze in der andern Hand.[35] Ein flatterndes Fähnchen am oberen Ende der Lanze diente ihnen als Feldzeichen.[39]

Nach Philippe de Commynes ging es bei den Stratioten um ungehobelte Leute, die wie die Janitscharen bekleidet waren: „zu Fuß und zu Pferd wie die Türken außer dem Kopf, wo sie nicht das Tuch tragen, das Turban genannt wird“.[12]

Jacopo Melza berichtete zur Zeit des Krieges von Ferrara, dass die Stratioten nicht wie die anderen Soldaten bekleidet waren, sondern nach ihrer Mode nur mit einem langen wattierten Gewand. Mit ihren Pferde, die mit kurzen Steigbügeln ausgerüstet waren, ritten sie ohne Haltung über Land. Jeder Stratiot hatte ein Krummschwert nach osmanischer Art.[34]

Laut dem Flugblatt des deutschen Buchdruckers Hans Guldenmund trugen die Stratioten lange Reitermäntel ohne Ärmel, eine zylinderähnliche Kopfbedeckung und waren mit kleinen runden Lederschilden, leichten Lanzen oder zweispitzigen Speeren sowie möglicherweise auch mit Bogen oder Armbrust ausgestattet.[40] Unter den Reitermänteln trugen sie am Gürtel befestigt einen Dolch, was beim Nahkampf einige Unannehmlichkeiten verursachen konnte.[41]

Sanudo berichtete, dass die Stradioten Griechen waren und Soldatenröcke aus Baumwollgarn, die auf ihre Art und Weise genäht waren und Hüte trugen, mehrere auch Leibbinden. Die Stradioten wurden als abgehärtete Leute beschrieben, die das ganze Jahr über mit ihren großen türkischen Pferden im Freien schliefen.[35] Die Pferde waren für harte Arbeit geeignet und waren an hohe Geschwindigkeit gewöhnt.[11] Die Stratioten blieben permanent auf ihren Pferden, die kein Heu fraßen wie die italienischen. Als Waffen trugen sie in der Hand eine Lanze und einen Streitkolben und an ihrer Seite ein Schwert.[42]

Die Stratioten übernahmen mit der Zeit westliche Waffen und Gewänder je länger sie in Westeuropa und in den venezianischen Territorien des Balkans und der Levante in Dienst waren.[3] In den italienischen Kriegen (1494 –1559) verstärkte sich der Einsatz von Rüstungen und Helmen und die Bedeutung des Schildes verlor zunehmend an Bedeutung.[38] In Frankreich behielten die Stratiotenkompanien, die unter Ludwig XII. Ende des 15. Jahrhunderts dienten, ihre traditionelle Bewaffnung. Bis zur Zeit Heinrichs III. (1574 -1589) passten sie sich den königlichen Vorschriften an, die zu einem besseren Schutz des Körpers mit komplexeren und schwereren Rüstungen führte.[40]

Laut Sanudo aßen sie wenig und gaben sich mit allem zufrieden, Hauptsache ihren Pferden ging es gut.[42] Die besten Exemplare kosteten zwischen 100 und 200 Dukaten.[43] Die Stratioten züchteten diese Pferde selbst und, wenn das militärische Abenteuer vorbei war, kam es häufig vor, dass sie ihre Pferde für einen guten Preis an die italienischen Ritter verkauften. Sanudo beobachtete erstaunt, dass diese Stratioten wie ihre Pferde mit hoch erhobenem Haupt kämpften[44], während man in Europa die Pferde seit Jahrhunderten damit abrichtete, mit gesenktem Kopf zu kämpfen, damit sie dem Reiter während des Angriffs das geringste Hindernis boten. Außerdem verwendeten die Stratioten sehr kurze Steigbügel, um eine größere Beweglichkeit zu gewährleisten und Sättel für lange Ritte.[43]

Taktik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die lang anhaltende Kriegsführung gegen die Osmanen hatte den Stratioten eine Wildheit in der Schlacht und eine Fähigkeit gegeben, Härten zu ertragen, die von westlichen Truppen nicht erreicht wurden.[45] Die leichte Kavallerietaktik der Stratioten entsprach denen der osmanischen Sipahi und denen der Akıncı, die durch hohe taktische Beweglichkeit und Geschwindigkeit charakterisiert war. Zu nennen sind hier überfallartige Angriffe, Hinterhalte, Gegenangriffe, Landeszerstörung, Tötung der Feinde durch Köpfen und Scheinrückzüge, in der ein Rückzug simuliert wurde, um den Feind dazu zu bringen, die Heerscharen durcheinander zu bringen und in die Verfolgung der Stratioten zu stürzen; danach gruppierten sich die Stratioten wieder und griffen in einem Halbkreis von der Seite den Feind an.

Ein Beispiel dieser Taktiken wird von Sanudo beschrieben: „[…] Die Hüter von Lecce, die nicht bereit waren, zu gehorchen, schädigten uns [Venezianer], vor allem wurden 500 Stratioten dazu gezwungen, sich zu verstecken. Diese schickten 30 [Stratioten mit ihren] Pferden in die Nähe der Tore von Lecce. Bei diesem Anblick, kamen die Feinde [Leccesi] heraus und unsere [Stratioten] gaben vor zu flüchten und wurden daraufhin vor die Stadt verfolgt. Die Stratioten umzingelten sie verprügelten allesamt und ließen hinter sich Verwundete und Tote. […][46]

Die Stratioten wurden vom Königreich Neapel und vor allem von der Republik Venedig rekrutiert und waren von den westlichen Streitkräften der Zeit nicht bekannt.[3] Wenn sie einerseits gelobt wurden, dass sie tief in ein vom Feind besetztes Land eindrangen, wo Möglichkeiten für Beute nach Belieben durchführbar war, wurde andererseits ihr Verhalten kritisiert. Sie seien antichristlich, perfide, geborene Diebe, potentielle Verräter und so ungehorsam, dass sie für schädlicher wären als für den Feind.[30] In der Schlacht bei Fornovo (1495) erwiesen sie sich als Wilde, denn, wenn es um Plünderungen ging, verloren sie dabei ihren Verstand und vergaßen zu welchem Zweck sie rekrutiert worden waren.[47] (Siehe weiter unten: Republik Venedig)

Die Stratioten waren auch Meister in den Expeditionen, die im Hochgebirge durchgeführt wurden, was eine Seltenheit für ein Kavalleriekorps war. Sie wurden z. B. 1508 in der Schlacht von Cadore in der Nähe von Pieve di Cadore eingesetzt. Angesichts der unzugänglichen Bedingungen war die Bergwelt ein Gebiet, in dem die Soldaten bei der Bereitstellung ihrer offensiven Fähigkeiten erhebliche Schwierigkeiten hatten, die so den geschickteren und flinkeren Balkanrittern blieb. [48]

Grafik von Hans Guldenmund (um 1530): Stradiot; Österreichische Nationalbibliothek, Wien
Stratioten mit einem abgeschlagenen Kopf am Sattelknopf

Laut einer Grafik (siehe hier rechts) von Hans Guldenmund wird die spezielle Kampftaktik der schnellen Reiter vom Balkan beschrieben: „Abgebildet ist ein Stradiot; das sind besondere Kämpfer. Im Scharmützel reiten sie ungestüm heran. Flieht der Feind, verfolgen sie ihn heftig; hält er stand, wenden sie sich bald um und schießen viele Pfeile hinter sich. Dieses Volk kämpft nur eilig.“[49]

Pfeile schießende Stradioten erschienen jedenfalls im Jahr 1529 bei der Ersten Wiener Osmanenbelagerung vor den Toren Wiens, hier offenbar auf der Seite der osmanischen Aggressoren.

Die Stratioten machten keine Gefangene, sondern schlugen kurzerhand die Köpfe ihrer Feinde ab, für die sie entsprechend ihrer Gewohnheit einen Dukaten pro Kopf erhielten.[42] Die Köpfe der erschlagenen Feinde wurden gewöhnlich am Sattelknopf getragen (siehe hier links).[50]

Über die Taktik der Stratioten berichtete Jacopo Melza zur Zeit des Krieges von Ferrara (1483). Jeder Stratiot hatte ein Krummschwert nach osmanischer Art, das auf den ersten Hieb [den Kopf] abschnitt und, um dies zu erreichen, erhoben sie sich auf den kurzen Steigbügeln und mit einer kurzen Bewegung führten sie ihren Hieb aus, dann drehten sie um und flüchteten mit ihren Pferden.[34]

Ein interessantes Bild der extremen Mobilität und Geschwindigkeit der Stradioten gibt uns der italienische Historiker Francesco Guicciardini: „[…] Es ist bekannt, dass die Cappelletti [Stratioten] der Venezianer, die in mehrere Abteilungen unterteilt im ganzen Land zu finden sind, Tag und Nacht die Armee heimsuchen und zusammen mit den anderen durch Schikanen große Belästigung anrichten, sagte er (Maximilian I.) zu seinen [Soldaten] und fügte hinzu, sich vor den Cappelletti in Acht zu nehmen […], dass sie [Cappelletti] wie Gott überall zu finden seien.[…] [51]

Stratioten im Byzantinischen Reich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als in Kleinasien neue Verwaltungsbezirke, die Themen geschaffen wurden, bekamen deren Befehlshaber (Strategen) sämtliche militärische und zivile Machtbefugnisse für das jeweilige Gebiet übertragen. Innerhalb der Themen wurden Wehrbauern angesiedelt, die in Friedenszeiten ihr eigenes Land (Pronoia) bestellten und im Verteidigungsfall Heeresfolge zu leisten hatten. Sie dienten zum größten Teil als Fußsoldaten, einige aber auch bei der leichten Reiterei.

Das auf die Stratioten gestützte Heerwesen von Byzanz war vom 8. bis zum 10. Jahrhundert sehr erfolgreich. Zahlreiche weitere osmanische Angriffe auf das verbliebene Kerngebiet des Reiches (Kleinasien) konnten abgewiesen werden, und im 10. Jahrhundert ging Byzanz in die Offensive, bei der sowohl auf dem Balkan als auch im Osten große Gebiete zurückerobert werden konnten.

Die Schaffung des neuen griechischen Heeres aus einheimischen Wehrbauern hatte zwei entscheidende Vorteile: Zum einen waren die Stratioten billiger als Söldner, weil ihre Entlohnung zum großen Teil aus den ihnen übertragen Bauerngütern bestand, für die sie in Friedenszeiten auch noch Steuern zahlten. Zum anderen waren sie hoch motiviert und neigten kaum zum Desertieren, weil sie ihre eigene Heimat verteidigten. Hinzu kam, dass sie anders als kurzfristig angeworbene Söldner im Frieden regelmäßig zu Übungen einberufen werden konnten.

Die Themenverfassung und mit ihr der Stand der Stratioten verfielen im 11. und 12. Jahrhundert, als der byzantinische Adel wieder mehr Einfluss auf die Reichsverwaltung bekam und sich dabei viele Stratiotengüter aneignen konnte.

Stratioten in Europäischen Ländern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urs Graf der Ältere (um 1513): Stradioten

Mit dem Vormarsch der Osmanen in Richtung Nordwesten zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert bildete sich im Mittelmeer eine Allianz zwischen den albanischen Fürstentümern, der Republik Venedig, den italienischen Herren und den Königen von Neapel und Sizilien, denen sich bei verschiedenen Anlässen Spanien, Frankreich, das römische Papsttum, die osteuropäischen Länder und der afrikanische Mittelmeerraum anschlossen. Diese Allianz setzte sich dann später in den italienischen Kriegen des 16. Jahrhunderts fort. In diesem politisch-sozialen Zustand wurden besonders geschickte Söldnerarmeen benötigt und die Stratioten mit ihren albanischen Kapitänen aus „guten Familien“ bildeten eine leistungsfähige, hoch ausgebildete Kavallerie.[52]

Während der vier Jahrhunderte der osmanischen Herrschaft auf dem Balkan fanden viele christliche Stratioten bei den umliegenden christlichen Mächten Schutz und dienten in deren Streitkräften. Griechische und christliche albanische Truppen dienten der Republik Venedig und den spanischen Herrschern auf dem Balkan und in Italien.

Während den Osmanisch-Venezianischen Kriegen des 15. Jahrhunderts fanden eine große Anzahl von Stratioten, die den letzten christlichen Staaten auf dem Balkan gedient hatten, Beschäftigung in den venezianischen Besitztümern in Griechenland und nach 1534 in Dalmatien. Venedig förderte mit Privilegien auch die Ansiedlung von Stratiotenfamilien in ihren Besitzungen. 1485 bot Venedig einer Stratiotenkompanie unbebaute Ländereien auf Zakynthos an.

Die albanischen Chevaulegers wurden zu einem Standardbestandteil der Streitkräfte fast überall in Italien und auch in anderen Armeen. Während der Schlacht von Avetrana in Apulien am 19. April 1528 kämpften vom unter spanischer Herrschaft stehenden Königreich Neapel rekrutierte albanische Stradioten gegen die von der Republik Venedig angeheuerten griechisch-albanischen Stradioten. Man könnte sagen, dass sich in einem Großteil Europas infolge von Skanderbegs langjährigem Kampf gegen die Osmanen sein eigener Ruf als Held des Christentums und die Nachkommen seiner Kavallerie ausgebreitet hatten.[53]

Als die Stratioteneinheiten erblich wurden und die militärischen Fähigkeiten dieser älteren Stradiotenkompanien sanken, schwand Ende des 16. Jahrhunderts die Anzahl dieser Kompanien, die in italienischen und anderen westlichen Armeen beschäftigt waren. Sie wurden durch die Schaffung leichter Kavallerieformationen, die sich an die Tradition der Stratioten anlehnten, in vielen europäischen Armeen ersetzt. Diese Trendumkehr wurde auch durch die wissenschaftlich-militärische Revolution bestimmt, die die europäischen Armeen in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts umstrukturierte und neu gestaltete, was die Taktik der griechisch-albanischen Stratioten obsolet machte. Die neuen Einheiten, die aus einheimischen oder verschiedenen ethnischen Gruppen bestanden, fügten ihrer Rüstung auch Schusswaffen hinzu, so dass die Erwähnung von Stratioten, Albanern, Griechen usw. immer seltener wurde.[3]

Im 17. und 18. Jahrhundert entstanden neue militärische Organisationen, die die Tradition der Balkanlegionen in Venedig und Neapel verlängerten. Die zwei größten Fremdenregimenter, bestehend aus Balkantruppen waren das venezianische Reggimento Cimarrioto und das Reggimento Real Macedone (leichte Balkaninfanterie) von Neapel. Während das Reggimento Cimarrioto von den Venezianern während des Fünften (1645–69) und des Sechsten Osmanisch–Venezianischen Krieges (1684–99) (Moreakrieg) organisiert wurde, wurde das Reggimento Real Macedone kurz nach der Gründung des unabhängigen Königreichs Neapel (1734) unter dem spanischen Karl III. gebildet.[54]

Republik Venedig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Republik Venedig um 1500 einschließlich kurzzeitiger Besitzungen, dazu die Haupthandelswege
Das venezianische Albanien zur Zeit seiner größten Ausdehnung 1448
Lage der Inselgruppe Ionische Inseln

Im Laufe des 15. Jahrhunderts dienten die Stratioten in den Armeen von Venedig, Mailand, Genua, Frankreich, England und dem Heiligen Römischen Reich.

Die Organisation des venezianischen Heeres basierte sich hauptsächlich auf die einzelnen Stratiotenkapitäne und dem Staat. Im Laufe der Zeit änderte sich die Art der vertraglichen Beziehung. Die Dauer der Verträge wurden länger und umfasste sowohl Kriegs- als auch Friedensdienst. Die Mehrheit der Feldherren passte sich dem ständigen Dienst an und die Erneuerung ihrer Verträge wurde zu einer Formalität.[55]

In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde die Bezahlung auf etwa sieben oder acht Dukaten pro Lanze standardisiert und die Bezahlung wurde auf zehnmal pro Jahr festgelegt, so dass die Höhe des Entgelts häufig mit 70 oder 80 Dukaten pro Jahr angegeben wurde. Die Infanterie erhielt zwei bis zweieinhalb Dukaten pro Mann und Monat und Stratioten 4 Dukaten pro Monat plus zwei Säcke Mais. In den 1490er Jahren wurde der Standardlohnsatz auf 100 Dukaten pro Lanze pro Jahr erhöht. Dabei muss berücksichtigt werden, dass eine Lanze von vier auf fünf Mann erhöht wurde.[56]

Während den Kriegskampagnen schliefen die Stratioten entweder im Freien oder wurden bei der Zivilbevölkerung einquartiert, was zu Reibereien führte, so dass jeden Abend eine spezielle Truppe damit beschäftigt war, neue Unterkünfte anzuweisen. In Friedenszeiten war die Armee in permanenten Unterkünften in den Gebieten von Brescia, Verona, Vicenza und Trevignano oder an den Grenzzonen Ravenna, Crema, Bergamo und Gradisca d’Isonzo untergebracht. Es gab keine Kasernen für Truppen, so dass die Stratioten in den Städten innerhalb den befestigten Anlagen Häuser mieteten, wo sie ihre mitgebrachten Familien unterbrachten.[57] Die Stratioten schätzten auch das ihnen gewährte Recht, ihre Religion, den byzantinischen Ritus, sei er orthodox oder uniert, ausüben zu dürfen und waren maßgeblich an der Gründung der griechisch-byzantinischen Kirchen in Venedig, Neapel und den Städten Dalmatiens beteiligt.[3]

Mpires schätzt, dass die Zahl der albanischen und griechischen Stradioten, die sich in den venezianischen Gebieten und in Italien niederließen, 4500 Männer erreichte, zusammen mit ihren Familien zählten sie etwa 15500. Wenn man diejenigen einbezieht, die sich in Süditalien und Sizilien niedergelassen haben, erreichen die Zahlen etwa 25.000.[3] (Siehe: Arbëresh)

Als ihre „Kunden“ anfingen, einheimische leichte Kavallerie-Einheiten, wie die späteren Husaren und Dragoner zu bilden, beschränkten sich die Beschäftigungsmöglichkeiten der Stratioten auf die venezianischen Besitzungen auf dem Peloponnes (Koroni, Methoni, Nafplio und Monemvasia), auf den Ionischen Inseln (Kefalonia, Korfu, Kythira, Zakynthos, Kreta und Zypern).[3]

Erster Osmanisch–Venezianischer Krieg (1463–79)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Coriolano Cippico, der an der Seite des Generalhauptmanns Pietro Mocenigo von 1470 bis 1474 am Ersten Osmanisch–Venezianischen Krieg (1463–79) beteiligt war, berichtete von den Stratioten, dass sie großzügige Männer waren, die für jedes große Unternehmen bereit waren. Mit Überfällen hatten sie den zu den Osmanen gehörenden Teil von Morea so sehr zerstört, dass er fast wie ausgestorben dalag.[4]

Krieg von Ferrara (1482–1484)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als mutige und für jede Gefahr gerüstete Krieger wurden die Statioten von den Venezianern in den 1480er Jahren im Krieg von Ferrara (1482–1484) in der „Terraferma“ eingeführt.[11] Nach Sanudo lief am 22. April [1482] das erste Arsil (Schiff ohne Mast und Takelage) mit 107 Stratioten aus Koroni unter Alegreto aus Budva den Lido von Venedig an. Als die Stratioten von Bord gingen paradierten sie in ihrer gewohnten Weise. Die anwesende Menschenmenge staunte über die Geschwindigkeit der Pferde und das Geschick der Reiter.[42] Am 12. März [1484] legte im Hafen von Venedig ein Arsil mit 98 Stradioten und ihren barbarischen Pferden aus Nafpaktos an. Am 22. März erreichte ein weiteres Arsil mit 112 Stradioten und ihren Pferden aus Methoni den Hafen von Venedig. Jeden Tag kam ein weiteres Arsil an bis es zum Schluss acht Arsile mit 1000 Stratioten und ihren Pferden waren.[11]

„Die Stratioten schickten einen Gnadenakt an die venezianische Signoria“, denn sie wollten keine Provision, wie es unter den Soldaten üblich war, sondern verlangten entsprechend ihrer Gewohnheit zwei Dukaten für jeden lebenden „Kopf“ und einen für jeden toten. Außerdem verlangten sie aufgrund ihrer Sitten einen adligen einheimischen Kommandanten und keinen ausländischen (albanischen), wie das sonst üblich war. Die Bezahlung der Stratioten war mindestens bis 1519 niedriger als die von westlichen Söldnern (Italiener, Schweizer, Deutsche oder andere).[11]

Schlacht bei Fornovo (1495)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schlacht bei Fornovo

In der Schlacht bei Fornovo (1495) vergaßen die Stratioten ihre Pflicht und plünderten 35 Packpferde des französischen Trosses, eine Kriegsbeute mit einem Schätzungswert von mindestens 100000 Dukaten, die in die Hände der Venezianer fiel. Das Plündergut enthielt das Schwert und den Helm des französischen Königs Karl VIII., zwei Royal Standards, mehrere königliche Pavillons (Zelte), das Gebetbuch des Königs, Reliquien, kostbare Armaturen und Gegenstände der königlichen Kapelle. Alessandro Benedetti, ein venezianischer Arzt, der in der Armee der Heiligen Liga diente, berichtete, dass er in der Beute ein Album voller Porträts der Mätressen sah, denen Karl in den verschiedenen Städten Italiens seine Zuneigung erwiesen hatte.[58] Nachdem sich die disziplinlosen Stratioten bei der Plünderung entsprechend befriedigt hatten, zogen sie es vor, sich nicht weiter an der mittlerweile recht blutigen Schlacht zu beteiligen. Da die verbliebenen Venezianer nicht nachstoßen und damit eine Entscheidung herbeiführen konnten, gelang den restlichen Truppen Karls VIII. ein glücklicher Rückzug über die Alpen. Die Venezianer und ihre Verbündeten hatten die Franzosen vorübergehend los und die reiche Beute diente der venezianischen Signoria als Vorwand auf einen Siegesanspruch, in dem sie ihrem Militärkommandeur Gianfrancesco II. Gonzaga einen triumphalen Einzug und eine herrliche Belohnung versprach.

Dennoch überzeugten die Stratioten in den folgenden Kampagnen die Venezianer und ihre Gegner mit ihrer Taktik von überfallartigen Angriffen, Scheinrückzügen und Gegenangriffen, welche die gegnerischen Kräfte dazu verleiteten, weiterzumachen. Die feindlichen Streitkräfte verloren ihre Aufstellung und wurden immer anfälliger für die Stradiotenangriffe, so dass die Gegner ihre Infanterie mit Arkebuse oder Artillerie zur Verteidigung gegen die Stratioten einsetzen mussten.[45]

Osmanisch-venezianische Kriege (16.–18. Jahrhundert)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vinkhuijzen collection: Republik Venedig, Stratiot 1515-50

Noch in den osmanisch-venezianischen Kriegen des 16. und 17. Jahrhunderts waren die Stratioten ein wesentlicher Teil der Landstreitkräfte, die die Republik Venedig ins Feld führte.[3] Als die Republik Venedig im Dritten Osmanisch–Venezianischer Krieg (1537–40) Morea an die Osmanen verlor, wurde es für Venedig extrem schwierig, albanisch-griechische Stratioten ausfindig zu machen. Folglich erwarben die Cappelletti (Soldaten der leichten Kavallerie) und die „Überseetruppen“ bestehend aus Dalmatiner, Schiavoni, Morlaken und Çamen mehr Relevanz innerhalb der venezianischen militärischen Organisation.[8][59] Die wichtigsten Einsatzgebiete dieser Stratioten waren die venezianisch-osmanische Grenze in Istrien, im Friaul in Italien, die dalmatinische Küste (Herceg Novi, Šibenik, Split, Trogir, Kotor und Zadar)[36][3] und die Inseln im Ägäischen Meer. Letztere befanden sich in einem Gebiet, in dem bei feindlichen Gegenangriffen (vor allem von den Osmanen) ein schnelles Eingreifen möglich und entscheidend war.

Ionische Inseln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf den Ionischen Inseln setzten die Stratioten ihre Dienste bis ins 18. Jahrhundert fort. Diese Stratioten waren Nachkommen von Flüchtlingen aus den verlorengegangenen venezianischen Besitzungen auf dem Festland, die sich im 15. und 16. Jahrhundert auf den Inseln niedergelassen hatten. Sie erhielten Land und Privilegien, dienten als Kavallerie und beteiligten sich während des 17. Jahrhunderts an den osmanisch-venezianischen Kriegen. Schließlich wurden diese Einheiten ein erblicher Rang. Einige der Stratioten oder ihre Nachkommen wurden mit der Zeit Mitglieder des ionischen Adels, während andere der Landwirtschaft und anderen Beschäftigungen nachgingen.

Im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert sahen sich die venezianischen Behörden gezwungen, die Stratiotenkompanien neu zu organisieren. Auf Zakynthos zum Beispiel reduzierten sie ihre Zahl und Privilegien infolge Abwesenheit und Indisziplin. Die Stratiotenkompanien von Korfu existierten bis zum Ende der venezianischen Herrschaft und der französischen Besetzung im Jahr 1797.[3]

Königreich Neapel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Königreich Neapel war unter den spanischen Aragoniern und Habsburgern und den französischen Bourbonen ein weiteres Zentrum der militärischen Aktivität und Kolonisation für Balkanvölker.[54]

Calabria Ulteriore in Süditalien

Nachdem der „tapfere“ christliche albanische Stratiotenkapitän der Epiroten Demetrio Reres und seine Söhne Giorgio und Basilio mit ihren Truppen 1444–1445 dem aragonesischen König von Neapel, Alfons I. (1442–1458), ihre militärischen Dienstleistungen zur Verfügung gestellt hatten, wurde zur Sicherung des Landes eine Garnison von albanischen Stratioten in Calabria Ulteriore und in Sizilien gelassen.[60] Außerdem zogen es viele Soldaten wegen dem osmanischen Druck in Albanien vor, in Süditalien zu bleiben. Ihnen folgten verschiedene Gruppen aus der Heimat nach. In Kalabrien und Sizilien erhielten sie Land und gründeten neue Orte oder besiedelten verlassene Orte neu.[54] Das waren in der Provinz Catanzaro die Arbëresh-Orte Amato, Andali, Arietta (Fraktion von Petronà), Caraffa di Catanzaro, Casalnuovo, Gizzeria, Marcedusa, Vena di Maida (Fraktion von Maida), Zangarona und Zagarise, in der Provinz Crotone Belvedere di Spinello, Carfizzi, Casabona, Pallagorio, San Nicola dell'Alto und Zinga (Fraktion von Casabona) sowie in der Provinz Cosenza Curinga. In Sizilien wurde Contessa (das heutige Contessa Entellina) gegründet.[61][62][63] (Siehe auch: Die zweite Migrationswelle der Arbëresh (1416–1448))

Neapolitanische Provinzen um 1454

Auch unter König Ferdinand I. (1458–1494) aus dem spanischen Haus Aragon kam es von 1460 bis1462 zum Einsatz von albanischen Stratioten gegen den Aufstand der lokalen Barone (1459–1462) in Apulien (Terra di Bari und Terra d'Otranto), bei dem der albanische Fürst und Militärkommandeur Georg Kastriota, genannt Skanderbeg, mit seinen Truppen selbst beteiligt war.[64] Nach der Schlacht wurde zur Verteidigung eventueller Rebelleneinfälle eine Garnison von albanischen Stratioten zurückgelassen. Auch bei dieser Gelegenheit kam es zur Gründung neuer Orte oder zur Wiederbesiedlung verlassener Orte. (Siehe auch: Die dritte Mirgartionswelle der Arbëresh (1461–1468))

Der spanische König Ferdinand II. (1495-1496) benutzte die Elite-Kavallerie der Stratioten als Privatgarde und zur Verteidigung der Stadt Neapels gegen die von den Franzosen angeheuerten albanischen Stratioten, die im Königreich Neapel kämpften.[65]

Unter dem spanischen König Ferdinand II. von Aragonien (1504-1516) wurde der große Kapitän Gonzalo Fernández de Córdoba y Aguilar nach Süditalien entsandt, um das Königreich Neapel gegen die französische Invasion zu unterstützen. In Kalabrien hatte Gonzalo 200 griechische Stratioten, sehr auserwählte Reiter und 500 italienische Bauern zur Verfügung.[66]

Die Region Çamëria innerhalb Albaniens und Griechenlands

Zwischen 1532 und 1534 siedelten sich viele griechisch-albanische Stradioten und ihre Familien aus Maina, Methoni, Nafplio und Patras auf dem Peloponnes in den Ländern des Königreichs Neapel an, wo sie von den lokalen Feudalherren in dünn besiedelten Gegenden Land und das Bürgerrecht erhielten. Die meisten dieser Siedlungen erhielten sowohl militärische Privilegien als auch Pflichten. Diese Konventionen verfielen allerdings im Laufe des 18. Jahrhunderts.[54] (Siehe auch: Die vierte Migrationswelle der Arbëresh(1468–1506), Die vierte Migrationswelle der Arbëresh(1468–1506), Die fünfte Migrationswelle (1532–1534), Die sechste Migrationswelle (1647, 1680))

Die spanischen Habsburger rekrutierten auch im 16. und 17. Jahrhundert Statioten, die hauptsächlich in Neapel und in anderen Gegenden Italiens eingesetzt wurden. Das wichtigste Rekrutierungsgebiet für diese Truppen war Çamëria im Epirus. Die Rekrutierung und Aufrechterhaltung von Stratiotentruppen wurde im Königreich Neapel bis Anfang des 18. Jahrhunderts fortgesetzt.[3]

In der Chiesa dei Santi Pietro e Paolo dei Greci Welt-Icon in Neapel befindet sich ein Grabstein aus dem Jahr 1608 mit der folgenden Inschrift:

„Qui riposano i due Capitani di una Compagnia,

ordinaria in questo regno,
di trecento cavalli, nominati Sdradioti,

concessa dalla Real Corona di Spagna alla casa dei detti Capitani Albanesi nell'anno 1608.“[67][Anm. 1]

Frankreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Französische Darstellung der Schlacht bei Fornovo 1495

Im Mittelalter gab Griechenland häufig leichte Reiter in französische Dienste, die unter dem Namen Estradiots und Argoulets bekannt waren. Die bekannteste Benennung war allerdings zu jener Zeit die der griechischen oder albanesischen Reiterei.[68] Sie kamen aus den venezianischen Besitzungen in Griechenland, aus Nafplio, Hauptstadt von Morea und zum Teil aus Albanien in der Nähe von Durrës.[68]

In der Schlacht bei Fornovo (1495) standen die französischen Truppen den grausamen und unermüdlichen Balkanreitern, den Stratioten, zum ersten Mal feindlich gegenüber. De Commynes berichtete: „Die Stradioten tödteten einen französischen Edelmann, Namens Leboeuf, schnitten ihm den Kopf ab, und brachten ihn triumphierend auf der Fähnleins-Spitze einer Lanze ihrem Provveditore [Vorgesetzter], um sich dafür einen Dukaten bezahlen zu lassen.“[68] Kurz nach der Rückkehr in die Heimat nahm König Karl VIII. 400 Stratioten in seinen Sold.[35] (Siehe oben: Republik Venedig)

Als Ludwig XII. im Jahre 1507 gegen die Genuesen zu Feld zog, warb er 2000 Stradioten an. Nachdem Ludwig die Stadt unterwarf, widmete der damals in Genua lebende französische Dichter Clément Marot den Stratioten einige Verse:

„Die Stradioten, die blasen so hell.

Sie führen die Klingen nie Kitter,.
Sie schwingen ihr Banner und reiten so schnell.

Als trüge sie das Gewitter!“.[69]

Während den Hugenottenkriegen (1562–1598) kämpfte die albanische Reiterei auf der Seite der Armee der Könige von Frankreich.[53]

Spanien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seitdem Spanien und Neapel in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts durch Karl V. mit dem Heiligen Römischen Reich verbunden waren, wurden Stratioten bald nicht nur in Italien, sondern auch in Deutschland und den Niederlanden für die spanischen Habsburger eingesetzt.

Unter denjenigen, die sich im habsburgischen Dienst auszeichneten und zu Rittern des Heiligen Römischen Reiches wurden, waren die Kapitäne Iakovos Diassorinos, Georgios Bastas, die Brüder Vasilikos und der gefürchtete Merkourios Bouas.[3]

Spanische Niederlande[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die spanische Armee in Flandern hatte in den 1570er Jahre mit Speeren bewaffnete albanische Stratioten und 1576 gab es albanische Soldaten in Brüssel.[53]

England[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch in England unter Heinrich VIII. wurden während den Anglo-Schottischen Kriegen (1514–1541)[70] und der Belagerung von Boulogne (1544) Einheiten von griechisch-albanischen Stratioten[53] unter den griechischen Kapitänen Thomas Buas von Argos, Theodore (oder Theodoros) Luchisi und Antonios Stesinos eingesetzt. Ersterer wurde Oberst und Kommandeur der in Garnison liegenden 550 Stratioten[65] im damaligen englischen Calais.[71]

Heiliges Römisches Reich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Raciani, Stradioti, Huni als leichte Kavallerie unter den vielen Kriegsvölkern (Böhmen, Mailänder, Schweizer etc.), die Kaiser Maximilian I. zur Heerfolge verpflichtet sah

Im Krieg des Heiligen Römischen Reiches gegen die Republik Venedig erlitten die kaiserlichen Truppen unter Paul Sixt I. von Trautson am 2. März 1508 in der Schlacht bei Cadore eine schwere Niederlage. Die auf der Seite Venedigs kämpfenden Stradioten, eine schnelle und besonders gefürchtete Truppe leichter Reiter, köpften viele der kaiserlichen Truppen, wofür sie Kopfgeld erhielten, für jeden Kopf einen Dukaten.[3] Nach diesem Erlebnis warb auch Kaiser Maximilian I. Söldner an.[72] Gesucht wurden wegen ihrer besonderen Tüchtigkeit neben den deutschen Landsknechten, Söldner aus dem Königreich Böhmen, aber auch 400 griechisch-albanische Stratioten.[30] Der Kaiser schätzte die Stratioten und hielt sie sogar vereinzelt in seiner Garde.[15]

Als Kaiserin Maria Theresia nach dem Tod ihres Vaters Karls VI ihre westlichen Länder im Österreichischen Erbfolgekrieg gegen Preußen und Frankreich im Krieg verteidigen musste, setzte sie albanische Stratioten ein.[73]

Nennenswerte Stratiotenkapitäne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mercurio Bua (* 1478 in Nafplio, † 1542 in Treviso); erhielt Titel von den spanischen Habsburgern, Venezianern und Franzosen[3]
  • Krokodeilos Kladas (1425–1490)
  • Lazzaro Mattes (oder Lazaro Mathes)
  • Graitzas Palaiologos (1429–1492) aus der Familie der Palaiologen
  • Costantino Paleologos, Manoli Paleologo.[74]
  • Demetrio Reres (15. Jahrhundert), Kapitän der Stradioten und Gouverneur des besiegten Gebiets, die Provinz Calabria Ulteriore (1448)[75][76] und seine Söhne[76]
  • Giorgio und Basilio Reres, Kapitäne (1448)
  • Matthäus Spandounes (oder Spadugnino), ein Stradiot, dessen Heldentaten ihm den Titel „Graf und Ritter des Heiligen Römischen Reiches“ brachten.[77]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Babinger: Albanischen Stradioten im Dienst Venedigs im ausgehenden Mittelalter. In: Studia Albanica. Band 1. Academy of Sciences of Albania, Tirana 1964, S. 162–182.
  • Coriolano Cippico: Della guerre de' Veneziani nell' Asia dal 1470 al 1473. Carlo Palese, Venedig 1796 (italienisch, Online-Version in der Google-Buchsuche).
  • Andrea Gramaticopolo: Stradioti: alba, fortuna e tramonto dei mercenari greco-albanesi al servizio della Serenissima. Soldiershop, 2016 (italienisch, Online-Version (Vorschau) in der Google-Buchsuche).
  • John F. Haldon: State, army and society in Byzantium. Approaches to military, social and administrative history, 6th - 12th centuries. Aldershot 1995, ISBN 0-86078-497-5.
  • M. E. Mallett, J. R. Hale: The military organization of a Renaissance state. Venice c. 1400 to 1617. Cambridge University Press, Cambridge 1984, ISBN 0-521-24842-6 (englisch, Online-Version (Vorschau) in der Google-Buchsuche).
  • Raphael und Benjamin Herder: Stradioten. In: Herders Conversations-Lexikon. Band 5. Freiburg im Breisgau 1857, S. 349 (zeno.org [abgerufen am 5. November 2017]).
  • Charles Oman: The History of the Art of War in the Sixteenth Century. E. P. Dutton, New York 1937 (englisch).
  • Nicholas C. Pappas: Balkan foreign legions in eighteenth-century Italy: The Reggimento Real Macedone and its successors. Columbia University Press, New York 1981 (englisch, macedonia.kroraina.com [PDF; abgerufen am 4. November 2017]).
  • Heinrich August Pierer: Stradioten. In: Pierer's Universal-Lexikon. Band 16. Altenburg 1863, S. 886 (zeno.org [abgerufen am 5. November 2017]).
  • Marino Sanuto: Commentarii della guerra di Ferrara tra Li Viniziani ed il duca Erdole d'Este. Giuseppe Picotti, Venedig 1829 (italienisch, Online-Version in der Google-Buchsuche).
  • Marino Sanuto: La spedizione di Carlo VIII in Italia. Marco Visentini, Venedig 1883, S. 313–314 (italienisch, archive.org).
  • Nikos G. Svoronos: Les novelles des empereurs macédoniens concernant la terre et les stratiotes. Athen 1994 (Quellensammlung zum Landrecht und den Stratioten zur Zeit der makedonischen Dynastie).
  • Warren T. Treadgold: Byzantium and its army. 284-1081. Stanford (CA) 1995, ISBN 0-8047-2420-2.

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hier ruhen die zwei Kapitäne einer ordinären Kompanie von 300 Pferden des Königreiches, Stratioten genannt, gewährt den Familien der genannten albanischen Kapitäne von der königlichen Krone von Spanien im Jahr 1608.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stratioti – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Louis Tardivel: Répertoire des emprunts du français aux langues étrangères. Septentrion, Québec 1991, ISBN 2-921114-51-8, S. 134 (französisch, Online-Version (Vorschau) in der Google-Buchsuche).
  2. Wilhelm Pape: στρατιώτης. In: Handwörterbuch der griechischen Sprache. Band 2. Braunschweig 1914, S. 952 (zeno.org [abgerufen am 3. November 2017]).
  3. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t Nicholas C. J. Pappas: Stradioti: Balkan mercenaries in fifteenth and sixteenth century Italy. In: De.scribd.com. Sam Houston State University; abgerufen am 6. November 2017 (italienisch).
  4. a b c Coriolano Cippico, S. X
  5. Paolo Petta: Stradioti. Soldati albanesi in Italia (sec. XV-XIX). Argo, Lecce 1996, ISBN 88-86211-86-4, S. 43 (italienisch).
  6. Stradioti. Abgerufen am 5. Oktober 2017 (italienisch).
  7. Kostas Mpires: Οι Αρβανίτες, Οι Δωριέων του Νεώτερου Ελληνισμού. Athen 1960, S. 191–192 (griechisch).
  8. a b Paolo Petta, S. 42.
  9. Paolo Petta, S. 41
  10. a b Lucia Nadin: Migrazioni e integrazioni: Il caso degli albanesi a Venezia (1479–1552). Bulzoni, Rom 2008, ISBN 978-88-7870-340-7, S. 59 (italienisch).}
  11. a b c d e Marino Sanuto: Commentarii della Guerra di Ferrara tra li Viniziani ed il Duca Ercole d’Este nel 1482. Giuseppe Piccotti, Venedig 1829, S. 114 (italienisch, Online-Version in der Google-Buchsuche).
  12. a b Filippo Di Comines: Delle Mémorie Di Filippo Di Comines, Caualiero, & Signore d'Argentone. VIII. Bertani, Venedig 1640, S. 271 f. (italienisch, Online-Version in der Google-Buchsuche).
  13. Andrea Gramaticopolo, S. 28.
  14. a b Fernand Braudel: The Mediterranean and the Mediterranean World in the Age of Philip II. Band 1. University of California Press, Berkeley 1996, ISBN 978-0-520-20308-2, S. 48 (englisch, Online-Version (Vorschau) in der Google-Buchsuche).
  15. a b Hermann Wiesflecker: Österreich im Zeitalter Maximilians I.: die Vereinigung der Länder zum frühmodernen Staat: der Aufstieg zur Weltmacht. Verlag für Geschichte und Politik, Wien 1999, ISBN 3-7028-0363-7, S. 270.
  16. Piero Del Negro: Guerra ed eserciti da Machiavelli a Napoleone. Editore Laterza, 2012, S. 3 (italienisch, Online-Vorschau in der Google-Buchsuche).
  17. Angiolo Lenci: Il leone, l'aquila e la gatta: Venezia e la Lega di Cambrai: guerra e fortificazioni dalla battiglia di Agnadello all'assedio di Padova del 1509. Il Poligrafo, Padua 2002, S. 30 (italienisch).
  18. Piero Del Negro, S. 6.
  19. Angiolo Lenci, S.36
  20. Francesco Tajani: Le istorie albanesi. Tipi dei Fratelli Jovane, Palermo 1886, S. 47 (italienisch, archive.org, Capo III., 2.).
  21. Demetrio Reres. In: treccani.it. Abgerufen am 5. November 2017 (italienisch).
  22. Albanesi d’Italia. In: treccani.it. Abgerufen am 5. November 2017 (italienisch).
  23. Alfredo Frega: Scanderbeg eroe anche in terra di Puglia. In: arbitalia.it. Abgerufen am 2. Dezember 2017 (italienisch).
  24. Jann Tibbetts: 50 Great Military Leaders of All Time. Alpha Editions, New Delhi 2016, ISBN 978-93-8550566-9, S. 575 (englisch, Online-Version in der Google-Buchsuche).
  25. Skënder Anamali, Kristaq Prifti: Historia e popullit shqiptar në katër vëllime. Botimet Toena, Tirana 2002, S. 387 (albanisch).
  26. a b Paolo Petta, S. 70
  27. Commentarii della Guerra di Ferrara …, S. 51
  28. Paolo Petta, S. 85
  29. Paolo Petta, S. 66
  30. a b c M. E. Mallett, J. R. Hale, S. 376
  31. Paolo Petta, S. 67
  32. Commentarii della Guerra..., S. 148
  33. Paolo Petta, S. 64
  34. a b c d Paolo Petta, S. 46
  35. a b c d Eugène Fieffé: Geschichte der Fremd-Truppen im Dienste Frankreichs, von ihrer Entstehung bis auf unsere Tage … Deschler, München 1857, S. 78 (Online-Version in der Google-Buchsuche).
  36. a b Balkan foreign legions in eighteenth-century Italy, S. 35
  37. Cappelletti. Abgerufen am 5. Oktober 2017 (italienisch).
  38. a b Paolo Petta, S. 48
  39. Eugène Fieffé, S. 81.
  40. a b Paolo Petta, S. 49 f.
  41. Paolo Petta, S. 47
  42. a b c d Marino Sanuto: La spedizione di Carlo VIII in Italia. Tipografia del Commercio di Marco Visentini, Venedig 1883, S. 313 (italienisch, archive.org).
  43. a b Paolo Petta, S. 51
  44. Commentarii della Guerra..., S. 115
  45. a b Frederick Lewis Taylor: The Art of War in Italy, 1494-1529. Cambridge University Press, Cambridge 1921, S. 72 (englisch, archive.org).
  46. Commentarii della Guerra..., S. 152 f.
  47. Charles Oman: A History of the Art of War in the Sixteenth Century (Nachdruck von 1937). Greenhill Books, London 1999, ISBN 978-1-85367-384-9, S. 114 (englisch).
  48. Paolo Petta, S. 53
  49. Michael Bittl u.a.: Reflexbogen: Geschichte und Herstellung. Angelika Hörnig, Ludwigshafen 2009, ISBN 978-3-938921-12-8, S. 101 (Online-Vorschau in der Google-Buchsuche).
  50. Eugène Fieffé, S. XI
  51. Francesco Guicciardini: Istoria d’Italia. In: 6. Band 6. Classici Italiani, Mailand 1803, S. 285 (Online-Version in der Google-Buchsuche).
  52. Maria Gabriella Belgiorno de Stefano: Le comunità albanesi in Italia: libertà di lingua e di religione. Perugia 2015, S. 3 (italienisch, riviste.unimi.it [abgerufen am 3. November 2017]).
  53. a b c d Noel Malcolm: Agents of Empire: Knights, Corsairs, Jesuits and Spies in the Sixteenth Mediterranean World. Oxford University Press, 2015, ISBN 978-0-19-026278-5, S. 15 (englisch, Online-Version (Vorschau) in der Google-Buchsuche).}
  54. a b c d Balkan foreign legions in eighteenth-century Italy, S. 36
  55. M. E. Mallett, J. R. Hale, S. 101.
  56. M. E. Mallett, J. R. Hale, S. 126
  57. M. E. Mallett, J. R. Hale, S. 132.
  58. John Seargeant Cyprian Bridge: A History of France from the Death of Louis XI. Band 2. Oxford University Press, Oxford 1924, S. 263 (englisch, archive.org).}
  59. Ennio Concina: Le trionfanti armate venete: Le milizie della Serenissima dal XVI al XVIII secolo. Filippi Editore, Venedig 1971, S. 29–30 (italienisch).
  60. Attanasio Lehasca: Cenno storico dei servigi militari prestati nel regno delle due Sicilie dai greci epiroti albanesi e macedoni in epoche diverse. Korfu 1843, S. 9 (italienisch, archive.org).
  61. Vincenzo Dorsa: Su gli Albanesi: ricerche e pensieri. Tipografia Trani, Neapel 1847, S. 61 (italienisch, Online-Version in der Google-Buchsuche).
  62. Augusto Placanica: Storia della Calabria: dall’antichità ai giorni nostri. Donzelli Editore, Rom 1999, ISBN 88-7989-483-8, S. 180 (italienisch, books.google.it).
  63. Francesco Tajani: Le istorie albanesi. Tipi dei Fratelli Jovane, Palermo 1886, S. 437 (italienisch, archive.org, Capo III., 2.).
  64. Jann Tibbetts: 50 Great Military Leaders of All Time. Alpha Editions, New Delhi 2016, ISBN 978-93-8550566-9, S. 575 (englisch, Online-Version in der Google-Buchsuche).
  65. a b Wim Decock,; Jordan J. Ballor, Michael Germann, Laurent Waelkens: Law and religion: the legal teachings of the Protestant and Catholic Reformations. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2014, ISBN 978-3-647-55074-9, S. 222 (englisch, Online-Version in der Google-Buchsuche).
  66. Jerónimo Zurita, Guillermo Redondo Veintemillas, Carmen Morte García: Historia del rey don Hernando el Catholico: de las empresas y ligas de Italia. Institución Fernándo el Católico, Saragossa 1998, S. 3 (spanisch, ifc.dpz.es [PDF]).
  67. Attanasio Lehasca, S. 7
  68. a b c Eugène Fieffé, S. 77
  69. Eugène Fieffé, S. 79.
  70. Jonathan Harris: Shorter Notice. Greek Emigres in the West, 1400-1520. In: English Historical Review (2000). Abgerufen am 11. November 2017 (englisch).
  71. Gilbert John Millar: The Albanians: Sixteenth- Century Mercenaries Christians from the Ottoman Empire who served in European armies. In: History today. Band 26. London 1976, S. 470–472 (englisch).
  72. Jan-Dirk Müller,Hans-Joachim Ziegeler: Maximilians Ruhmeswerk: Künste und Wissenschaften im Umkreis Kaiser. De Gruyter, 2015, ISBN 978-3-11-034403-5, S. 354.
  73. Michael Howard: Der Krieg in der europäischen Geschichte: vom Mittelalter bis zu den neuen Kriegen der Gegenwart. C. H. Beck, München 2010, ISBN 978-3-406-60633-5, S. 110 (Online-Version (Vorschau) in der Google-Buchsuche).
  74. Cronaca Cittadina II. Abgerufen am 11. November 2017 (italienisch).
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