Stratzing

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Marktgemeinde
Stratzing
Wappen Österreichkarte
Wappen von Stratzing
Stratzing (Österreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Krems (Land)
Kfz-Kennzeichen: KR
Fläche: 5,86 km²
Koordinaten: 48° 27′ N, 15° 36′ OKoordinaten: 48° 27′ 0″ N, 15° 36′ 0″ O
Höhe: 352 m ü. A.
Einwohner: 908 (1. Jän. 2022)
Bevölkerungsdichte: 155 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3552
Vorwahl: 02719
Gemeindekennziffer: 3 13 47
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Untere Hauptstraße 1
3552 Stratzing
Website: www.stratzing.at
Politik
Bürgermeister: Josef Schmid (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2020)
(15 Mitglieder)
13
2
13 
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Stratzing im Bezirk Krems (Land)
AggsbachAlbrechtsberg an der Großen KremsBergern im DunkelsteinerwaldDroßDürnsteinFurth bei GöttweigGedersdorfGföhlGrafeneggHadersdorf-KammernJaidhofKrumau am KampLangenloisLengenfeldLichtenau im WaldviertelMaria Laach am JauerlingMautern an der DonauMühldorfPaudorfRastenfeldRohrendorf bei KremsRossatz-ArnsdorfSchönberg am KampSenftenbergSpitzSt. Leonhard am HornerwaldStraß im StraßertaleStratzingWeinzierl am WaldeWeißenkirchen in der WachauKrems an der DonauLage der Gemeinde Stratzing im Bezirk Krems-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Stratzing Obere Saetzen.jpg
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Stratzing ist eine Marktgemeinde mit 908 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2022) im Bezirk Krems-Land in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stratzing liegt im Waldviertel auf einer Hochfläche nördlich von Krems. Eingeschnitten in die Hochfläche ist der Stratzingbach, der das Gebiet in die Krems entwässert.

Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 5,86 Quadratkilometer. Davon sind 46 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche, 35 Prozent Weingärten und 4 Prozent Wald.[1]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es existieren keine weiteren Katastralgemeinden außer Stratzing.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der NS-Zeit wurde die Gemeinde Stratzing in die Gauhauptstadt Krems an der Donau eingegliedert, 1948 wurde Stratzing wieder selbstständig. Die Marktgemeinde Stratzing wurde 1971 im Zuge der NÖ. Kommunalstrukturverbesserung mit der Gemeinde Droß zur Marktgemeinde Stratzing-Droß zusammengelegt. Zur 400-Jahre-Markterhebungsfeier wurde am 21. Juni 1983 die Wappenurkunde in einer feierlichen Wiederverleihung erneut. Am 1. Jänner 1993 kam es zur politischen Trennung und Stratzing ist seither wieder eine eigenständige Marktgemeinde.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Droß Lengenfeld Langenlois
Senftenberg Kompass
Krems

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Besiedelungen gab es bereits in der Jungsteinzeit. Bei Grabungsarbeiten für einen Wasser-Hochbehälter wurde eine Brandschicht angeschnitten, welche wissenschaftlich ausgewertet wurde. Es wurden Feuerstellen und viele verschiedene Überreste von Steinzeitjägern gefunden, es stellte sich heraus, dass es sich um ein – über mehrere Jahre immer wieder verwendetes – Jagdlager handelte.

Erste Erwähnung fand Stratzing in einer Urkunde des Stiftes Göttweig. Andere Bezeichnungen für Stratzing waren auch Stränzen oder Stretzingen. Über eine Landschenkung im Jahr 1209 kam das Weinbaugebiet von Stratzing an das in den Voralpen liegende Stift Lilienfeld und wurde vom Schloss Unterdürnbach aus verwaltet. Urkunden aus 1345 zeugen vom Markt und den Bürgern zu Stratzing. Auf Grund der durch den Markt führenden Salz- und Eisenstraße von Wien nach Böhmen und der dadurch entstehenden Gewerbetätigkeiten kam es zur wirtschaftlichen Blüte im 13. bis 16. Jahrhundert.

Kaiser Rudolf II verlieh am 2. Jänner 1583 dem Markt Stratzing ein Wappen, die Urkunde dazu ging während der Weltkriege verloren. 1619 wurde der Ort im Zuge des Dreißigjährigen Krieges geplündert und vollständig niedergebrannt. Während in den umliegenden Ortschaften 1676 die Pest wütete, blieb Stratzing verschont. Die Stratzinger Bürger legten im Jahre 1679 ein Gelübde ab, das Fest des hl. Sebastian alljährlich besonders zu feiern; auch wurden 3 Pestmarterl errichtet. 1873 blieb Stratzing auch von der Cholera verschont.

Archäologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 23. September 1988 fand man unter Leitung von Christine Neugebauer-Maresch auf dem Galgenberg bei Stratzing Steinsplitter, welche zu einer kleinen Statuette zusammengesetzt werden konnten. Die weltweit älteste Frauenstatuette aus Stein war gefunden. Sie stammt von ca. 32.000 v. Chr., ist 7,2 cm groß, 10 g schwer und besteht aus grünlichem Amphibolitschiefer. Als Venus vom Galgenberg bezeichnet, befindet sich die Statuette im Naturhistorischen Museum Wien, wo sie in der permanenten Ausstellung gezeigt wird.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 797 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 691 Einwohner, 1981 520 und im Jahr 1971 508 Einwohner.

Pfarrkirche Stratzing

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BW
  • Katholische Pfarrkirche Stratzing hl. Nikolaus

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 19, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 67. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 353. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 44,66 Prozent.

Unternehmen

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wichtigste Straßenverbindung ist die Kremser Straße B37.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BW

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 15 Mitglieder.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • bis 2005 Josef Gallauner (ÖVP)
  • seit 2005 Josef Schmid (ÖVP)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rudolf II verlieh dem Markt Stratzing 1583 ein Wappen. Die Urkunde ging verloren, sodass 1983 eine Wiederverleihung des Wappens erfolgte.[8]

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Stratzing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ein Blick auf die Gemeinde Stratzing, Fläche und Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 5. September 2021.
  2. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 1995 in Stratzing. Amt der NÖ Landesregierung, 30. März 2000, abgerufen am 24. Januar 2020.
  3. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2000 in Stratzing. Amt der NÖ Landesregierung, 4. Februar 2005, abgerufen am 24. Januar 2020.
  4. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Stratzing. Amt der NÖ Landesregierung, 4. März 2005, abgerufen am 24. Januar 2020.
  5. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Stratzing. Amt der NÖ Landesregierung, 8. Oktober 2010, abgerufen am 24. Januar 2020.
  6. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Stratzing. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 24. Januar 2020.
  7. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in Stratzing. Amt der NÖ Landesregierung, 26. Januar 2020, abgerufen am 29. Februar 2020.
  8. Geschichte | Marktgemeinde Stratzing. Abgerufen am 5. September 2021.
  9. Partnergemeinde | Marktgemeinde Stratzing. Abgerufen am 5. September 2021.