Strauchkronwicke

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Strauchkronwicke
Strauchkronwicke (Hippocrepis emerus)

Strauchkronwicke (Hippocrepis emerus)

Systematik
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Tribus: Loteae
Untertribus: Coronillinae
Gattung: Hippocrepis
Art: Strauchkronwicke
Wissenschaftlicher Name
Hippocrepis emerus
(L.) Lassen

Die Strauchkronwicke (Hippocrepis emerus) (Basionym Coronilla emerus L.) ist eine Pflanzenart der Gattung Hippocrepis in der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Die Art wird auch als Strauchige Kronwicke, Strauchwicke oder Strauchiger Hufeisenklee bezeichnet. Weitere Trivialnamen sind Skorpionspeltschen und Skorpionswicke.[1]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der sommergrüne Strauch erreicht Wuchshöhen zwischen 50 und 150 Zentimeter und besitzt kantige grüne Zweige. Die kahlen Blätter sind unpaarig gefiedert mit fünf bis neun verkehrt-eiförmigen Fiederblättern. Diese werden bis zu 2 Zentimeter lang und grün bis mattgrasgrün.

Die gelben, nickenden Blüten werden 14 bis 20 Millimeter lang. Die Kronblätter sind „genagelt“, d. h., sie besitzen einen langen Stiel („Nagel“) und eine „Platte“. Der Nagel wird hierbei zwei- bis dreimal so lang wie der Kelch.

Die hängenden, länglich-zylindrischen Hülsenfrüchte werden 5 bis 11 Zentimeter lang und sind kaum eingeschnürt. Bei der Reife zerfallen sie in Einzelabschnitte.

Blütezeit ist von April bis Juni.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 14.[2]

Strauchkronwicke (Hippocrepis emerus) in Spanien

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Nordostspanien über die südeuropäischen Länder bis nach Nordeuropa und bis nach Kleinasien sowie nach Tunesien.

Als Standort werden sonnige, warme Trockenhänge, Gebüsche, lichte Wälder und Waldsäume bevorzugt. Die Art gedeiht gern auf sommerwarmen, trockenen oder mäßig trockenen, basenreichen, meist kalkhaltigen, neutral-milden, humosen, flach- oder mittelgründigen steinigen Lehm- oder tiefgründigen Lößböden. Sie ist in Mitteleuropa eine Berberidion-Verbandscharakterart, kommt aber auch in Gesellschaften der Ordnung Quercetalia pubescentis, des Unterverbands Cephalanthero-Fagenion oder des Verbands Erico-Pinion vor.[2]

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strauchkronwicke tritt in zwei Unterarten auf.

  • Hippocrepis emerus (L.) Lassen subsp. emerus mit ein bis fünf Blüten pro Blütenstand, Blütenstandsstiel etwa so lang wie die Blätter; Iberische Halbinsel bis zum Balkan.
  • Hippocrepis emerus subsp. emeroides (Boiss. & Spruner) Greuter & Burdet mit bis zu acht Blüten pro Blütenstand, Blütenstandstiele deutlich länger; Süditalien bis Südwestasien.

Die Unterart Hippocrepis emerus subsp. emerus ist auch in Österreich verbreitet. Ist im Kalkwienerwald häufig, sonst zerstreut bis selten in allen Bundesländern.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strauchkronwicke wird auch gelegentlich als Zierpflanze kultiviert.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dankwart Seidel: Blumen am Mittelmeer. Treffsicher bestimmen mit dem 3er-Check. BLV, München 2002, ISBN 3-405-16294-7.
  • Manfred A. Fischer, Wolfgang Adler, Karl Oswald: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2005, ISBN 3-85474-140-5.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882, S. 113. (online).
  2. a b Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5. Seite 604.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Strauchkronwicke – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien