Streckmittel

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Pharmakologische Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Streckmittel in Medikamenten und anderen Drogen dienen dazu, die Gesamtmasse eines Medikaments zu vergrößern, ohne den Wirkstoffgehalt zu erhöhen. Streckmittel (z. B. Glucose, Milchzucker, Ascorbinsäure o. ä.) werden dabei als Trägermaterial eingesetzt, um die zum Teil minimalen Wirkstoffmengen auf eine handhabbare und dosierbare Menge zu strecken. Der tatsächliche Wirkstoffgehalt ist bei Medikamenten auf der Verpackung angegeben.

Verwendung in Lebensmitteln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Lebensmitteln werden Streckmittel (meist Wasser) eingesetzt, um Herstellungskosten zu senken und dem Verbraucher eine höhere Wertigkeit als tatsächlich vorhanden zu suggerieren.

Stellmittel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waschmitteln werden Streckmittel als sogenannte Stellmittel oder Rieselsalze zugesetzt wie z.B. Natriumchlorid oder Natriumsulfat. Damit wird einerseits die von Verbrauchern gewohnte Dosierung ermöglicht und so eine Überdosierungen vermieden und andererseits ein Verklumpen des Waschpulvers verhindert und damit die Dosierbarkeit und rasche Löslichkeit des Waschmittels verbessert.

Unter anderem empfehlen Verbraucherverbände die Verwendung von Waschmittel-Konzentraten, um die Kosten und Ressourcen für Transport und Verpackung zu minimieren, in diesem Fall muss das Waschmittel entsprechend geringer dosiert werden.

Drogenbereich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Drogen werden nicht nur wirkungslose Substanzen wie z.B. Milchzucker, sondern auch gefährliche Stoffe wie Strychnin als Streckmittel benutzt. Letztere sollen unter Umständen auch eine Wirkung der eigentlichen Droge imitieren, wenn deren berauschende Wirkung durch eine zu starke Streckung nicht mehr ausreichend vorhanden ist.