Strengen

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Strengen
Wappen von Strengen
Strengen (Österreich)
Strengen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Landeck
Kfz-Kennzeichen: LA
Fläche: 23,16 km²
Koordinaten: 47° 8′ N, 10° 28′ OKoordinaten: 47° 7′ 31″ N, 10° 27′ 48″ O
Höhe: 1012 m ü. A.
Einwohner: 1.202 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 52 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6571
Vorwahl: 05447
Gemeindekennziffer: 7 06 27
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorf 12a
6571 Strengen
Website: www.strengen.at
Politik
Bürgermeister: Harald Sieß (Allgemeine Vorwärts Strengen)
Gemeinderat: (2016)
(13 Mitglieder)
4 Namensliste Allgemeine Vorwärts Strengen - AllVor Strengen, 4 Gemeinsam für Strengen, 5 Bürgerliste Strengen
Lage der Gemeinde Strengen im Bezirk Landeck
Faggen Fendels Fiss Fließ Flirsch Galtür Grins Ischgl Kappl Kaunerberg Kaunertal Kauns Ladis Landeck Nauders Pettneu am Arlberg Pfunds Pians Prutz Ried im Oberinntal St. Anton am Arlberg Schönwies See Serfaus Spiss Stanz bei Landeck Strengen Tobadill Tösens Zams TirolLage der Gemeinde Strengen im Bezirk Landeck (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Der Grießhof: einer der Urhöfe der Gemeinde Strengen

Strengen ist eine Gemeinde mit 1202 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Landeck im Bundesland Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Landeck.

Geographie und Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siedlungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Strengen besteht aus dem Hauptort und mehreren verstreuten Weilern, die hauptsächlich am Nordhang des Stanzer Tals liegen. Sie liegt zwischen Landeck und dem Arlberg, an einer alten Römerstraße. Das Ortsbild in seiner Mischung aus romanisch geprägten Mauerhäusern und bajuwarischen Holzhäusern ist noch recht gut erhalten. Nach Karl Finsterwalder existierte 1336 ein gewisser Jakob der Streng, worauf der Ortsname Strengen zurückzuführen sein könnte[1]. In Peter Anichs Atlas Tyrolensis von 1774 wird der Ort als Gstreng erwähnt, wodurch etymologisch auch ein vorrömischer oder romanischer Ursprung des Flurnamens denkbar wäre. Im Werk Schematismus von Tirol und Vorarlberg aus dem Jahre 1839 wird zwischen dem Dorf Strengen und den Weilern „Rallsberg“ unterschieden[2].

Die Gemeinde hieß im Mittelalter Rall, gemeinsam mit Flirsch Rallsberg. Die Urhöfe bzw. Weiler waren: Außer- und Innergrießhof (1754: 7 Häuser); Balzerlen, Blahen, Blasgen und Brunnen (1754: 19 Häuser, 1837: 8 Häuser); Bühele, Dichten und Egg (1754: 3 Häuser); Hof (1754: 18 Häuser); Klaus und Loch (1754: 5 Häuser); Loret (1754: 1, 1837: 3 Häuser); Obermühl und Obweg (1754: 4 Häuser); Unterweg (1754: 17 Häuser); Perflör (1754: 3 Häuser); Riefen (1754: 14, 1837: 9 Häuser); und Verill (1754: 7, 1837: 7 Häuser). Der Hauptort Strengen selbst zählte 1754 acht Häuser, 1837 bereits bis zu 145 Häuser.[3] Seitdem wurde die Gemeinde auch "Strengen am Rallsberg" genannt. 100 Jahre später, mit dem Bau der Arlbergbahn, fiel die Bezeichnung Rallsberg weg. Die Gemeinde heißt seitdem Strengen am Arlberg.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flirsch, Grins, Kappl, Tobadill, Zams

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Strengen

Sehenswert ist die gedeckte Holzbrücke über die Rosanna von 1764, mit 18 m Spannweite.

Eine Besonderheit im Stanzer Tal waren die letzten "Schellenschmieden" Tirols, wo in Handarbeit Kuhglocken erzeugt wurden, die im Gegensatz zu maschinell gefertigten einen besonderen Klang aufweisen. Leider haben beide Betriebe vor einigen Jahren den Betrieb eingestellt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über Jahrzehnte hinweg litt vor allem der Dorfkern in der engen Talsohle stark unter einer enormen Verkehrsbelastung. Mit dem Bau des Strenger Tunnel der Arlbergschnellstraße und dessen Eröffnung im Juni 2006 konnte das Verkehrsaufkommen stark reduziert werden. Die Verkehrsentlastung soll auch Chancen der Dorfentwicklung und der möglichen Ansiedlung neuer Gewerbebetriebe bringen. Derzeit pendeln die meisten Berufstätigen aus, der Tourismus ist anders als bei den Gemeinden im Stanzer Tal Nahe St. Anton am Arlberg nur wenig entwickelt.

Strengen hat einen Bahnhof der Arlbergbahn, aber der Personennahverkehr im Stanzer Tal wurde großteils eingestellt, den öffentlichen Verkehr übernehmen Regionalbusse.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tiroler Namenkunde (1978) Google Books
  2. Schematismus von Tirol und Vorarlberg (1839) Google Books
  3. Historisches Ortslexikon Tirol. Statistische Dokumentation zur Bevölkerungs- und Siedlungsgeschichte (2014) PDF-Dokument

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Strengen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien