Streufrucht

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Eine Streufrucht, Springfrucht oder Öffnungsfrucht ist eine Frucht, die sich nach der Fruchtreife öffnet und auf diese Weise ihren Samen direkt freigibt und verbreitet. Überwiegend sind Streufrüchte mehr- oder vielsamig. Die Öffnung der Fruchtblätter erfolgt meist durch Turgor- oder Quellungskräfte.[1] Die Verbreitung erfolgt über Wind, Wasser und anderes.

Reife Mohnkapsel setzt ihren Samen durch Windbewegung frei.[2]

Zu den Streufrüchten gehören

  • Kapselfrüchte, mehrsamig, mehrere Fruchtblätter
  • Schoten, mehrsamig, oberständiger Fruchtknoten mit zwei Fruchtblättern, Öffung an Verwachsungsnaht
  • Balgfrüchte, mehrsamig, oberständiger Fruchtknoten mit einem Fruchtblatt, Öffung an der Bauchnaht
  • Hülsenfrüchte, meist mehrsamig, oberständiger Fruchtknoten mit einem Fruchtblatt, Öffung an Bauch- und Rückennaht

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Matthias Baltisberger, Reto Nyffeler, Alex Widmer: Systematische Botanik. Einheimische Farn- und Samenpflanzen. 2013, 4. Aufl., Zürich: vdf, S. 83

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lexikon der Biologie im Spektrum-Verlag. Abgerufen am 31. Mai 2017.
  2. Erläuterungs-PDF in Dorner-Verlag. Abgerufen am 31. Mai 2017.