Stria terminalis

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Die Stria terminalis ist ein kleiner Faserstrang im Gehirn. Sie verläuft zwischen Nucleus caudatus und Thalamus zum Hypothalamus, zur Regio preoptica und zum Septum pellucidum. Ein Teil der Nervenfasern zweigt in die Stria medullaris thalamica ab und erreicht so die Habenulae. Die Stria terminalis ist die wichtigste efferente Bahn der Amygdala.[1] An ihrem Ursprung aus der Amygdala – in der Seitenwand des Vorderhorns des Seitenventrikels – liegt ein Kerngebiet, der Nucleus striae terminalis (auch bed nucleus of the stria terminalis oder extended amygdala). Über die Stria terminalis verlaufen auch Projektionen zum Hirnstamm, insbesondere zum Kreislauf-, Atem- und Brechzentrum.[2]

Die Stria terminalis tritt bei Anspannung und Stress und bei der Sexualität in Aktion. Ihre Zelldichte differiert bei Männern und Frauen. Eine kleine Studie berichtete über weibliche Zelldichten bei genetisch männlichen Transsexuellen und sieht darin einen Hinweis darauf, dass Hormoneinflüsse während der fetalen Entwicklung die sexuelle Ausrichtung beeinflussen könnten.[3]

Literatur[Bearbeiten]

  1. H. Frick, H. Leonhardt, D. Starck: Spezielle Anatomie, Band 2, Ausgabe 4, Georg Thieme Verlag 1992, ISBN 9783133569040, S. 358.
  2. Walther Graumann, Dieter Sasse: CompactLehrbuch Anatomie, Band 4, Schattauer Verlag 2005, ISBN 9783794520640, S. 306 und 335.
  3. J. N. Zhou, M. A. Hofman, L. J. Gooren, D. F. Swaab: A sex difference in the human brain and its relation to transsexuality. In: Nature. Band 378, Nummer 6552, November 1995, S. 68–70, ISSN 0028-0836. doi:10.1038/378068a0. PMID 7477289.