Stroncone

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Stroncone
Kein Wappen vorhanden.
Stroncone (Italien)
Stroncone
Staat: Italien
Region: Umbrien
Provinz: Terni (TR)
Koordinaten: 42° 30′ N, 12° 40′ O42.512.666666666667450Koordinaten: 42° 30′ 0″ N, 12° 40′ 0″ O
Höhe: 450 m s.l.m.
Fläche: 71,38 km²
Einwohner: 4.887 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 68 Einw./km²
Postleitzahl: 05039
Vorwahl: 0744
ISTAT-Nummer: 055031
Volksbezeichnung: Stroncolini und Stronconesi
Schutzpatron: Beato Antonio Vici da Stroncone (7. Februar)
Website: Gemeinde Stroncone
Panorama Stroncone
Panorama Stroncone

Stroncone ist eine Gemeinde mit 4887 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) in der Provinz Terni in der Region Umbrien in Italien.

Geografie[Bearbeiten]

Lage der Gemeinde Stroncone in der Provinz Terni

Die Gemeinde erstreckt sich über ca. 71 km². Sie liegt ca. 70 km südöstlich von Perugia und ca. 8 km südlich von Terni an der Grenze zum Latium und den Sabiner Bergen. Stroncone liegt in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone E, 2186 GR/G[2]. Der Ort besitzt noch heute die drei mittelalterlichen Stadttore, durch die der Ort betreten wird: Die Porta Principale (Haupttor) nahe der Kirche San Giovanni Decollato, die Porta Capraia (auch di Sopra, oberes Tor, genannt) und das untere Tor Porta di Sotto (auch Porta Nuova, neues Tor, genannt), welches nach Terni führt.

Zu den Ortsteilen gehören Aguzzo, Coppe, Finocchieto und Vasciano.

Die Nachbargemeinden sind Calvi dell’Umbria, Configni (RI),Cottanello (RI), Greccio (RI), Narni, Otricoli, Rieti (RI) und Terni.

Geschichte[Bearbeiten]

Obwohl wahrscheinlich älteren Ursprungs wird der Ort erstmals 1012 im Regesto Farfense des Giovanni di Pietro dokumentiert. Der Name entstammt dem Grafen von Spoleto, Ugone († um 1036-1048), aus dem zunächst Castrum Hugoni, dann Castrugone, Strungone und letztlich Stroncone wurde. Weitere Dokumente aus dem gleichen Jahrhundert attestieren dem Ort zu dieser Zeit bereits den Besitz einer Burg (Castello), einer Stadtmauer und eine politische Nähe zu Narni. Papst Innozenz III. erteilte dem Ort 1215 die kommunale Autonomie, was zu engen Verbindungen zu den Guelfen führte. Am Ende des 14. Jahrhunderts gelangte die Gemeinde zusammen mit Narni in den direkten Einflussbereich des Kirchenstaates. Wirtschaftlich entwickelte sich Stroncone weiter mit der Gründung der Monte di Pietà (1466) und dem Monte Frumentario (Weizenkonsortium, 1489). Bis auf die Besetzung durch die Truppen von Napoleon blieb der Ort bis 1860 beim Kirchenstaat, um dann mit Umbrien im Zuge des Risorgimento Teil Italiens zu werden. 1929 wurde der Ort in die neugegründete Provinz Terni eingeteilt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Darstellung des Antonius von Padua von Tiberio d’Assisi im Convento di San Francesco
Die Darstellung des Hieronymus von Tiberio d’Assisi im Convento di San Francesco
  • Abbazia di San Benedetto in Fundis, um 1203 entstandene Abtei.
  • Chiesa di San Michele Arcangelo, bereits 1012 erwähnte Kirche. Die Kirche enthält mehrere Werke der Brüder Cristoforo und Gregorio Grimani (um 1602 bis 1616). In der Cappella della Madonna del Rosario befindet sich das Werk Madonna del Rosario von Bartolomeo Barbiani da Montepulciano aus dem Jahr 1628[3].
  • Chiesa di San Nicolò, bereits 1181 erwähnte Kirche, enthält Werke von Rinaldo di Calvi.
  • Convento di San Francesco, Kloster, welches erstmals am 5. Juni 1291 in den Dokumenten des Papstes Nikolaus IV. erwähnt wird. Enthält Werke und Fresken des Tiberio d’Assisi (Tiberio Ranieri di Diotallevi, ca. 1470–1524[4]) aus dem Jahr 1509[5].
  • Fontana delle Tre Tazze, Brunnen an der Piazza della Libertà, 1559 errichtet.
  • Monastero di San Simeone, um 1012 erwähntes Monasterium.
  • Oratorio di San Giovanni Decollato, Oratorium und Kirche am Eingang des antiken Castello di Stroncone, enthält Werke der Brüder Cristoforo und Gregorio Grimani.
  • Oratorio di San Lorenzo, Oratorium aus dem 11. Jahrhundert.
  • Palazzo Comunale, auch Palazzo dei Priori, Rathaus aus dem 13. Jahrhundert.
  • Pozzo bzw. Cisterna di Piazza, 1395 erstmals erwähnter Brunnen bzw. Zisterne.
  • Santa Lucia Stroncone-Observatorium, astronomisches Observatorium.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Stroncone – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2012.
  2. Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA) (PDF; 330 kB), abgerufen am 27. November 2012 (ital.)
  3. offizielle Webseite der Gemeinde zur Kirche S. Michele Arcangelo, abgerufen am 25. Februar 2011
  4. offizielle Webseite der Onlineausgabe des Treccani, abgerufen am 25. Februar 2011
  5. offizielle Webseite der Gemeinde zum Kloster San Francesco, abgerufen am 25. Februar 2011