Stropník

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Stropník
Stropník mit Gipfelkreuz

Stropník mit Gipfelkreuz

Höhe 855,6 m n.m.
Lage Tschechien
Gebirge Erzgebirge
Koordinaten 50° 38′ 41″ N, 13° 40′ 51″ OKoordinaten: 50° 38′ 41″ N, 13° 40′ 51″ O
Stropník (Tschechien)
Stropník
Gestein Basalt

Der Stropník, auch Strobnice (deutsch (die) Strobnitz) ist ein Berg des Osterzgebirges in der Aussiger Region auf dem Territorium der Tschechischen Republik.

Lage und Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stropník liegt im oberen Osterzgebirge nördlich der am Fuß des Erzgebirges liegenden Stadt Osek und des Dorfes Hrad Osek. Westlich, direkt am Erzgebirgskamm, befindet sich das kleine Dorf Dlouhá Louka. Der wenig markante Berg erhebt sich unmittelbar am südlichen Steilabfall des Erzgebirges. – Der nur etwa zwei Kilometer Luftlinie entfernte Stadtrand von Osek liegt mehr als 500 Höhenmeter unterhalb des Gipfels.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Gipfel finden noch heute Fundamentreste eines geplanten steinernen Aussichtsturmes, der um 1900 errichtet werden sollte.

Am 10. Juli 1910 wurde ein hölzerner, dreietagiger, 18 Meter hoher Turm eingeweiht, den der Teplitzer Gebirgsverein und dessen Zweigverein Ossek errichtete.[2] Dieser stürzte am 13. Dezember 1929 während eines starken Sturmes ein.[3] Eine teilweise Wiedererrichtung war angestrebt.[4] Jedoch wurde dies aus unbekannten Gründen nicht realisiert und seither ist der Gipfel ohne Aussichtswarte.

Aussicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom Gipfel ist vor allem ein umfassender Ausblick nach Süden ins Böhmische Mittelgebirge möglich. Beeindruckend ist die Sicht auf die schroffe Milešovka (Milleschauer), den Bořeň (Borschen) und den nahen Doubravská hora (Teplitzer Schlossberg).

Wege zum Gipfel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eine grün markierte Wanderroute führt von Háj u Duchcova (Haan) (Bahnhof an der Bahnstrecke Most–Moldava) über den Gipfel nach Dlouhá Louka.
  • Ein weiterer Ausgangspunkt ist Osek mit dem bekannten Kloster. Von dort führt eine rote Markierung an der Burg Rýzmburk (Riesenburg) vorbei und kreuzt später die o. g. grüne Route.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stropník/Strobnitz (855 m). Naturführer Osterzgebirge, abgerufen am 19. November 2014
  2. Ernst Törmer: Die Strobnitz (853 m) und ihre Anstigeswege. In: Nordwestböhmischer Gebirgsvereins-Verband (Hrsg.): Erzgebirgs-Zeitung. Monatsschrift für Volkskunde und Heimatforschung, Wanderpflege und Fremdenverkehr. 7. und 8. Heft des 49. Jahrgangs, Juli-August. Teplitz-Schönau 1928, S. 146 (znkr.cz).
  3. Berg Stropník. krusnehory-erzgebirge.eu, abgerufen am 19. November 2014
  4. Vereinsnachrichten – Hauptversammlung des Teplitzer Gebirgsvereins. In: Nordwestböhmischer Gebirgsvereins-Verband (Hrsg.): Erzgebirgs-Zeitung. Monatsschrift für Volkskunde und Heimatforschung, Wanderpflege und Fremdenverkehr. 5. Heft des 51. Jahrgangs. Teplitz-Schönau Mai 1930, S. 146 (znkr.cz).