Strothe (Korbach)

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Strothe
Stadt Korbach
Koordinaten: 51° 16′ 57″ N, 8° 56′ 15″ O
Höhe: 338 m ü. NHN
Fläche: 3,57 km²[1]
Einwohner: 233 (31. Dez. 2016)[2]
Bevölkerungsdichte: 65 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1970
Postleitzahl: 34497
Vorwahl: 05631

Strothe ist einer der kleinsten Stadtteile der Kreisstadt Korbach des nordhessischen Landkreises Waldeck-Frankenberg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Strothe ist mit etwa 230 Einwohner ein kleiner Vorort der 5 km entfernten Kreisstadt Korbach. Die ländlich geprägte Gemeinde liegt im Quellgebiet der Werbe in windgeschützter Lage und ist von zusammenhängenden Waldgebieten umgeben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der ersten bekannten urkundlichen Erwähnung, 1251, verkaufen die Wolff von Gudenberg Güter aus „Strote“, der ursprüngliche Name, an das Kloster Volkhardinghausen. Im Jahr 1401 schreibt Otto III. von Waldeck einen Hof genannt „zu der Strutt“ zu Lehen aus. 1510 gehört das Dorf dem Grafen Philipp III. von Waldeck-Eisenberg. Anfang des 18. Jahrhunderts wird ein „Gesundbrunnen“ am Rand des Orts erwähnt, der aber nach einigen Jahren wieder vertrocknet war.

Am 1. Juli 1970 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Alleringhausen im Rahmen der Gebietsreform in Hessen in die Kreisstadt Korbach eingegliedert.[3] Die Gemeinde Strothe hatte eine Gemarkungsfläche von 3,57 km².[4]

Bronzezeitliche Grabhügel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im sogenannten „Streitholz“ in Richtung Korbach befinden sich Grabhügel aus der Bronzezeit, die darauf schließen lassen, dass schon in früher Vorzeit das Gebiet um das heutige Strothe besiedelt war.

Lage der Grabhügel: 51° 16′ 39,3″ N, 8° 55′ 17,1″ O

Territorialgeschichte und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt die Territorien bzw. Verwaltungseinheiten denen Strothe unterstand im Überblick:[1][5]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

• 1541: 9 Häuser
• 1738: 23 Häuser
• 1770: 26 Häuser, 142 Einwohner
Strothe: Einwohnerzahlen von 1770 bis 2015
Jahr  Einwohner
1770
  
142
1834
  
230
1840
  
235
1846
  
222
1852
  
273
1858
  
231
1864
  
218
1871
  
223
1875
  
207
1885
  
239
1895
  
213
1905
  
216
1910
  
204
1925
  
240
1939
  
230
1946
  
371
1950
  
355
1956
  
278
1961
  
239
1967
  
244
1971
  
262
1980
  
220
1990
  
223
1995
  
213
2000
  
237
2005
  
250
2010
  
239
2015
  
226
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [1][6]

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

• 1895: 212 evangelische (= 99,53 %), ein katholischer (= 0,47 %) Einwohner
• 1961: 224 evangelische (= 93,72 %), 11 katholische (= 4,60 %) Einwohner

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alljährlich im Mai findet die Salatkirmes statt. Der Ursprung der Kirmes geht auf das Jahr 1652, verbunden mit einer Kircheneinweihung zurück.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Strothe, Landkreis Waldeck-Frankenberg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 24. Mai 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. Daten & Fakte. In: Internetauftritt. Stadt Korbach, archiviert vom Original; abgerufen im Juni 2018.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 407.
  4. Statistisches Bundesamt: Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland mit Übersichten über die Verwaltungsgliederung und Angaben über die Zugehörigkeit der Gemeinden zu Ortsklassen, Postleitgebieten und einigen wichtigen Verwaltungseinheiten. Ausgabe 1957, S. 276
  5. Verwaltungsgeschichte Land Hessen bei M. Rademacher, Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990
  6. Bevölkerungsentwicklung. In: Haushaltsplan 2018. Stadt Korbach, S. Vorbericht VIII, archiviert vom Original; abgerufen am 2. Juni 2018.