Stuart Christie

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Stuart Christie (* 10. Juli 1946 in Glasgow, Schottland) ist ein Anarchist und war Gründer und Herausgeber der Black Flag.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannt wurde Christie durch sein versuchtes Attentat auf den spanischen Diktator Francisco Franco im Jahr 1964. Am 11. August wurde er aber in Madrid festgenommen, bevor er das Attentat verüben konnte.[1] Christie wurde daraufhin von einem Militärgericht zu 20 Jahren Haft verurteilt. Auf internationalen Druck hin (unter anderem mit der Unterstützung von Bertrand Russell und Jean-Paul Sartre) wurde er nach nur drei Jahren Haft freigelassen und konnte nach Großbritannien zurückkehren.

Stuart Christie wurde eine Verwicklung in die Anschläge der Londoner Stadtguerilla Angry Brigade von 1970 bis 1972 nachgesagt, für die er aber vor Gericht freigesprochen wurde. In den 1970er Jahren gründete er zusammen mit Albert Meltzer das Magazin Black Flag und reformierte mit ihm die Gefangenenhilfsorganisation Anarchist Black Cross mit einem Schwerpunkt auf Hilfe für politische Gefangene in Francos Spanien. Später gründete er den Kleinverlag Cienfuegos Press, sowie ChristieBooks und den Anarchist Film Channel mit zurzeit über 300 Filmen rund um das Thema Anarchie.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Meine Oma, General Franco und ich. Edition Nautilus, Hamburg 2014. ISBN 978-3-89401-787-3 (Autobiografie).
    • Erstausgabe: Granny made me an Anarchist. Scribner, London 2004.
  • General Franco made me a Terrorist.
  • Edward Heath made me Angry.
  • We, the Anarchists! A Study of the Iberian Anarchist Federation (FAI) 1927–1937.

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stuart Christie: Wie ich einmal versuchte, ein Held zu sein. In: Die Zeit vom 14. August 2014, S. 15.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]