Stubben (Beverstedt)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

53.409058.786238888888914Koordinaten: 53° 24′ 33″ N, 8° 47′ 10″ O

Stubben
Gemeinde Beverstedt
Wappen von Stubben
Höhe: 14 m ü. NHN
Fläche: 8,62 km²
Einwohner: 1537 (31. Dez. 2010)
Eingemeindung: 1. November 2011
Postleitzahl: 27616
Vorwahl: 04748

Stubben ist ein Ort in der Einheitsgemeinde Beverstedt im südlichen Landkreis Cuxhaven im Bundesland Niedersachsen (Deutschland).

Orte der Gemeinde Beverstedt

Geschichte[Bearbeiten]

Name und Wappen[Bearbeiten]

Der Name Stubben bedeutet im niederdeutsch Baumstumpf. Das frühere Waldgebiet wurde Rehloge genannt, nach Reh und Loge, einem alten Wort für Wald. Für die Besiedelung wurden die Bäume gerodet und nach den Baumstubben erhielt der Ort seinen Namen. Auf seinen Namen bezieht sich das Wappen, das einen Rehbock zeigt, der über einen Stubben springt.

Geschichte[Bearbeiten]

Archäologische Funde belegen, dass schon 10.000 Jahre v. Chr. Rentierjäger in dieser Gegend gelebt haben. Großsteingräber und Funde aus der jüngeren Steinzeit weisen auf eine fortlaufende Besiedelung hin.

Als die Bahnstrecke Bremen–Bremerhaven gebaut und dort ein Bahnhof errichtet wurde, siedelten sich in Bahnhofnähe die Pendler an, die in den Städten ihre Arbeit hatten. Der Ort Stubben wuchs und verschmolz mit den damaligen Einzelgemeinden Adelstedt, Brunshausen und Elfershude sowie mit dem Erbhof Plein, der vorher zum Nachbarort Bokel gehörte, zu einem Ort zusammen. Durch die Bahnstation entwickelte sich Stubben zu einem bedeutenden Umschlagsort für Vieh, Holz, Dünger und landwirtschaftliche Produkte. In Bahnhofnähe siedelte sich 1904 eine Molkerei an.

An der Stelle der einstigen Molkerei Mäder am Bahnhof steht heute eine Betonsteinfabrik.

Seit dem 1. November 2011 ist Stubben ein Ortsteil der Einheitsgemeinde Beverstedt.[1]

Einrichtungen[Bearbeiten]

Sport und Freizeit[Bearbeiten]

Für die Freizeit gibt es Sportstätten mit Turnhalle, Fußball-, Beachvolleyball- und Tennisplatz sowie die Freiwillige Feuerwehr Stubben.

Schule[Bearbeiten]

Die Schulkinder der ersten vier Schuljahre gehen zur 2 km entfernten Grundschule nach Bokel. Im 4 km entfernten Flecken Beverstedt finden sich die weiterführenden Schulen (Realschule und das private Gymnasium „Waldschule“). Zurzeit wird schrittweise eine Ganztagsschule angestrebt.

Im früheren Schulgebäude betrieb die Gemeinde zunächst einen Kindergarten. 2011 wurde ein neuer Kindergarten gebaut und das Gebäude wurde Dorfgemeinschaftshaus.

Kirche[Bearbeiten]

Etwa 60 % der Stubbener Bevölkerung sind Mitglieder Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Beverstedt.

Von 1947 bis 2012 bestand die von Vertriebenen gegründete Sankt Johannes-Gemeinde. Sie gehörte zur Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche und bildet mit der Sankt Andreas-Gemeinde in Bremerhaven einen Pfarrbezirk. Ihre Wurzeln lagen in der Evangelisch-Lutherischen Bekenntniskirche.[2] Ihre Kirche wurde 1956 geweiht und 2012 entwidmet.[3]

Verkehr[Bearbeiten]

Bahnhof in Stubben

Heute stellt die Bahnstrecke Bremen–Bremerhaven für Stubben den wichtigsten Teil des überörtlichen öffentlichen Personennahverkehrs dar. Im Stundentakt bestehen mit der Linie RS2 der Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen, die von der NordWestBahn GmbH betrieben wird, Verbindungen nach Bremen und Bremerhaven. Zusammen mit der durch den Ort führenden Landesstraße 134, die Beverstedt mit Hagen und der Bundesautobahn 27 verbindet, ergeben sich für den Ort günstige Verkehrsverbindungen. Sie haben zu den starken Siedlungstätigkeiten beigetragen, und es wurden nach und nach die Gebiete zwischen Stubben und Elfershude (das Ohfeld und das lange Moor) als Bebauungsgebiete erschlossen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Erich Waldmann u. Mitarb., Stubben - die Geschichte des von Bahn und Bahnhof geprägten Ortes, 541 Seiten, Selbstverlag des Autors (Erich Waldmann, 27616 Stubben, Brunshausener Str. 50, Tel. 04748-1338)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Stubben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gesetz über die Neubildung der Gemeinde Beverstedt, Landkreis Cuxhaven. Vom 17. Februar 2011
  2. Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche, Deutschland: Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche in Deutschland. Ein Leitfaden durch die Gemeinden.Verlag der Lutherischen Buchhandlung Heinrich Harms, Groß Oesingen 2000, S. 148, ISBN 3-86147-206-6.
  3. http://www.selk.de/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=152&Itemid=205, aufgerufen am 30. November 2012