Stud.IP

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Stud.IP
Logo
Entwickler Stud.IP CoreGroup
Aktuelle Version 3.4
(3. Mai 2016)
Betriebssystem plattformübergreifend
Programmiersprache PHP
Kategorie Lernplattform
Lizenz GPL (Freie Software)
deutschsprachig ja
www.studip.de

Stud.IP (eine Abkürzung für Studienbegleitender Internetsupport von Präsenzlehre) ist eine internetbasierte Arbeitsumgebung zur Unterstützung von Lehrveranstaltungen an Bildungseinrichtungen (Lernplattform, Learning Management System), die als freie Software unter der GPL entwickelt worden ist, um über das Internet eine Kommunikation zwischen Lernenden und Lehrenden zu ermöglichen und zu standardisieren.

Aufbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu jeder Lehrveranstaltung einer Einrichtung werden Ablaufpläne, Dateiordner, Diskussionsforen, Teilnehmer-, Literatur- und Linklisten, News, Textchat, Wiki, Umfragen, Tests, Evaluationen bereitgestellt. Ziel ist es, bestehende Veranstaltungen telemedial zu unterstützen. Wie andere Lernplattformen oder Learning Management Systems (LMS) besitzt Stud.IP auch Kollaborationswerkzeuge (Community). Daneben hat es einige Komponenten wie eine Smileysammlung, Score-Funktionen und FOAF-Anzeigen integriert.

In Stud.IP ist die Organisation administrativer Aufgaben rund um die Lehre integriert, beispielsweise die Pflege von Webseiten zu Einrichtungen, Mitarbeitern und Lehrveranstaltungen. Es können Ressourcen (wie Räume oder ausleihbare Technik) verwaltet und verschiedene Listen, wie z. B. von Lehrveranstaltungen erzeugt und gedruckt werden. Zudem steht jedem Nutzer eine persönliche Homepage zur Verfügung.

Ein Ziel von Stud.IP ist es, die Medienkompetenz der Benutzer zu steigern. Zum anderen soll die Identifikation der Benutzer zur Bildungseinrichtung durch Interaktion zwischen Lehrenden und Lernenden über Stud.IP gesteigert werden.

Stud.IP stellt eine Infrastruktur für Bildungseinrichtungen bereit, die sich mit Modifikationen auch von Unternehmen und Einrichtungen mit großem Kommunikations- und Organisationsbedarf einsetzen lässt. Zu diesem Zweck wurde mit Stud.IP-eP eine an Unternehmensbelange angepasste Version entwickelt.

Stud.IP wird von der Firma data-quest, dem Verein ELAN e. V., sowie verschiedenen Hochschulen (u. a. LUH, Uni Oldenburg, Uni Osnabrück) weiterentwickelt. Diese Entwicklung wird von der Stud.IP-Core Group und dem Stud.IP e. V. qualitativ abgesichert.

Seit 2013 werden aktiv Anstrengungen unternommen, Stud.IP auch für mobile Endgeräte anzubieten. Die Uni Oldenburg, Uni Osnabrück und private Entwickler arbeiten an einer Webschnittstelle, über die Daten abgerufen werden können. Seit September 2013 ist eine erste Anwendung für Apple iOS erhältlich[1], eine App für Google Android folgte im Dezember 2013.[2] Ab Version 3.3 soll sich Stud.IP zudem auch mit jedem mobilen Browser nutzen lassen.

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es wird von einer Vielzahl an Universitäten und Fachhochschulen eingesetzt. Das nach Nutzern größte Stud.IP wird an der Göttinger Universität mit über 100.000 registrierten Benutzern und 75.000 Lehrveranstaltungen betrieben.[3] An der Universität Halle sind über 30.000 Benutzer registriert und es werden über 63.000 Veranstaltungen verwaltet (Stand: April 2015).

Stud.IP kann weitreichende Aufgaben des Campus-Managements übernehmen. An einigen Hochschulen, wie z. B. der Universität Halle und der Universität Osnabrück übernimmt es alle Funktionen zur Lehrveranstaltungsplanung, -verwaltung und -belegung, wie sie z. B. auch von Systemen wie HIS-LSF abgedeckt werden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Referenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stud.IP Mobile für iOS. In: iTunes AppStore. Apple, abgerufen am 9. Juli 2014.
  2. Stud.IP für Android. In: Google Play. Google Inc., abgerufen am 9. Juli 2014.
  3. Statistikseite der Stud.IP-Instanz an der Georg-August-Universität Göttingen. Abgerufen am 3. September 2016.