Studienplatz

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Die Anzahl der Studienplätze in einem bestimmten Fach einer Hochschule ergibt sich aus der personellen, sächlichen und räumlichen Ausstattung eines Studienfachs an einer Hochschule, die für ein ordnungsgemäßes Studium dort vorhanden ist.

Die Studienplatz-Kapazitäten für ein Studienfach werden von der jeweiligen Hochschule nach bestimmten Formeln und Berechnungsfaktoren ermittelt. In diese Kapazitätsberechnung fließen die vorhandenen Personalmittel (verfügbares Lehrpersonal), die sächliche (Labore, Werkstätten, Bibliotheken, PC-Arbeitsplätze etc.) und die räumliche Ausstattung (z. B. Hörsäle, Seminarräume) eines Studienfachs ein. Diese Kapazitätsberechnung ergibt die Anzahl der Studenten, denen die Hochschule in einem Fach angemessene Studienbedingungen gewährleisten kann. Zu diesen Bedingungen gehören genügend Lehrveranstaltungen für alle Studenten, keine überfüllten Hörsäle und Seminarräume, genügend Labor-Arbeitsplätze (z. B. in den Naturwissenschaften), genügend Bibliotheksräume und Prüfer für Klausuren und Abschlussprüfungen.

Zulassungsbeschränkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In vielen (beliebten) Studienfächern einer Hochschule gibt es zurzeit mehr Bewerber bzw. Studenten als (rechnerisch) Studienplätze vorhanden sind. In diesem Fall können die Hochschulen Zulassungsbeschränkungen beantragen. Ist ein Fach an einer Hochschule zulassungsbeschränkt, nimmt die Hochschule nur so viele Bewerber auf, wie Studienplätze vorhanden sind: Es wird ein Numerus clausus eingeführt.

  • Zu den Regelungen für die Vergabe von Studienplätzen in bundesweit bzw. NRW-landesweit zulassungsbeschränkten Fächern siehe SfH.
  • Zur Aufnahme eines Studiums bei zulassungsbeschränkten Fächern berät die Studienberatung an Hochschulen.

Studienplatzbörse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das neue Recht der Hochschulen und Universitäten, sich ihre Studierenden in den meisten Fächern selbst auszuwählen, hat zu einem organisatorischen Wirrwarr geführt – mit diversen Nachrückerrunden und freibleibenden Studienplätzen. Ein komfortableres Zulassungssystem unter dem Dach der Zentralstelle zur Vergabe von Studienplätzen – kurz ZVS – wird derzeit entwickelt. Es soll bundesweit jedoch erst ab dem Winter 2011/12 einsatzbereit sein.[1] Bis dahin dienen Studienplatzbörsen als Übergangslösung, um freie Kapazitäten an den Hochschulen zu vermeiden. 90 Prozent der größeren Hochschulen boten laut Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) ihre noch freien Studienplätze zum Wintersemester 2009/2010 auf der von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) eingerichteten Studienplatzbörse an.[2] Als Alternative zur HRK-Börse hat sich die ebenfalls bundesweite und kostenlose Studienplatzbörse des Online-Portals studieren.de etabliert.[3][4]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1]. Deutschlandradio, Sendung Campus und Karriere, Autorin: Anja Braun, gesendet am 6. November 2009.
  2. http://www.ftd.de/bildung/:grosser-bedarf-ansturm-auf-studienplatzboerse/50009265.html (Memento vom 22. September 2009 im Internet Archive). Financial Times Deutschland, "Ansturm auf Studienplatzbörse", 14. September 2009.
  3. [2]. Volksstimme, "Freie Studienplätze im Internet", Philipp Hoffmann, 1. September 2009.
  4. [3]. heise.de, "Studienplätze im Schlussverkauf: Was Restplatzbörsen bieten", 13. Juli 2010.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]