Münster (Stuttgart)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Stuttgart-Münster)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Münster
Stadtbezirk der Landeshauptstadt Stuttgart
Stadtteil-Wappen Stadtkarte
Wappen von Münster
Stuttgart-MitteStuttgart-NordStuttgart-OstStuttgart-SüdStuttgart-WestBad CannstattBirkachBotnangDegerlochFeuerbachHedelfingenMöhringenMühlhausenMünsterObertürkheimPlieningenSillenbuchStammheimUntertürkheimVaihingenWangenWeilimdorfZuffenhausenStadtbezirke und Stadtteile Stuttgarts zum Anklicken
Über dieses Bild
Liste der Stadtteile Stuttgarts
Eingemeindung: 1. Juli 1931
Höhe: 238 m ü. NHN
Bevölkerungsdichte: 2.895 Einwohner je km²
Postleitzahl: 70376
Vorwahl: 0711
Adresse des
Bezirksrathauses:
Schussengasse 10
70376 Stuttgart
Website: www.stuttgart.de
Bezirksvorsteherin: Renate Polinski
Stadtbezirk Einwohner
(Stand 2014)
Fläche
Nr. Stadtteil
Münster 6.397 221 ha
501 Münster 6.397 221 ha
Verkehrsanbindung
Regionalbahn R 11
Stadtbahn U000000000000012.000000000012 U000000000000014.000000000014
Quelle: Datenkompass Stuttgart

Koordinaten: 48° 49′ N, 9° 13′ O

Münster am Neckar ist der kleinste Stadtbezirk von Stuttgart. Er liegt im Nordosten der Landeshauptstadt, direkt am Neckar.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Münster am Neckar 1900

Die erste urkundliche Nennung stammt aus dem Jahr 1193. Münster am Neckar wurde im Zuge der Verwaltungsreform des Landes Württemberg 1818 dem Oberamt Cannstatt zugeteilt und war bis zu dessen Auflösung 1923 Teil des Neckarkreises. Danach war Münster dem Amtsoberamt Stuttgart zugeordnet bis es am 1. Juli 1931 nach Stuttgart eingemeindet und dann als Stadtteil geführt wurde.

Bei der Einteilung der Stadt Stuttgart in Stadtbezirke im Jahr 1956 wurde der Stadtteil Münster zum Stadtbezirk erklärt, der auch bei der Neugliederung der Stuttgarter Stadtteile zum 1. Januar 2001 nicht verändert wurde.

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtbezirk verfügt über einen Bahnhof an der 1896 eröffneten Güterumgehungsbahn Untertürkheim–Kornwestheim („Schusterbahn“). Die Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen erbauten das Bahnhofsgebäude als Einheitsbahnhof vom Typ IIIa.[1] Vom Bahnhof Münster ging außerdem von 1926 bis 2000 die Industriebahn nach Bad Cannstatt aus. Der 885 Meter lange Eisenbahnviadukt Stuttgart-Münster wurde 1896 als „König-Wilhelm-Viadukt“ erbaut und 1985 durch einen Neubau ersetzt. Heute verkehrt dort die Regionalzuglinie R11 (Stuttgart-Untertürkheim – Kornwestheim).

Der Stadtbezirk wird außerdem von den Linien U12 und U14 der Stadtbahn Stuttgart und der SSB-Buslinie 56 von Münster Bahnhof über Hallschlag und Bad Cannstatt zur Mercedes-Benz-Welt in das Stuttgarter Nahverkehrsnetz eingebunden.

Der Neckar wurde in den Jahren von 1928 bis 1932 kanalisiert und 1958 schiffbar gemacht.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2014
 %
40
30
20
10
0
35,4
16,9
15,7
9,3
6,0
4,8
3,7
3,3
4,9
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
+9,5
-8,6
-1,7
+0,7
+6,0
-1,1
-4,6
+0,7
-0,9

Dem Bezirksbeirat Münster gehören auf Grund der Einwohnerzahl des Stadtbezirks 10 ordentliche und ebenso viele stellvertretende Mitglieder an. Seit der letzten Kommunalwahl 2014 gilt folgende Sitzverteilung:

  • CDU: 3
  • Bündnis 90/DIE GRÜNEN: 2
  • SPD: 2
  • SÖS-LINKE-PluS: 1
  • Freie Wähler: 1
  • AfD: 1

Kirchen und Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorne Münster im Neckartal. Blick von Norden. Links Cannstatt, rechts im Hintergrund Stuttgart. Aquarell von General Eduard von Kallee vom Juni 1870.

Fotos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenkstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1960 erinnert auf dem Neuen Friedhof Burgholzstraße 70 ein Mahnmal des Bildhauers Ernst Yelin an die jüdischen Bürger der Stadt, die Opfer der Shoa wurden [2].

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Ostabfall des Schnarrenbergs, in etwa 300 Meter nach der Aubrücke findet sich eine bis zu 9 Meter hohe, nahezu senkrechte Lösswand. Das Naturdenkmal ist Bestandteil des Geologischen Lehrpfads von Bad Cannstatt und Münster (hier: Station 7).

Ehrenbürger und Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stuttgart-Münster – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rainer Stein: Der württembergische Einheitsbahnhof auf Nebenbahnen. In: Eisenbahn-Journal Württemberg-Report. Band 1, Nr. V/96. Merker, Fürstenfeldbruck 1996, ISBN 3-922404-96-0, S. 80–83.
  2. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 90