Stuttgart (Schiff, 1924)

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Stuttgart
Stuttgart
Stuttgart
Schiffsdaten
Flagge Deutsches ReichDeutsches Reich (Handelsflagge) Deutsches Reich
Schiffstyp Passagierschiff
Eigner Norddeutscher Lloyd
Bauwerft AG Vulcan, Stettin
Stapellauf 31. Juli 1923
Verbleib 9. Oktober 1943 versenkt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
167,80 m (Lüa)
Breite 19,80 m
Vermessung 13.325 BRT
Maschinenanlage
Maschine 2 Dreifachexpansions-Dampfmaschinen
Maschinen-
leistung
10.560 PS (7.767 kW)
Höchst-
geschwindigkeit
16,3 kn (30 km/h)
Propeller 2
Transportkapazitäten
Zugelassene Passagierzahl 171 I. Klasse
338 II. Klasse
594 III. Klasse

Die Stuttgart war ein Passagierdampfschiff des Norddeutschen Lloyd.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stuttgart wurde ab 1923 von der Vulkan Werft Stettin als Schwesterschiff der München für den Norddeutschen Lloyd gebaut. Am 31. Juli 1923 wurde sie in Stettin vom Stapel gelassen und startete am 15. Januar 1924 ihre Jungfernfahrt nach New York. Mit ihrer Schwester wurde die Stuttgart im Transatlantikverkehr mit drei Passagierklassen eingesetzt.[1] Sie bot Platz für 1.103 Passagiere. Anfang 1928 wurde auch ihre Passagiereinrichtung verändert und die Zahl der höherwertigen Plätze erhöht.[2] In den 1930er Jahren machte die Stuttgart nur noch selten Transatlantikreisen. 1933/34 wurde sie in Bremerhaven als Berufsschule für Seeleute genutzt. 1937 kam sie auch für Kreuzfahrten wieder in Fahrt und wurde am 1. September 1938 an die Deutsche Arbeitsfront als Einklassenschiff für 990 Passagiere verkauft. Am 23. August 1939 übernahm die Kriegsmarine die Stuttgart als Lazarettschiff.

Am 9. Oktober 1943 wurde sie in Gotenhafen bei einem amerikanischen Luftangriff schwer getroffen. Das brennende Wrack wurde auf die Ostsee geschleppt und versenkt. Bei dem Angriff starben 43 Menschen.

1999 stieß Benedykt Hac bei einer Routineuntersuchung des Bodens der Danziger Bucht auf die Überreste der Stuttgart.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Arnold Kludas: Die Geschichte der deutschen Passagierschiffahrt 1850 bis 1990. Ernst Kabel Verlag, 1986.
  • Arnold Kludas: Die Seeschiffe des Norddeutschen Lloyd 1920 bis 1970. Koehlers Verlagsgesellschaft, 1992, ISBN 3-7822-0534-0.
  • Claus Rothe: Deutsche Ozean-Passagierschiffe 1919 bis 1985. Steiger Verlag, 1987, ISBN 3-921564-97-2.
  • Reinhart Schmelzkopf: Die deutsche Handelsschiffahrt 1919–1939. Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg, ISBN 3-7979-1847-X.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stuttgart – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bild der München
  2. Bild der Stuttgart
  3. sueddeutsche.de 1. Juli 2017: Eine übel riechende, schwarze, breiige Masse, die mehr teerartiges Schweröl als Sand enthält

Koordinaten: 54° 41′ 0″ N, 16° 51′ 0″ O