Stuttgarter Nachrichten

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Stuttgarter Nachrichten – StN
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Beschreibung deutsche Tageszeitung
Verlag Stuttgarter Nachrichten Verlagsgesellschaft mbH
Erstausgabe 12. November 1946
Erscheinungsweise täglich außer sonntags
Verkaufte Auflage
(IVW 1/2016, Mo–Sa)
176.109[1] Exemplare
Reichweite (MA 2009 ) 0,58[1] Mio. Leser
Chefredakteur Christoph Reisinger
Weblink stuttgarter-nachrichten.de

Die Stuttgarter Nachrichten (StN) sind eine in Stuttgart erscheinende Tageszeitung. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich aus der baden-württembergischen Landeshauptstadt heraus in den gesamten Ballungsraum Stuttgart, der 2,8 Millionen Einwohner zählt. Im April 2011 wurde Christoph Reisinger neuer Chefredakteur.[2]

Seit dem 17. Januar 2010 betreut die Redaktion auch Sonntag Aktuell, dessen Redaktion aufgelöst wurde.

Der Sitz der Redaktion und des Verlags ist das Pressehaus Stuttgart im Stadtbezirk Möhringen.

Die verkaufte Auflage beträgt mit der Stuttgarter Zeitung zusammen 176.109 Exemplare, ein Minus von 17,6 Prozent seit 1998.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zeitung erschien erstmals am 12. November 1946 unter der Lizenz der amerikanischen Militärregierung, anfangs nur drei Mal pro Woche. Herausgeber waren Henry Bernhard, Otto Färber und Erwin Schoettle. 2015 verkündeten die Stuttgarter Zeitungen ein Zukunftsprogramm. Danach werden die Redaktionen der Stuttgarter Nachrichten und der Stuttgarter Zeitung weitgehend zusammengelegt werden.[4]

Ehemalige Chefredakteure

Auflage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Auflage der Stuttgarter Nachrichten wird gemeinsam mit der Stuttgarter Zeitung ausgewiesen. Die beiden Blätter haben wie die meisten deutschen Tageszeitungen in den vergangenen Jahren an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 17,6 Prozent gesunken.[7] Sie beträgt gegenwärtig 176.109 Exemplare.[8] Das entspricht einem Rückgang von 37.536 Stück. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 85,1 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[9]


Lokalausgaben und Kooperationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stuttgarter Nachrichten haben drei eigene Lokalausgaben:

  • Fellbacher Zeitung: erscheint in Fellbach und in Kernen im Remstal in einer Auflage von etwa 9000 Stück. Sie enthält einen sechsseitigen Lokalteil, der Lokalpolitik, Stadtgeschehen und einen eigenen Sportteil umfasst.
  • Kornwestheimer Zeitung
  • Marbacher Zeitung

Mit diesen hatten die Stuttgarter Nachrichten eine Kernauflage von 70.605 Exemplaren (IV/2005), die nicht mehr einzeln ausgewiesen wird. Hinzu kommen sieben Sublokalausgaben mit unterschiedlicher Erscheinungsweise; sie werden dem Blatt täglich oder mehrmals pro Woche als fünftes Zeitungsbuch beigefügt.

Außerdem erstellen die Stuttgarter Nachrichten die überregionalen Seiten (Mantel) folgender Lokalzeitungen in der Region Stuttgart: Backnanger Kreiszeitung, Gäubote, Heidenheimer Neue Presse, Mühlacker Tagblatt, Murrhardter Zeitung, Nürtinger Zeitung/Wendlinger Zeitung, Rems-Zeitung, Sindelfinger Zeitung/Böblinger Zeitung, Kreiszeitung Böblinger Bote, Vaihinger Kreiszeitung, Waiblinger Kreiszeitung/Schorndorfer Nachrichten/Welzheimer Zeitung/Winnender Zeitung. Des Weiteren stehen sie in redaktioneller Kooperation mit dem Schwarzwälder Boten, dem sie den überregionalen Stoff zuliefern.

Ab Januar 2010 werden die Stuttgarter Nachrichten im Rahmen einer redaktionellen Partnerschaft mit der über den Süddeutscher Verlag ebenfalls zur Südwestdeutsche Medien Holding gehörende Verlagsgruppe Hof-Coburg-Suhl (HCS) auch der Frankenpost in Hof, der Neuen Presse in Coburg, dem Freien Wort in Suhl und der Südthüringer Zeitung in Bad Salzungen überregionale Inhalte zur Verfügung stellen.[10]

Redaktions- und Ressortleiter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Chefredakteur: Dr. Christoph Reisinger
  • Stellvertretender Chefredakteur: Wolfgang Molitor
  • Chef vom Dienst: Joachim Volk, Frank Schwaibold (stv.)
  • Redaktionelle Koordination: Frank Schwaibold
  • Newsroom: Peter Trapmann
  • Politik/Landesnachrichten: Wolfgang Molitor
  • Wirtschaft: Klaus Köster
  • Kultur: Nikolai B. Forstbauer
  • Stuttgart und Region: Jan Sellner
  • Sport: Gunter Barner
  • Themenpool: Peter Trapmann
  • Gestaltung: Eva Dähne
  • Online: Rebecca Hanke
  • Partnerressort: Anette Herrmann
  • Recherche/Reportage: Frank Krause (Chefreporter)
  • Berliner Redaktion: Norbert Wallet

Redaktionelle Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Für die Aufdeckung des Fälschers der Hitler-Tagebücher der Illustrierten Stern, Konrad Kujau, wurde das Blatt mit dem Theodor-Wolff-Preis geehrt.
  • Das Sportressort wurde 2005 zum vierten Mal in Folge vom Branchen-Nachrichtendienst „Sport intern“ als beste Sportredaktion unter den deutschen Regionalzeitungen gekürt.
  • Zahlreiche Redakteure des Blattes wurden mit dem Theodor-Wolff-Preis, dem Wächterpreis der deutschen Tagespresse sowie anderen Journalistenpreisen (z. B. Ernst-Schneider-Medienpreis) ausgezeichnet.
  • Als einzige deutsche Tageszeitung haben die Stuttgarter Nachrichten mit dem „treffpunkt foyer“ seit 1970 eine regelmäßige, zwei- bis dreimal pro Jahr stattfindende Veranstaltung im Foyer der L-Bank in Stuttgart. An dieser Veranstaltung nahmen bereits unter anderem drei Bundespräsidenten (zuletzt im Juni 2006 Horst Köhler), mehrere Bundeskanzler bis zurück zu Willy Brandt sowie Sportler und Unterhaltungsstars wie Boris Becker, Michael Schumacher, Franz Beckenbauer, Thomas Gottschalk und Anne Sophie Mutter teil. Der „treffpunkt foyer“ findet vor rund 600 Zuschauern statt und wird häufig vom TV-Dokumentationskanal Phoenix übertragen.

Verlag und Verlagsgruppe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pressehaus Stuttgart, von Süden gesehen

Verlag der Stuttgarter Nachrichten ist die Stuttgarter Nachrichten Verlagsgesellschaft mbH. Sie gehört zu 80 Prozent der Südwestdeutschen Medien Holding GmbH (SWMH)#Medienholding Süd, der Obergesellschaft des Unternehmensbereichs Zeitungsgruppe Stuttgart und des Unternehmensbereich Schwarzwälder Bote Mediengesellschaft der SWMH. Die übrigen 20 % halten zu gleichen Teilen von 6⅔ % die Ebner Pressegesellschaft KG, die Beteiligungsgesellschaft der Familie Ebner (Südwest Presse), die Erbengemeinschaft Rudolph Bernhard, und Herr Mathias Hübsch-Marosczyk als Inhaber des ursprünglich von Erwin Schoettle gehaltenen Anteils.[11][12]

Die Hauptgesellschafter der SWMH sind mit je 44,36 Prozent die Medien-Union GmbH mit Sitz in Ludwigshafen und die Gruppe Württembergischer Verleger. Zum Unternehmensbereich Zeitungsgruppe Stuttgart gehört u.a. auch die Stuttgarter Zeitung. Die andere Tochtergesellschaft neben der Medienholding Süd GmbH (MSG) ist der Süddeutsche Verlag, seit die SWMH am 29. Februar 2008 ihren seit 2002 gehaltenen Anteil von 17,75 % um weitere 62,5 Prozent der auf dann 81,3 % erhöhte hatte.[13]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lobbycontrol kritisiert, dass die Zeitung sich – wie auch die Stuttgarter Zeitung – vehement zum umstrittenen Großprojekt Stuttgart 21 bekennt. Dies hänge damit zusammen, dass sie zur Südwestdeutsche Medien Holding gehöre, die wiederum finanziell vollkommen von der Landesbank Baden-Württemberg abhängig sei.[14]

Veranstaltungen für Leser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • treffpunkt foyer: Podiumsdiskussion mit Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport.
  • Forum Bildung: Podiumsdiskussion mit Experten zur Bildungspolitik.
  • mittendrin: Podiumsdiskussion mit den Verantwortlichen über kritische Themen in Stuttgart.
  • Sportcamps: Schülerinnen und Schüler trainieren einen Tag mit Profisportlern.
  • Über Kunst: Podiumsdiskussion mit Persönlichkeiten aus der Kultur.
  • Forum Gesundheit: Podiumsdiskussion mit Spezialisten zu gesundheitspolitischen Themen.
  • Aktion Weihnachten: Die Stuttgarter Nachrichten sammeln Spenden und unterstützen Bedürftige und verschiedene Initiativen.
  • Nacht der Lieder: Benefiz-Show im Theaterhaus zugunsten "Aktion Weihnachten".
  • Ballett "Aktion Weihnachten": Benefiz-Matinée mit der John Cranko Schule und dem Stuttgarter Ballett zugunsten der "Aktion Weihnachten".

Kinder- und Jugendaktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kinder-Nachrichten: Pinguin Paul ist als Chefreporter im Einsatz[15]
  • NiSch - Nachrichten in der Schule: Redakteure und Redakteurinnen kommen in den Unterricht[16]
  • Aktion Zeitungspate: Zeitungspaten spenden ein einjähriges Zeitungs-Abo für eine Schule[17]
  • Zett - die Azubi-Initiative der Stuttgarter Nachrichten: Teilnehmende Firmen finanzieren ihren Azubis für ein Jahr ein StN-Abo[18]
  • MYmoments: Jugendprojekt: Öffnet Türen für Veranstaltungen zum Blick hinter die Kulissen oder Treff mit den Promis.[19]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Zusammen mit Stuttgarter Zeitung
  2. Christoph Reisinger neuer StN-Chef, Stuttgarter Nachrichten vom 15. Dezember 2010
  3. laut IVW, erstes Quartal 2016, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  4. http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.in-eigener-sache-stuttgarter-zeitungen-verkuenden-zukunftsprogramm.3c2ba95e-3175-4059-9720-f9b19bec02be.html
  5. Rudolph Bernhard verstorben, bei bdzv.de, BDZV 2002
  6. „Branchendienst meedia.de über den Wechsel von Christoph Grote zur Oldenburgischen Volkszeitung“, Meedia, 10. Mai 2007
  7. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  8. laut IVW, erstes Quartal 2016, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  9. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)
  10. dpa/lsw: Stuttgarter Nachrichten: Mantel für weitere Zeitungen - Stuttgart - Stuttgarter Nachrichten. In: stuttgarter-nachrichten.de. 18. Juni 2009. Abgerufen am 19 April 2016.
  11. Mediendatenbank - Stuttgarter Nachrichten Verlagsgesellschaft mbH. In: kek-online.de. 2016 [last update]. Abgerufen am 30 April 2016.
  12. Günther Kress: Geradezu unschwäbische Dimensionen. In: Kress Report, 4. April 1974, S. 2. 
  13. Medienholding übernimmt Mehrheit am Süddeutschen Verlag, Spiegel Online vom 21. Dezember 2007
  14. Telepolis: Stuttgart 21 und die Immobilienlobby (25. Oktober 2010)
  15. Kinder-Nachrichten
  16. Nachrichten in der Schule
  17. Aktion Zeitungspate
  18. Zett
  19. MYmoments