Substrat (Ökologie)

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Substrat bezeichnet im ökologischen Kontext das Material, auf oder in dem ein Organismus lebt. Spezialisierte Organismen sind oft von bestimmten Substrattypen abhängig. Bestimmte Meeresorganismen sind z. B. auf Hartsubstrat (Felsen, Korallenstöcke) andere auf Weichboden angewiesen. Holz ist das Substrat, auf dem Baumpilze wachsen und in dem der Holzwurm lebt. Es konnte gezeigt werden, dass Tiere den Geruch von Substrat wahrnehmen; eine Methode, die man sich in der Forschung zunutze machen kann.[1]

Ähnliche Bedeutungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im weitergefassten ökologischen Kontext können auch ähnliche Bedeutungen von Substrat in den Fächern Bodenkunde, Gartenbau und Biologie auftreten: Der Artikel Substrat (Boden) behandelt einerseits das Ausgangsmaterial für die Bodenbildung und andererseits das (künstliche oder natürliche) Material, in dem Pflanzen wurzeln. Ein Nährmedium enthält die von Mikroorganismen und Zellen zu verstoffwechselnden chemischen Verbindungen. Substrat (Biochemie) behandelt Substrat als chemische Verbindung, die in einer von einem Enzym katalysierten Reaktion umgesetzt wird.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Denis Meuthen, Sebastian A. Baldauf, Theo C. M. Bakker, Timo Thünken: Substrate-treated water: A method to enhance fish activity in laboratory experiments. In Aquatic Biology. Volume 13, 2011. S. 35–40.