Succinaldehyd

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Strukturformel
Strukturformel von Succinaldehyd
Allgemeines
Name Succinaldehyd
Andere Namen
  • 1,4-Butandial
  • Butan-1,4-dial
  • Succindialdehyd
Summenformel C4H6O2
CAS-Nummer 638-37-9
PubChem 12524
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit mit stechendem, leicht süßlichem Geruch[1][2]

Eigenschaften
Molare Masse 86,09 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

1,07 g·cm−3 (18 °C)[1]

Siedepunkt

169-170 °C[1]

Löslichkeit

leicht löslich in Wasser[1]

Brechungsindex

1,4262 (18 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Succinaldehyd ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Aldehyde.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Succinaldehyd kann durch Reaktion von Distickstofftrioxid mit seinem Dioxim gewonnen werden.[4] Es kann auch durch Ozonolyse von 1,5-Hexadien gewonnen werden.[5]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Succinaldehyd ist eine farblose Flüssigkeit mit stechendem, leicht süßlichem Geruch, die leicht löslich in Wasser ist. Sie neigt zur Polymerisation, besonders durch Wärme.[1] Es reagiert wie ein typisches Dialdehyd und bildet mit Phosphorpentoxid, Ammoniak und Phosphorpentasulfid das zugehörige Furan, Pyrrol und Thiophen.[5]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Succinaldehyd wurde als Entwicklersubstanz in der analogen Fotografie verwendet.[1] Es wirkt als Biozid und ist in Desinfektionsmitteln enthalten.[6][7]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g Werner Baumann: Fotochemikalien: Daten und Fakten zum Umweltschutz. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-78519-1, S. 207 (books.google.de).
  2. PI Chemicals: MSDS Succinaldehyde
  3. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  4. Dihydric Alcohols, Their Oxidation Products and Derivatives: A Modern Comprehensive Treatise. Elsevier, 2016, ISBN 978-1-4832-2131-1, S. 62 (books.google.de).
  5. a b Amit Arora: Aliphatic Organic Chemistry. Discovery Publishing House, 2006, ISBN 978-81-8356-188-4, S. 189 (books.google.de).
  6. Directory of Microbicides for the Protection of Materials: A Handbook. Springer Science & Business Media, 2005, ISBN 978-1-4020-2817-5 (books.google.de).
  7. Schülke & Mayr: Sicherheitsdatenblatt Gigasept FF