Suchý Důl

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Suchý Důl (Begriffsklärung) aufgeführt.
Suchý Důl
Wappen von Suchý Důl
Suchý Důl (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Královéhradecký kraj
Bezirk: Náchod
Fläche: 1327 ha
Geographische Lage: 50° 32′ N, 16° 16′ OKoordinaten: 50° 32′ 21″ N, 16° 16′ 20″ O
Höhe: 489 m n.m.
Einwohner: 413 (1. Jan. 2017)[1]
Postleitzahl: 549 54 - 549 62
Verkehr
Straße: Police nad Metují - Suchý Důl
Struktur
Status: Gemeinde
Ortsteile: 2
Verwaltung
Bürgermeister: Vítězslav Vítek (Stand: 2008)
Adresse: Suchý Důl 145
549 62 Suchý Důl
Gemeindenummer: 574490
Website: www.suchydul.cz

Suchý Důl (deutsch Dörrengrund) ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt 16 Kilometer nordöstlich von Náchod und gehört zum Okres Náchod.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Suchý Důl erstreckt sich am westlichen Fuße des Hauptkammes des Falkengebirges entlang des Flüsschens Ledhujka. Nördlich erheben sich der Kluček (614 m) und der Supí hnízdo (Geierskorb, 702 m), im Westen der Modrý kámen (686 m) und südwestlich die Velká Kupa (708 m).

Nachbarorte sind Hlavňov im Norden, Křinice im Nordosten, Martínkovice im Osten, Slavný im Südosten, Bělý im Süden, Velká Ledhuje im Südwesten, Police nad Metují im Westen sowie Bukovice im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Suchý Důl 1980

Der im Zuge der Urbarmachung des Gebietes durch das Kloster Břevnov von deutschen Kolonisten um 1253 gegründete Ort wurde 1395 erstmals urkundlich erwähnt. Dörrengrund war das größte Dorf der dem Stift Braunau gehörigen Herrschaft Politz. Verwaltet wurde der Ort von der Scholtissei (šolcovna), einem Erbgerichtshof. 1561 gründete der Braunauer Abt Jan Chotovský das Dorf Klein Labnay.

Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften bildete Dörrengrund/Suchý Důl ab 1850 eine Gemeinde im Bezirk Braunau. Ab 1938 kam die Gemeinde zum Okres Náchod und nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zum Okres Broumov zurück. 1961 erfolgte die Aufhebung des Okres Broumov; Suchý Důl wurde in den Okres Náchod eingegliedert und gleichzeitig erfolgte die Eingemeindung von Slavný. Im Jahre 1986 verlor Suchý Důl seine Selbständigkeit und wurde zum Ortsteil von Police nad Metují. Seit dem 1. September 1990 besteht die Gemeinde wieder.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Suchý Důl besteht aus den Ortsteilen Slavný (Klein Labnay) und Suchý Důl (Dörrengrund).

Partnergemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Statuengruppe der Hl. Dreifaltigkeit
  • Kapelle Maria Lourdes im Wald Ochozský les nordwestlich des Dorfes, errichtet 1883–1884
  • Hölzerne Wallfahrtskapelle im Wald Ticháčký les nordwestlich des Dorfes. Sie wurde 1897 erbaut, nachdem der 14-jährigen Christina Ringl zwischen 1892 und 1895 dort 23 Mal die Jungfrau Maria erschienen sein soll. Nach einem Brand 2010 wurde sie wieder aufgebaut und am 8. Juli 2012 durch den Prager Erzbischof Dominik Duka unter Assistenz des Bischofs Jan Vokál geweiht[2].
  • Kreuzweg mit Rosenkranztreppe an einer Quelle, geschaffen 1893
  • Teufelsstein (Čertova skála), an der oberen Kapelle, Aussichtspunkt
  • Albendorfer Weg mit Gedenksteinen und Kreuzen, südlich des Dorfes
  • 300-jährige Linde im Dorf

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Suchý Důl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2017 (PDF; 371 KiB)
  2. Kladské Pomezí, Léto 2012, S. 18