Suderburg

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde in Niedersachsen. Siehe auch: Sudburg bzw. Sudenburg.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Suderburg
Suderburg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Suderburg hervorgehoben
Koordinaten: 52° 54′ N, 10° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Uelzen
Samtgemeinde: Suderburg
Höhe: 70 m ü. NHN
Fläche: 128,68 km2
Einwohner: 4549 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 35 Einwohner je km2
Postleitzahl: 29556
Vorwahl: 05826
Kfz-Kennzeichen: UE
Gemeindeschlüssel: 03 3 60 023
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstr. 54
29556 Suderburg
Webpräsenz: www.suderburg.de
Bürgermeister: Hans-Hermann Hoff (Grüne)
Lage der Gemeinde Suderburg im Landkreis Uelzen
Sachsen-Anhalt Landkreis Celle Landkreis Gifhorn Landkreis Harburg Landkreis Lüchow-Dannenberg Landkreis Lüneburg Wriedel Wriedel Landkreis Heidekreis Altenmedingen Bad Bevensen Bad Bodenteich Barum (Landkreis Uelzen) Bienenbüttel Ebstorf Ebstorf Gerdau Eimke Emmendorf Gerdau Gerdau Hanstedt (Landkreis Uelzen) Himbergen Jelmstorf Lüder (Lüneburger Heide) Natendorf Oetzen Rätzlingen (Niedersachsen) Römstedt Rosche Schwienau Soltendieck Wrestedt Stoetze Suderburg Suderburg Suhlendorf Uelzen Uelzen Weste (Niedersachsen) Wrestedt Wrestedt WriedelKarte
Über dieses Bild
St.-Remigius-Kirche
Korporationshaus an der Burgstraße

Suderburg ist eine Gemeinde inmitten der Lüneburger Heide im Landkreis Uelzen, Niedersachsen. In der Gemeinde Suderburg, die zur Samtgemeinde Suderburg gehört, leben rund 4500 Einwohner bei etwa 1400 Studenten.[2]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Suderburg besteht aus Suderburg und den Ortschaften Bahnsen, Böddenstedt, Hamerstorf, Hösseringen, Holxen und Räber.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1004 wurde der Ort Sutherburg das erste Mal urkundlich erwähnt.

Im Jahre 1957 wurden die Dörfer Graulingen, Oldendorf I und Suderburg zum heutigen Suderburg zusammengefasst.

Im Jahre 1847 wurde die Bahnstrecke CelleUelzenLüneburgHarburgWilhelmsburg in Betrieb genommen. 1850 erhielt Suderburg einen 1859 erweiterten Bahnhof.

Suderburger Bauern entwickelten vermutlich gegen Ende des 18. Jahrhunderts eine spezielle Technik der Wiesenbewässerung, den sogenannten Suderburger Rückenbau, die sich weit verbreitete. Diese Bewässerungstechnik wurde ab 1853 in der dafür gegründeten Wiesenbauschule weiterentwickelt.[3]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Bahnsen, Böddenstedt, Hamerstorf, Holxen, Hösseringen und Räber eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohnerentwicklung der Gemeinde Suderburg inkl. Ortsteile:

  • 1961: 4257 Einwohner[4]
  • 1970: 4273 Einwohner[4]
  • 1994: 4494 Einwohner
  • 2003: 4699 Einwohner[5]
  • 2011: 4534 Einwohner
  • 2015: 4549 Einwohner
  • 2016: 4487 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus an der Bahnhofstraße

Der Rat der Gemeinde Suderburg setzt sich aus 15 Ratsmitgliedern zusammen.

Die Ergebnisser der letzten drei Kommunalwahlen:

  • 2006: CDU 8 Sitze, SPD 6 Sitze, Grüne 1 Sitz
  • 2011: CDU 5 Sitze, SPD 4 Sitze, Grüne 2 Sitze, WSL[6] 3 Sitze, Einzelbewerber 1 Sitz
  • 2016: CDU 5 Sitze, SPD 3 Sitze, Grüne 2 Sitze, WSL* 4 Sitze, Einzelbewerber 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister der Gemeinde Suderburg ist seit 2011 Hans-Hermann Hoff (Grüne).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Wassermühle an der Hardau in Suderburg fand 1577 erste Erwähnung und wurde bis 1973 betrieben.
  • St.-Remigius-Kirche ist eine kleine Fachwerkkirche aus dem 18. Jahrhundert mit einem Rundturm, der um 1000 n. Chr. aus Feldsteinen errichtet wurde.
  • Das Museumsdorf Hösseringen zeigt auf einem Gelände von 100.000 m² wesentliche Bautypen des niederdeutschen Hallenhauses.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der VfL Suderburg v. 1912 e.V. ist ein Sportverein mit mehr als 1100 Mitgliedern in 16 Sparten. Der Verein richtet an jedem 2. Sonntag im November einen Herbstlanglauf aus, an dem mehr als 1000 Läufer auf Strecken zwischen 400 m und Marathon starten. Der Herbstlanglauf zählt zu den 100 größten Laufveranstaltungen in Norddeutschland. Des Weiteren findet jeweils im September ein Radwettbewerb statt: Einzelzeitfahren über 30 km.[7]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die GEREP Maschinenbau GmbH fertigt in Suderburg hydraulische Stoßdämpfer und gilt als Spezialist für die Vibrationsdämpfung.
  • Suderburg ist Standort der Valenzi GmbH & Co. KG. Das Unternehmen verarbeitet Wildpilze, Waldfrüchte und Suppeneinlagen und beschäftigt vor Ort über 80 Personen.
  • Die Wildnissport GmbH betreibt einen europaweiten Versand- und Einzelhandel für Outdoor-Ausrüstung und beschäftigt rund 20 Personen.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Die Zeitung“ ist eine unabhängige Monatszeitung mit amtlichen Mitteilungen, die seit Juni 1994 in Suderburg entsteht und monatlich in der Samtgemeinde Suderburg mit einer Auflage von 4.500 Exemplaren verbreitet wird.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochschulcampus Suderburg

Suderburg ist Standort der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften. Die frühere Wiesenbauschule Suderburg war Teil der Fachhochschule Nordostniedersachsen und bildet schwerpunktmäßig in den Bereichen Umwelttechnik bzw. Wasserbau/Wasserwirtschaft, Bauingenieurwesen, Handel und Logistik, Soziale Arbeit sowie einem Online-Studiengang Betriebswirtschaftslehre aus. Seit 2011 gibt es außerdem den noch jungen Studiengang Angewandte Informatik. Im Ort gibt es überdies eine Grund- und eine Oberschule.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Suderburg liegt an der Bahnstrecke Hannover–Hamburg und wird von der metronom Eisenbahngesellschaft im Stundentakt mit Hannover und Uelzen verbunden (Hannover ist per Bahn in etwa 50 Minuten zu erreichen).

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ernst Andreas Friedrich: Die einstige Suderburg, S. 76–78, in: Wenn Steine reden könnten. Band IV, Landbuch-Verlag, Hannover 1998, ISBN 3-7842-0558-5
  • Rolf Hillmer: Natur- und Kulturdenkmäler im Raum Suderburg. Becker Verlag Uelzen, 120 Seiten, Uelzen 1982
  • Adolf Hillmer: Chronik Suderburg – Oldendorf I Band I. Gemeinde Suderburg Selbstverlag, Suderburg 1983
  • Adolf Hillmer: Chronik Suderburg – Oldendorf I Band II. Gemeinde Suderburg Selbstverlag, Suderburg 1984
  • Adolf Hillmer: Chronik Suderburg – Oldendorf I Band III. Gemeinde Suderburg Selbstverlag, Suderburg 1984
  • Rolf Hillmer: Geschichte der Gemeinde Suderburg. C. Becker Verlag, Uelzen 1986, 246 Seiten
  • Rolf Hillmer: Die Besitzerfolgen in älterer Zeit auf den Höfen im Kirchspiel Suderburg. Gemeinde Suderburg Selbstverlag, Suderburg 1987, 508 Seiten
  • Rolf Hillmer und Gerhard Müller: Suderburg in alten Ansichten. Europäische Bibliothek Zaltbommel / Niederlande 1989, 80 Seiten, ISBN 90 288 4822 3
  • Rolf Hillmer und Gerhard Müller: Suderburg in alten Ansichten Band 2. Europäische Bibliothek Zaltbommel / Niederlande 1995, 80 Seiten, ISBN 90 288 60 75 4
  • Ulf Wendler: Ländliche Gesellschaft zwischen Kirche und Staat. Das Kirchspiel Suderburg in der Lüneburger Heide, Landwirtschaftsmuseum Lüneburger Heide, 1999, ISBN 3-934057-06-3
  • Tilman Grottian: Geschichte der Gemeinde Suderburg. Suderburg 2004, 212 Seiten, ISBN 3-931824-33-0

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Suderburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Suderburg – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. www.az-online.de
  3. Wiesenbauschule Suderburg
  4. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 239.
  5. www.suderburg.de
  6. WSL: Wählergemeinschaft Suderburger Land
  7. http://www.vfl-suderburg.de/