The Sugarhill Gang

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The Sugarhill Gang (2007)

The Sugarhill Gang ist eine US-amerikanische Hip-Hop-Band aus Englewood, New Jersey, zusammengestellt von Sylvia Robinson, der Leiterin des Sugarhill Labels. Mitglieder waren Big Bank Hank (Henry Jackson), Wonder Mike und Master Gee.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rap hatte sich in den 1970er Jahren besonders in der Gegend von New York entwickelt, es gab aber nur wenige Aufnahmen und die Musikindustrie sah noch kein Potenzial in der Veröffentlichung der neuen Musik. Erst Sylvia Robinson, selbst Musikerin und Gründerin des Labels Sugar Hill Records, wollte 1979 den Straßentrend professionell umsetzen. Sie und ihr Sohn Joey sollen auf die drei Rapper in einer Pizzeria in Englewood in New Jersey gestoßen sein, wo Henry Jackson während der Arbeit rappte und seine Freunde Guy O’Brien und Michael Wright vorbeischauten.[1] Die drei MCs mit den Künstlernamen Big Bank Hank, Master Gee und Wonder Mike wurden nach dem Label Sugarhill Gang benannt und die Robinsons schrieben und produzierten mit ihnen den Rapsong Rapper’s Delight. Unterlegt wurde er mit dem Beat aus dem Nummer-eins-Hit Good Times der Discoband Chic. Er wurde der erste kommerziell erfolgreiche Hip-Hop-Song in den Top 40 der US-Singlecharts. In den R&B-Charts der USA erreichte das Lied Platz 4. Noch erfolgreicher war das Stück in Europa, wo es in vielen Ländern auf Platz 2 oder 3 der offiziellen Charts kam. Das anschließend veröffentlichte Album, das nach der Hitsingle benannt wurde, war aber nur noch in Deutschland und Norwegen erfolgreich und war auch mehr ein R&B-, als ein Hip-Hop-Album.

Die US-Version des Albums, das den Namen der Band als Titel trug, erreichte Platz 32 der R&B-Charts und ein Jahr später hatte die Sugarhill Gang mit 8th Wonder einen weiteren Charthit in der Heimat. Ein Jahr darauf war ein Stück, das auf dem Instrumental Apache von Jerry Lordan basierte, erfolgreich. Und ein weiteres halbes Jahr später folgte das zweite Album der Band mit dem Titel 8th Wonder, mit dem sie es auch in die Albumsverkaufscharts schafften. Es war ihre letzte Platzierung in den offiziellen US-Charts. Während der Hip Hop immer populärer wurde, verpasste die Sugarhill Gang den Anschluss.[2] 1983 hatten sie noch drei kleinere Hits in den R&B-Charts, die es aber nicht über Platz 50 hinauskamen. Auch Platz 54 für The Lover in You in den UK-Charts blieb eine Ausnahme. Die folgenden drei Alben Rappin’ Down Town, Livin’ in the Fast Lane und eine Greatest-Hits-Compilation blieben erfolglos. Nach der Single Work, Work, the Body 1985 trennte sich das Trio.[3]

Die Sugarhill Gang blieb zwar weiterhin erhalten, war aber nur noch ein Projekt von Big Bank Hank und Label-Jungchef Joey Robinson. Wenn etwas Neues erschien, dann waren das meist Neuauflagen der Hits wie der ’89er Remix von Rappers Delight, der unter anderem in Großbritannien und Neuseeland noch einmal in die Charts kam. Um die Jahrtausendwende folgten mehrere Veröffentlichungen in alter Besetzung zusammen mit Grandmaster Flash und mit Jump on It ein Rap-Album für Kinder. Des Weiteren gab es Gastauftritte gemeinsam und einzeln, z.B. von Wonder Mike beim Charthit Lala Song von Bob Sinclar. In der Serie Scrubs – Die Anfänger hatten sie in der vierten Staffel einen Gastauftritt.

Am 11. November 2014 starb Henry Jackson alias Big Bank Hank im Alter von 58 Jahren an Krebs.[3]

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wonder Mike (eigentlich Michael Wright)
  • Big Bank Hank (eigentlich Henry Lee Jackson, * 11. Januar 1956 in New York, † 11. November 2014 in Englewood)[1]
  • Master Gee (eigentlich Guy O’Brien)

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[4][5][6] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Vereinigte StaatenVereinigte Staaten R&B
1980 Rapper’s Delight (DE) /
Sugarhill Gang (US)
13
(12 Wo.)
32
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 1980
1982 8th Wonder 50
(18 Wo.)
15
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: Januar 1982

weitere Alben

  • 1983: Rappin’ Down Town
  • 1984: Livin’ in the Fast Lane
  • 1999: Jump on It!
  • 2009: Rapper’s Delight (CD + DVD)

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1984: Greatest Hits
  • 1989: Rappers Delight
  • 1989: Rappers Delight (Hip Hop Remix ’89)
  • 1990: The Greatest Hits of the Sugarhill Gang
  • 1990: Rapper’s Delight (The Mega-Mix 1979–1990 incl. All the Hits !)
  • 1991: Rapper’s Delight – The Greatest Hits
  • 1996: Rapper’s Delight: The Best of Sugarhill Gang
  • 1997: Grandmaster Flash vs. The Sugarhill Gang (Grandmaster Flash vs. The Sugarhill Gang)
  • 1999: Back to the Old School – Rapper’s Delights
  • 1999: Hits
  • 1999: The Showdown (The Sugarhill Gang vs. Grandmaster Flash & the Furious Five)
  • 2000: The Greatest Hits (The Sugarhill Gang vs. Grandmaster Flash)
  • 2002: The Message – The Best of Grandmaster Flash & the Sugarhill Gang (mit Grandmaster Flash)
  • 2004: The Greatest Hits of Sugarhill Gang (2004 Tour)

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[4][7][8][9] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Vereinigte StaatenVereinigte Staaten R&B Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dance
1979 Rapper’s Delight
Sugarhill Gang
3
(25 Wo.)
5
(12 Wo.)
2
(11 Wo.)
3 Silber
(14 Wo.)
36
(12 Wo.)
4
(19 Wo.)
14
(18 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1979
R&B Hall of Fame
Platz 251 der Rolling Stone 500 (Liste 2010)[10]
Platz 162 der Songs of the Century (RIAA, Liste 2001)[11]
erste erfolgreiche Rap-Platte
Rhythmus basiert auf Chics Good Times, 1979
1981 8th Wonder
8th Wonder
82
(9 Wo.)
15
(18 Wo.)
38
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 1980
1981 Showdown
8th Wonder
49
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 1981
The Furious Five meets the Sugarhill Gang
1981 Apache
8th Wonder
53
(11 Wo.)
13
(17 Wo.)
51
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1981
Rapversion von Jørgen Ingmann Instrumental Apache, 1960
1982 The Lover in You
Rappin’ Down Town
54
(3 Wo.)
55
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juli 1982
1983 The World Is Out
Rappin’ Down Town
71
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1983
1983 Kick It Live from 9 to 5
Rappin’ Down Town
50
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 1983
1984 Livin’ in the Fast Lane
Livin’ in the Fast Lane
78
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: Mai 1984
1986 Rappers Delight / We Got the Funk
Rappin’ Down Town
78
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: Januar 1986+
Splitsingle, B-Seite: Positive Force
1989 Rappers Delight ’89 58
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1989
2009 Lala Song 55
(5 Wo.)
68
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 2009
Bob Sinclar feat. Hendogg, Master Gee und
Wonder Mike from the Original Sugarhill Gang

weitere Singles

  • 1979: Bad News
  • 1980: Rapper’s Reprise (Jam-Jam)
  • 1980: Hot Hot Summer D
  • 1980: Here I Am
  • 1982: Funk Box
  • 1983: Be a Winner
  • 1984: Troy
  • 1985: The Down Beat
  • 1985: Work, Work, the Body
  • 1990: Voules-vous cha cha? (Albert with the Sugarhill Gang)
  • 1994: Boyz from da Hill

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Big Bank Hank obituary, Angus Batey, The Guardian, 17. November 2014
  2. Now what you hear is not a test: The story of the Sugarhill Gang, Kareem Gantt, AXS, 25. August 2015
  3. a b Sugarhill Gang Rapper Big Bank Hank Dead at 58, Christopher R. Weingarten, Rolling Stone, 11. November 2014
  4. a b Chartquellen: Singles Alben UK Billboard Hot 100
  5. The Billboard Albums von Joel Whitburn, 6th Edition, Record Research 2006, ISBN 0-89820-166-7.
  6. Joel Whitburn: Top R&B Albums 1965–1998, ISBN 0-89820-134-9
  7. Gold-/Platin-Datenbank UK
  8. Joel Whitburn: Hot R&B Songs 1942–2010: 6th Edition, ISBN 978-0-89820-186-4
  9. Joel Whitburn: Hot Dance/Disco 1974–2003, ISBN 978-0-89820-156-7
  10. RS500 Songs (Liste 2010)
  11. Songs of the Century, RIAA (Liste 2001)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]