Sulzberg (Vorarlberg)

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Sulzberg
Wappen von Sulzberg
Sulzberg (Vorarlberg) (Österreich)
Sulzberg (Vorarlberg)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Vorarlberg
Politischer Bezirk: Bregenz
Kfz-Kennzeichen: B
Fläche: 23,04 km²
Koordinaten: 47° 31′ N, 9° 55′ O47.5205555555569.91222222222221015Koordinaten: 47° 31′ 14″ N, 9° 54′ 44″ O
Höhe: 1015 m ü. A.
Einwohner: 1.747 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte: 76 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6934
Vorwahl: 05516
Gemeindekennziffer: 8 02 38
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorf 1
6934 Sulzberg
Website: www.sulzberg.at
Politik
Bürgermeister: Helmut Blank (ÖVP)
Gemeindevertretung: (2010)
(18 Mitglieder)
10 ÖVP
3 Thaler Liste
5 Zukunft Sulzberg
Lage der Gemeinde Sulzberg im Bezirk Bregenz
Alberschwende Andelsbuch Au Bezau Bildstein Bizau Bregenz Buch Damüls Doren Egg Eichenberg Fußach Gaißau Hard Hittisau Höchst Hörbranz Hohenweiler Kennelbach Krumbach Langen bei Bregenz Langenegg Lauterach Lingenau Lochau Mellau Mittelberg Möggers Reuthe Riefensberg Schnepfau Schoppernau Schröcken Schwarzach Schwarzenberg Sibratsgfäll Sulzberg Warth Wolfurt VorarlbergLage der Gemeinde Sulzberg (Vorarlberg) im Bezirk Bregenz (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Gemeinde Sulzberg, Blick von Bücher
Gemeinde Sulzberg, Blick von Bücher
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Sulzberg ist eine Gemeinde im Bezirk Bregenz in der Region Bregenzerwald in Österreich in Vorarlberg und hat 1747 Einwohner (Stand 31. Dezember 2013).

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Sulzberg befindet sich auf dem Gipfel des gleichnamigen, maximal 1041 m hohen[1] Berges, im äußersten Norden des Bregenzerwaldes (Bregenzerwald in Skizze rot eingezeichnet).

Nachbargemeinden:

Sulzberg grenzt im Nordosten an die deutschen Nachbargemeinden Oberreute (im Landkreis Lindau (Bodensee)) und Oberstaufen (Oberallgäu). Die Ortsmitte der Gemeinde Sulzberg befindet sich auf 1015 m Höhe. Umliegende Gebiete Sulzbergs befinden sich auf Höhen von 530 bis 1050 m ü. A..

Zur Gemeinde Sulzberg gehört der weiter im Norden befindliche Ort Thal. Er befindet sich, wie der Name bereits andeutet, in einem Tal und grenzt ebenfalls an das bayerische Westallgäu.

Sulzberg

Sulzberg ist Mitglied des deutsch-österreichischen Gemeinschaftprojekts Naturpark Nagelfluhkette.

Ausblick[Bearbeiten]

Von Sulzberg aus kann man an einem klaren Tag zum Süden hin den ganzen Bregenzerwald überblicken. Im Hintergrund ist dabei das Bergpanorama Vorarlbergs zu sehen. Beim Blick in den Norden sieht man das benachbarte Deutschland mit seinem Allgäu.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ortsnamen „Sulzeberg“ wurde 1249 erstmals urkundlich genannt. Um 1400 wurden „Smaltzhuben uff dem Sultzberg“ erwähnt, die an den Grafen von Bregenz Schmalz und Käse zu liefern hatten. Im Spätmittelalter wurde Sulzberg selbständige Pfarrei sowie Gerichtsort für das Gebiet Sulzberg-Doren, Riefensberg und Oberlangenegg.

Mit einer 1772 durchgeführten Vereinödungsaktion wurden geschlossene Hofgüter geschaffen und damit die bäuerlichen Besitz- und Bewirtschaftungsverhältnisse wesentlich verbessert. Neben dieser ausgeweiteten Streubesiedlung entwickelte sich auf der Anhöhe des Bergrückens der für Sulzberg charakteristische, vorwiegend aus Gasthöfen gebildete Ortskern.

Die Habsburger regierten die Orte in Vorarlberg wechselnd von Tirol und Vorderösterreich (Freiburg im Breisgau) aus. Von 1805 bis 1814 gehörte der Ort zu Bayern, dann wieder zu Österreich. Die Gemeindegrenze gegenüber den allgäuer Nachbarorten ist seit 1814 Staatsgrenze. Die Ortschaft Thal gehörte pfarrlich von 1785 bis 1820 zu Scheffau, von 1820 bis 1881 zu Sulzberg und ist seither eigene Pfarrei. Zum österreichischen Bundesland Vorarlberg gehört Sulzberg seit dessen Gründung 1861. Der Ort war 1945 bis 1955 Teil der französischen Besatzungszone in Österreich.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Starkes Bevölkerungswachstum im 18. und 19. Jahrhundert machte die Gemeinde mit dem bis 1847 zu Sulzberg gehörenden Gebiet von Doren früher zur bevölkerungsstärksten Gemeinde des Bregenzerwaldes (1754: 1.200 Einwohner, 1837: 2.539 Einwohner).

Seit Beginn dieses Jahrhunderts und besonders ab 1950 erklärt sich die Bevölkerungsentwicklung durch fortschreitende Verbesserung der Straßenverbindungen in alle Richtungen und durch die Anlage von Güterwegen.


Der Ausländeranteil lag Ende 2002 bei 8,5 Prozent.

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeindevertretung besteht aus 18 Mitgliedern. Nach der Wahl 2010 erreichte die ÖVP - Bürgerliste Sulzberg 10 Mandate, die Thaler Liste 3 und die Zukunft Sulzberg - Offene und parteiunabhängige Bürgerliste 5 Mandate. Bürgermeister ist Helmut Blank von der ÖVP. Die Gemeindeeinnahmen aus Steuern und sonstigen Abgaben lagen 2001 bei 1.555.762 €, die gemeindlichen Ausgaben bei 2.939.775 €. Der Schuldenstand betrug 2001 2.375.895 €.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde Sulzberg zeigt in einem silberne Schilde einen schwarzen, vorwärts gewendeten Ochsenkopf über einem grünen Dreiberg. Die Verleihung des Wappens durch die Vorarlberger Landesregierung erfolgte am 1. Februar 1929. Voraussichtlich ist das von Kirchenarchivar Andreas Ulmer entworfene Wappen auf den landwirtschaftlichen Ausbau des Sulzberges zurückzuführen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sulzberg (Vorarlberg)
Heiliger Laurentius - Pfarrkirche
Altes Pfarrhaus in Sulzberg, daneben die Marienlinde
  • Kapelle St. Leonhard: Von den insgesamt 13 Kapellen Sulzbergs ist die kunsthistorisch bemerkenswerte Kapelle St. Leonhard aus dem Jahre 1497 hervorzuheben. Sie steht unweit der heutigen Sulzberger Pfarrkirche an der Straße nach Doren. Das Kirchlein gehörte ursprünglich zum Kloster Kempten. Während des Dreißigjährigen Krieges nutzten die Schweden 1647 die Kapelle als Pferdestall. Die einzigartigen Fresken der Kapelle sowie die Altäre und Holzdecken aus der frühbarocken Zeit sind erhalten geblieben. Die Kapelle war lange Zeit ein beliebter Wallfahrtsort. Von 1980 bis 2006 war die Kapelle unbenutzbar. Seit November 2006 strahlt die Kapelle St. Leonhard in neuem Glanz.

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

  • Marienlinde: Ein Naturdenkmal von Sulzberg ist die über 400 Jahre alte Marienlinde. Sie beherbergt in ihrem Stamm eine Marienstatue, mit der Aufschrift: „Maria vom Sieg, beende den Krieg und schütze uns mit deinem Kinde aus der Marienlinde.“

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Fronleichnam: Tag der Traditionsschützen
  • 25. November: Kathrine (Patrozinium)

Sport[Bearbeiten]

Der örtliche Fußballclub FC Sulzberg spielt in der höchsten Liga des Landes, der Vorarlbergliga. Erfolgreich sind die Langläufer, besonders der Nachwuchs. 2003 wurden in Sulzberg die Österreichischen Langlauf-Meisterschaften für Schüler und Jugend ausgetragen, 2004 die Österreichischen Langlauf-Meisterschaften in der allgemeinen Klasse.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Am Ort gab es im Jahr 2003 31 Betriebe der gewerblichen Wirtschaft mit 178 Beschäftigten und 18 Lehrlingen. Lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige gab es 616. Tourismus und Fremdenverkehr sind wichtig. Im Tourismusjahr 2001/2002 gab es insgesamt 37.114 Übernachtungen. Landwirtschaft spielt eine wichtige Rolle. Der Anteil der landwirtschaftlichen Flächen an der Gesamtfläche liegt bei 61,8 %.

Öffentliche Einrichtungen und Vereine[Bearbeiten]

  • Bibliothek, Lesestube
  • Bürgerschützen Sulzberg
  • Fußballclub Sulzberg
  • Freiwillige Feuerwehr Sulzberg
  • Bürgermusikverein Sulzberg
  • Schiverein Sulzberg
  • Tennisclub Sulzberg

Bildung[Bearbeiten]

Am Ort gibt es eine Volksschule, die (Stand Januar 2007) 81 Schüler besuchen. Die Sulzberger/innen müssen die Hauptschule im benachbarten Doren besuchen. In Sulzberg gibt es zudem 2 Kindergärten und eine Spielgruppe für Kleinkinder.

Galerie[Bearbeiten]

Blick Richtung Süden von Sulzberg aus
Blick auf den Schönenbühl

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter:

  • Johann Conrad Blank (* 1747 in Sulzberg (Vorarlberg); † 1827 in Wien); österreichischer Abbé, k.k. Rat und Mathematiker.
  • Konrad Blank (* 1931), österreichischer Politiker (ÖVP), ehemaliger Landesrat und Landtagsabgeordneter


Personen mit Beziehung zum Ort:

  • Alois Negrelli, Ritter von Moldelbe (* 1799 in Fiera di Primiero; † 1858 in Wien) ein österreichischer Ingenieur und Pionier des Verkehrsbaus, der in der Planungsphase für den Bau des Suezkanals eine entscheidende Rolle spielte, war auch Architekt für den Neubau der Pfarrkirche von Sulzberg (1828-1829) im Empirestil.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hansjörg Dongus: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 187/193 Lindau/Oberstdorf. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1991. → Online-Karte (PDF, 6 MB)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sulzberg (Vorarlberg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien