Sulzfeld (im Grabfeld)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Sulzfeld
Sulzfeld (im Grabfeld)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sulzfeld hervorgehoben

Koordinaten: 50° 16′ N, 10° 24′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Rhön-Grabfeld
Verwaltungs­gemeinschaft: Bad Königshofen im Grabfeld
Höhe: 302 m ü. NHN
Fläche: 22,51 km2
Einwohner: 1704 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 76 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97633
Vorwahlen: 09761, 09724Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: NES, KÖN, MET
Gemeindeschlüssel: 09 6 73 173
Gemeindegliederung: 10 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Josef-Sperl-Straße 3
97631 Bad Königshofen i.Grabfeld
Website: www.sulzfeldgrabfeld.de
Bürgermeister: Jürgen Heusinger (Christliche Wählervereinigung)
Lage der Gemeinde Sulzfeld im Landkreis Rhön-Grabfeld
FladungenHausen (Rhön)Bundorfer ForstBurgwallbacher ForstForst Schmalwasser-NordForst Schmalwasser-SüdMellrichstadter ForstSteinacher Forst rechts der SaaleSulzfelder ForstWeiglerWillmarsNordheim vor der RhönSondheim vor der RhönStockheim (Unterfranken)MellrichstadtMellrichstadtOstheim vor der RhönOberelsbachBischofsheim an der RhönBischofsheim an der RhönSandbergSchönau an der BrendHohenrothNiederlauerBurglauerStrahlungenSalz (Unterfranken)BastheimOberstreuUnslebenWollbach (Unterfranken)Bad Neustadt an der SaaleHeustreuHendungenHollstadtRödelmaierWülfershausen an der SaaleHöchheimSaal an der SaaleAubstadtHerbstadtTrappstadtGroßeibstadtGroßbardorfSulzfeld (im Grabfeld)Bad Königshofen im GrabfeldBad Königshofen im GrabfeldSulzdorf an der LederheckeThüringenLandkreis HaßbergeLandkreis SchweinfurtHessenLandkreis Bad KissingenKarte
Über dieses Bild

Sulzfeld ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Bad Königshofen im Grabfeld. Sulzfeld ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sulzfeld liegt in der Region Main-Rhön im Grabfeld am Fuße der Haßberge.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sulzfeld gliedert sich in zehn Ortsteile:[2]

Es gibt die Gemarkungen Kleinbardorf, Leinach, Sulzfeld und Sulzfelder Forst.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Amt Sulzfeld des Hochstiftes Würzburg gehörte ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis. Es wurde, nach der Säkularisation 1803 zugunsten Bayerns, 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen und fiel mit diesem 1814 endgültig an Bayern. Im Jahr 1818 entstand die politische Gemeinde.

Jüdische Familien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mindestens seit dem 19. Jahrhundert waren jüdische Familien im Ortsteil Kleinbardorf ansässig, die eine Jüdische Gemeinde bildeten, einen Jüdischen Friedhof am Steilen Berg anlegten (im Volksmund „Judenhügel“) und an der Unteren Hauptstraße 5 ihre Synagoge errichteten. Dieses Gotteshaus wurde beim Novemberpogrom 1938 von SA-Männern zerstört. Daran erinnert eine Gedenktafel am Friedhofseingang.[3]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Leinach eingegliedert.[4] Am 1. Januar 1978 kam Kleinbardorf hinzu.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1456 Einwohner[5]
  • 1970: 1563 Einwohner[5]
  • 1987: 1607 Einwohner
  • 1991: 1733 Einwohner
  • 1995: 1819 Einwohner
  • 2000: 1808 Einwohner
  • 2005: 1797 Einwohner
  • 2007: 1774 Einwohner
  • 2008: 1744 Einwohner
  • 2009: 1756 Einwohner
  • 2010: 1768 Einwohner
  • 2011: 1723 Einwohner
  • 2012: 1694 Einwohner
  • 2013: 1687 Einwohner
  • 2014: 1662 Einwohner
  • 2015: 1661 Einwohner
  • 2016: 1658 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2008 Jürgen Heusinger. Er wurde 2014 im Amt bestätigt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunale Allianz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Sulzfeld im Grabfeld ist Mitglied in der Kommunalen Allianz Fränkischer Grabfeldgau.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 96, im produzierenden Gewerbe 81 und im Bereich Handel und Verkehr 16 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 62 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 620. Im verarbeitenden Gewerbe und im Bauhauptgewerbe gab es je einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 39 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1410 Hektar, davon waren 1286 Hektar Ackerfläche und 123 Hektar Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1. März 2018):

  • Eine Kindertageseinrichtung mit 99 Plätzen und 90 betreuten Kindern, davon 22 unter drei Jahren
  • Grundschule Sulzfeld mit fünf Klassen und 104 Schülern

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Gemeinde Sulzfeld führen die Fernradwander- und Fernwanderwege Rennweg (der Haßberge), Keltenerlebnisweg und Fränkischer Marienweg. Der Badesee Sulzfeld bietet den Besuchern ein großes Angebot, wie z. B. Camping, Open-Air-Schach, Open-Air-Mühle, E-Bike-Verleih, Sandstrand mit Wasserrutsche sowie ein Beachvolleyballfeld.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Reinhold W. F. Heusinger, Gerwin K. Solf: Sulzfeld im Grabfeld. In: Beiträge zur Heimatgeschichte. Mellrichstadt 1987.
  • Reinhold W. F. Heusinger, Gerwin K. Solf: Kleinbardorf Gemeinde Sulzfeld. In: Beiträge zur Heimatgeschichte. Mellrichstadt 1989.
  • Reinhold W. F. Heusinger, Gerwin K. Solf: Die Grafen von Wildberg und ihre Wappengenossen, sowie die Dynasten von Thundorf und Tannroda (= Schriftenreihe des Vereins für Heimatgeschichte im Grabfeld e. V. Band 13). Bad Königshofen 1998 (2. erweiterte Auflage mit Ergänzungen und neuen Urkunden, Bad Königshofen 2007).
  • Eichamt Sulzfeld. In: Schweinfurter Heimatblätter. 33. Jg.
  • Zur Geschichte des Sulzfelder Lindleshofs. Am Kornstein Nr. 1. 1992.
  • Einzelhöfe und Wüstungen in der Umgebung der Ruine Wildberg. In: Schweinf. Heimatblätter. 34. Jg. 1965.
  • Reinhold W. F. Heusinger, Gerwin K. Solf Titel = Wildburg, und Ergänzungen zu den Grafen von Wildberg und ihre Wappengenossen, sowie die Dynasten von Thundorf und Tannroda |
  • Schriftenreihe des Vereins für Heimatgeschichte im Grabfeld e. V. Band 13, Bad Königshofen 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sulzfeld (im Grabfeld) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. bayerische-landesbibliothek-online.de
  3. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation. Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 195
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 499.
  5. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 741.