Sumpf-Wolfsmilch

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Sumpf-Wolfsmilch
Sumpf-Wolfsmilch (Euphorbia palustris)

Sumpf-Wolfsmilch (Euphorbia palustris)

Systematik
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Malpighienartige (Malpighiales)
Familie: Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae)
Gattung: Wolfsmilch (Euphorbia)
Art: Sumpf-Wolfsmilch
Wissenschaftlicher Name
Euphorbia palustris
L.

Die Sumpf-Wolfsmilch (Euphorbia palustris) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Wolfsmilch (Euphorbia) innerhalb der Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Blütenstand von oben
Bestand am natürlichen Standort in den Marchauen
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Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Die Sumpf-Wolfsmilch ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 1,5 Metern erreicht.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 20.[1]

Vorkommen und Schutz[Bearbeiten]

Das natürliche Verbreitungsgebiet von Euphorbia palustris erstreckt sich von Europa nach Asien bis ins südöstliche Sibirien und ins Altaigebirge.

Die Sumpf-Wolfsmilch ist eine der wenigen Wolfsmilch-Arten, die auch auf sehr nassen Böden wachsen können. Die Sumpf-Wolfsmilch gedeiht auf nahezu allen ausreichend feuchten Böden. Sie ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Veronico-Euphorbietum palustris aus dem Verband Filipendulion.[1]

Als sumpfliebende Pflanze war sie früher in Mitteleuropa entlang aller größeren Flusstäler wie Donau, Elbe und Rhein sehr häufig zu finden. „Heute“ ist ihre dortige Verbreitung jedoch durch Ausbauten und landwirtschaftliche Nutzung sehr stark zurückgegangen. Gemäß Bundesartenschutzverordnung ist die Sumpf-Wolfsmilch in Deutschland unter besonderen Schutz gestellt.[2] Die Rote Liste gefährdeter Arten des Bundesamtes für Naturschutz bewertete 1996 diese Art als „gefährdet“ (3).[3]

In Österreich tritt die Sumpf-Wolfsmilch in Auwäldern und in nassen, nährstoffreichen Wiesen und Röhrichten in den Bundesländern Wien, Niederösterreich, dem Burgenland und Oberösterreich selten auf. Die Sumpf-Wolfsmilch gilt hier als stark gefährdet und ist im nördlichen Alpenvorland als vom Aussterben bedroht.[4]

Systematik[Bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung von Euphorbia palustris erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum.[5]

Literatur[Bearbeiten]

  • R. Rehbein, C. Berg: Bemerkenswerte Pflanzen und Pflanzengesellschaften aus dem Rostocker Raum: Euphorbia palustris L. In: Bot. Rundbr. Meckl.-Vorp., Band 33, 1999, S. 47–54.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b  Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe, Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 637.
  2. Verordnung zum Schutz wild lebender Tier- und Pflanzenarten Anlage 1 (zu § 1). Abgerufen am 9. Mai 2015.
  3. Ludwig & Schnittler: Rote Liste der Pflanzen Deutschlands. Bundesamt für Naturschutz, 1996, abgerufen am 9. Mai 2015.
  4.  Manfred A. Fischer, Karl Oswald, Wolfgang Adler: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3. verbesserte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2008, ISBN 978-3-85474-187-9, S. 460.
  5. Carl von Linné: Species Plantarum, 1. Auflage, Band 1, 1753, S. 462.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sumpf-Wolfsmilch (Euphorbia palustris) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien