Sundar Pichai

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sundar Pichai (2014)

Pichai Sundararajan (* 1972 in Chennai, Tamil Nadu, Indien) ist ein indischer Manager und CEO von Google Inc.[1][2]

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pichai erwarb einen Bachelor in Metallurgie am Indian Institute of Technology Kharagpur[3], einen Masterabschluss der Stanford University in Werkstoffwissenschaften sowie einen MBA der Wharton School an der University of Pennsylvania.[4] Seit 2004 arbeitet er bei Google und war dort zunächst für die Software-Produkte Google Chrome, Chrome OS und Google Drive verantwortlich. Später leitete er die Entwicklung verschiedener Produkte, wie Gmail und Google Maps.[5][6]

Am 19. November 2009 präsentierte Pichai das Betriebssystem Chrome OS. Am 20. Mai 2010 stellte er den Open-Source-Video-Codec VP8 und das Videoformat WebM vor, welche von Google entwickelt wurden.[7] Seit dem 13. März 2013 war er zusätzlich für die Leitung der Android-Entwicklung zuständig. Zuvor wurde diese Position von Andy Rubin übernommen.[8] Am 24. Oktober 2014 wurde er von Larry Page zum neuen Produktchef von Google ernannt.[9] Am 2. März 2015 stellte er im Rahmen des GSMA Mobile World Congress die mobile Bezahlplattform Android Pay vor.[10]

Im Rahmen der Umstrukturierung von Google in die Holding Alphabet Inc. wurde Pichai 2015 CEO der Tochter Google Inc. Die US-amerikanische Internetseite 'The Famous People' schätzt Sundar Pichais Vermögen auf ca. 40 Milliarden US-Dollar (Stand 2017).[11]

Im August 2017 entließ Pichai den Software-Entwickler James Damore bei Google, der ein umstrittenes internes Papier zu Gender- und Diversity-Politik sowie Diskussionskultur des Unternehmens verfasst hatte. Der Fall sorgte für Aufsehen und die Entlassungsentscheidung sowie die anschließende Berichterstattung mit dem Vorwurf „Sexismus“ wurde u. a. vom deutschen Journalisten Jochen Bittner dahingehend kritisiert, dass das Ansprechen unterschiedlicher Interessen von Männern und Frauen kein Sexismus sei und wissenschaftliche Fakten offenbar „weder den Google-Chef noch viele Journalistinnen und Journalisten, die über das vermeintlich skandalöse Memo Damores berichteten“, interessieren würden.[12][13][14]

Sundar Pichai ist verheiratet und hat einen Sohn und eine Tochter.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alphabet CEO Larry Page appoints Sundar Pichai as new CEO of Google Inc.
  2. Miguel Helft: The Incredibly Fast Rise of Sundar Pichai. In: Fortune. 27. Oktober 2014.
  3. Chennai's Sundar Pichai is dark horse. In: indiatimes.com.
  4. The rise and rise of Sundar Pichai. In: The Hindu. (thehindu.com [abgerufen am 22. August 2017]).
  5. Meet Google’s new Android chief Sundar Pichai. 13. März 2013. Abgerufen am 13. März 2015.
  6. Sundar Pichai: The man Google, Twitter fought for. 13. März 2013. Abgerufen am 13. März 2014.
  7. Google Open Sourcing VP8 as Part of WebM Project — Online Video News. Gigaom.com. 19. Mai 2010. Abgerufen am 13. März 2015.
  8. Google Replaces Android Boss Andy Rubin With Chrome’s Sundar Pichai. 13. März 2013. Abgerufen am 13. März 2015.
  9. Google CEO Larry Page appoints Sundar Pichai as Google’s new Product Chief. 26. Oktober 2014. Abgerufen am 13. März 2015.
  10. Android Pay: Sundar Pichai kündigt neue Bezahlplattform an. 2. März 2015. Abgerufen am 13. März 2015.
  11. Sundar Pichai Biography. The Famous People. Abgerufen am 28. Februar 2016.
  12. Google: Mitarbeiter nach sexistischem „Manifest“ gefeuert. (handelsblatt.com [abgerufen am 22. August 2017]).
  13. Quillette MagazineA platform for free thought: The Google Memo: Four Scientists Respond. In: Quillette. 7. August 2017, abgerufen am 22. August 2017.
  14. Jochen Bittner: Sexismusvorwürfe: Auch Säuglinge ohne soziale Prägung haben geschlechtsspezifische Interessen. In: Die Zeit. 17. August 2017, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 22. August 2017]).