Sundays River

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Sundays River
Zondagsrivier
Blick auf Graaff-Reinet mit dem Sundays River vor der Stadt

Blick auf Graaff-Reinet mit dem Sundays River vor der Stadt

Daten
Lage Südafrika
Flusssystem Sundays River
Quelle nahe dem Kompasberg
31° 45′ 44″ S, 24° 32′ 14″ O
Quellhöhe ca. 2200 m
Mündung Indischer OzeanKoordinaten: 33° 43′ 1″ S, 25° 51′ 0″ O
33° 43′ 1″ S, 25° 51′ 0″ O
Mündungshöhe m
Höhenunterschied ca. 2200 m
Länge 250 km[1]
Durchflossene Stauseen Nqweba Dam, Darlington Dam

Der Sundays River (afrikaans: Sondagsrivier, isiXhosa: Nqweba,[2] bei den Khoisan: Nukakamma) ist ein Fluss in der südafrikanischen Provinz Ostkap.

Flusslauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 250 Kilometer lange Sundays River entspringt am Südhang des 2504 Meter hohen Kompasberg in den Sneeubergen, des höchsten Berges der früheren Kapprovinz. Er fließt etwa südsüdostwärts und mündet südlich von Colchester, rund 40 Kilometer östlich von Port Elizabeth, in die Algoa Bay im Indischen Ozean. Der Name soll daher stammen, dass eine Kommandoeinheit unter dem Buren Andries Pretorius am Sonntag, den 8. Dezember 1838, dort gelagert haben soll.[2] In der Sprache der Khoisan heißt der Fluss Nukakamma, deutsch „grasiges Wasser“, da die Ufer des Flusses trotz des semiariden Klimas dicht bewachsen sind.

Am Fluss liegt die Stadt Graaff-Reinet, in deren Bereich der Sundays River als Nqweba Dam aufgestaut wird. Weiter südlich liegt der 1922 errichtete Darlington Dam. Der Unterlauf führt durch die Gemeinde Sundays River Valley und durchfließt den Addo Elephant National Park. Die Mündung liegt inmitten einer mächtigen Sandbank. Der Sundays River gilt als am schnellsten fließender Fluss Südafrikas.[1]

Heutige Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sundays River ist über Pipelines und den Orange-Fish River Tunnel sowohl mit dem Oranje als auch mit Port Elizabeth verbunden, so dass Wasser vom Oranje bis Port Elizabeth geleitet werden kann.[3]

In der Gemeinde Sundays River Valley werden mithilfe künstlicher Bewässerung Zitrusfrüchte angebaut.[4]

Historische Aufnahme

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sundays River stellte um die Wende zum 19. Jahrhundert, bis zum Vierten Grenzkrieg, die Grenze zwischen der Kapkolonie und den Gebieten der Xhosa dar. Das Gebiet östlich davon, das Zuurveld, war zeitweise eine Pufferzone.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Sundays River bei cacadu.co.za (englisch), abgerufen am 8. Juli 2013
  2. a b Namensbedeutungen bei cyberserv.co.za (Memento vom 26. Dezember 2008 im Webarchiv archive.is) (englisch), abgerufen am 8. Juli 2013
  3. Karte der Wasserversorgung in der Provinz Ostkap, abgerufen am 8. Juli 2013
  4. Website der Sundays River Citrus Company (englisch), abgerufen am 8. Juli 2013