Sundern (Bochum)

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Bekannt für Sundern: Die Sternwarte Bochum

Sundern ist ein Ortsteil der Stadt Bochum im Ruhrgebiet und liegt im Südwesten der Stadt südlich des Weitmarer Holzes, angrenzend an den Ortsteil Weitmar-Mark und den Stadtteil Stiepel.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der ab 1931 erbauten Freilichtbühne für bis zu 6000 Zuschauer in Sundern am Wienkopp fanden bis Mitte der 1930er Jahre jährlich große Freilufttheaterspiele statt. Danach wurde sie für Veranstaltungen der NSDAP genutzt. Die nach dem Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaute Bühne wurde in den 1950er-Jahren aus wirtschaftliche Gründen aufgegeben.[2]

Während des Zweiten Weltkrieges suchten die Einwohner bei Luftangriffen im Luftschutzstollen am Wienkopp Schutz, nahe der früheren Freilichtbühne. Am 14. März 1945 schlugen zwei Bomben ein, die eine vor den Eingang, die andere in den Stollen. Von 150 Menschen starben 58 (darunter mindestens 12 Kinder), 20 wurden verwundet.[3]

Bekannt wurde Sundern vor allem durch das Institut für Umwelt- und Zukunftsforschung/Sternwarte Bochum, welches 1957 als erstes Institut in Westeuropa die Signale des russischen Satelliten „Sputnik“ empfing und Bochum damit zum „Weltraumnachrichtenplatz Europas“ machte.[4]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sundern ist durch die Buslinie 354 der Bogestra mit dem öffentlichen Personennahverkehr zu erreichen. Die Linie verkehrt werktags tagsüber im 30-Minuten-Takt und hält in Sundern an den Haltestellen Breukerholz, Sternwarte Bochum und Bochum Sundern.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karte des Ortsteils Sundern. In: OpenStreetMap. Abgerufen am 13. April 2022.
  2. Die Passionsspiele lockten einst Tausende nach Bochum
  3. WAZ, 2015
  4. Sternwarte Bochum

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 51° 26′ N, 7° 12′ O