Sundhausen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Sundhausen (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Sundhausen führt kein Wappen
Sundhausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sundhausen hervorgehoben
Koordinaten: 51° 9′ N, 10° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Unstrut-Hainich-Kreis
Verwaltungs­gemeinschaft: Bad Tennstedt
Höhe: 241 m ü. NHN
Fläche: 8,1 km2
Einwohner: 360 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner je km2
Postleitzahl: 99947
Vorwahl: 036043
Kfz-Kennzeichen: UH, LSZ, MHL
Gemeindeschlüssel: 16 0 64 061
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Anger
99947 Sundhausen
Webpräsenz: www.sundhausen.net
Bürgermeister: Jürgen Ehrlich (parteilos)
Lage der Gemeinde Sundhausen im Unstrut-Hainich-Kreis
Altengottern Anrode Bad Langensalza Bad Langensalza Bad Tennstedt Ballhausen Blankenburg Bothenheilingen Bruchstedt Dünwald Flarchheim Großengottern Großvargula Haussömmern Herbsleben Heroldishausen Hornsömmern Issersheilingen Kammerforst Kammerforst Kirchheilingen Kleinwelsbach Klettstedt Körner Kutzleben Vogtei Marolterode Menteroda Mittelsömmern Mühlhausen Mülverstedt Neunheilingen Vogtei Vogtei Vogtei Obermehler Oppershausen Oppershausen Rodeberg Schlotheim Schönstedt Schönstedt Südeichsfeld Sundhausen Tottleben Unstruttal Urleben Weberstedt WeinbergenKarte
Über dieses Bild

Sundhausen ist eine Gemeinde im Unstrut-Hainich-Kreis in Thüringen. Sie gehört der Verwaltungsgemeinschaft Bad Tennstedt mit Sitz ist in der Stadt Bad Tennstedt an.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sundhausen und seine Gemarkung liegen im Thüringer Becken nordöstlich von Bad Langensalza im Ackerbaugebiet der Unstrutebene.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung von Sundhausen findet sich in einer Schenkungsurkunde über Landeigentum in Sundhausen an das Kloster Fulda aus dem Jahre 860.

Kirche St. Bonifatius
Kirche St. Bonifatius

In den Jahren 1242 bis 1356 war Sundhausen Stammsitz des gleichnamigen Adelsgeschlechtes derer von Sundhausen. Im Jahre 1312 wurde erstmals die Marienkirche im Ort urkundlich erwähnt. 1346 wurde Sundhausen dem Amt Langensalza unterstellt. Bis zu diesem Zeitpunkt übte das Landgericht Thamsbrück die Gerichtsbarkeit aus.

In den Jahren 1582 und 1625 wütete die Pest in Sundhausen, an der insgesamt mehr als 300 Einwohner starben. 1604 wurde eine Waidmühle im Ort errichtet. Im Jahre 1712 erhielt die Gemeinde Braugerechtigkeit. 1714 wurde die erste Schule des Ortes errichtet. Im Jahre 1818 hatte der Ort insgesamt 400 Einwohner. Nach der Abtretung des kursächsischen Amts Langensalza an Preußen gehörte Sundhausen von 1816 bis 1944 zum Landkreis Langensalza in der Provinz Sachsen.

1823 trocknete der Sundhäuser See aus. Bis 1840 waren die Überreste noch sichtbar. 1913 wurde durch die Inbetriebnahme der Kleinbahn Langensalza-Kirchheilingen der Ort mit einem Bahnanschluss versehen. 1948 hatte der Ort auf Grund von Umsiedlung und Kriegseinwirkung 756 Einwohner.

1950 wurde Sundhausen nach Auflösung des Landkreises Langensalza dem Kreis Mühlhausen angegliedert, bereits zwei Jahre später aber 1952 wieder dem Kreis Langensalza. Im Jahre 1991 trat Sundhausen der Verwaltungsgemeinschaft Bad Tennstedt bei.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Sundhausen besteht aus 6 Ratsfrauen und Ratsherren.

FWG Chor 2 Sitze
FWG Carneval Verein 2 Sitze
FWG Feuerwehr 2 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Jürgen Ehrlich wurde am 6. Juni 2010 wiedergewählt.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Evangelische Kirche St. Bonifatius. Auf dem Kirchhof steht der Grabstein eines 1856 verstorbenen Rittergutsbesitzers Johann Kaiser.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Kommunalwahlen in Thüringen am 6. Juni 2010. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Abgerufen am 6. Juni 2010.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sundhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien