Sunways

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Sunways AG
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Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1993
Auflösung 2014
Sitz Konstanz, Deutschland

Leitung

Mitarbeiter 265 (2013)
Umsatz 177,5 Mio. Euro (2011)[2]
Branche Photovoltaik
Website www.sunways.de

Die Sunways AG war ein deutscher Hersteller von Solarzellen, Wechselrichtern und Solarmodulen. Sitz des Unternehmens war Konstanz. Ein weiteres Werk befand sich in Arnstadt. Vertriebsniederlassungen gab es in Barcelona und Bologna.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen wurde 1993 als Sunways GmbH von Roland Burkhardt gegründet. 1999 begann die Produktion von Solarzellen. Seit 1999 ist Sunways eine Aktiengesellschaft. 2002 erfolgte die vollständige Übernahme der MHH Solartechnik GmbH (Tübingen). Seit Januar 2003 können Sunways-Aktien im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse frei gehandelt werden.

2005 betrugen die Umsatzerlöse 152,3 Millionen Euro, dabei wurden mit den 20 größten Kunden rund 80 Prozent des Umsatzes erzielt. 2005 wurden 240 Mitarbeiter beschäftigt.

Ende 2006 bestand der Vorstand aus Roland Burkhardt (Vorsitzender), Ralph Kienzler und Michael Wilhelm.

2010 wurde die Tochtergesellschaft MHH Solartechnik GmbH mit Sitz in Tübingen an die Baywa Green Energy GmbH, eine Tochtergesellschaft der BayWa verkauft.[3]

Am 31. Dezember 2011 legte der chinesische Anbieter LDK Solar ein Übernahmeangebot vor.[4] Mit Stand Januar 2013 hält LDK rund 71 % der Anteile an Sunways.[5]

Am 7. Mai 2013 wurde am Amtsgericht Konstanz das vorläufige Insolvenzverfahren über Sunways eröffnet. Antragstellerin war die Baden-Württembergische Bank (BW-Bank) als Gläubigerin von Sunways und mehrere Banken hatten zuvor Kredite in Millionenhöhe gekündigt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Thorsten Schleich bestellt.[6]

Das Amtsgericht Konstanz hob am 14. August 2013 das vorläufige Insolvenzverfahren über das Vermögen der Sunways AG und ihrer Tochtergesellschaft Sunways Production GmbH wieder auf, nachdem eine Vergleichsvereinbarung mit den wichtigsten Gläubigern und dem Mehrheitsaktionär wirksam geworden war.

Am 21. März 2014 stellte das Unternehmen erneut beim Amtsgericht Konstanz einen Insolvenzantrag.[7] Am 30. April 2014 teilte Sunways mit, dass die beiden Geschäftsbereiche Wechselrichter und gebäudeintegrierte Photovoltaik an eine Tochterfirma des chinesischen Solarkonzerns Shunfeng verkauft werden.[8] Allen Konstanzer Mitarbeitern, die nicht in diesen beiden Bereichen beschäftigt waren, wurde gekündigt. Das betraf rund 50 Prozent der Mitarbeiter oder etwa 130 Personen.[9] Der Standort Arnstadt mit noch 35 verbliebenen Mitarbeitern wurde im Juni 2014 an die neugegründete Bluecell GmbH des Schweizers Marc Gion Berthoud verkauft.[10]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. LDK regiert bei Sunways durch - Econo, 8. März 2013
  2. Quartalsbericht Q3/2011 (PDF; 811 kB)
  3. SUNWAYS: MHH Solartechnik GmbH wurde an die Baywa Green Energy GmbH verkauft
  4. fr-online.de: Chinesen mischen deutsche Solarbranche auf
  5. LDK Solar übernimmt das Ruder bei Sunways - boerse.ARD.de, 15. Januar 2013
  6. T-Online: Solarfirma Sunways insolvent - Betrieb steht still, 10. Mai 2013.
  7. Badische Zeitung: Sunways schon wieder pleite vom 22. März 2014
  8. Südkurier online: Chinesischer Investor übernimmt Teile von Solarunternehmen Sunways vom 30. April 2014, abgerufen am 5. Mai 2014
  9. Pressemitteilung der Sunways AG: Entlassung der verbliebenen Mitarbeiter vom 5. Mai 2014, abgerufen am 5. Mai 2014
  10. Käufer für Sunways-Produktion. Econo, 20. Juni 2014