Super Cat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Super Cat, auch bekannt unter den Namen Wild Apache, (* 25. Juni 1963 als William Maragh in Kingston[1]) ist ein jamaikanischer Dancehall-Deejay, der vor allem Ende der 1980er- bis Anfang der 1990er-Jahre große Erfolge hatte.

Biografie[Bearbeiten]

Geboren und aufgewachsen ist Maragh im Kingstoner Stadtviertel Seivright Gardens. Seine Mutter ist Afrojamaikanerin und sein Vater Jamaikaner mit indischer Abstammung[1]. William Maragh begann seine Karriere in den 1970ern als Deejay eines Live-Soundsystem. Er toastete dort unter dem Namen Cat-A-Rock[2]. Seine erste Single erschien 1981 auf dem Label Techniques des Produzenten Winston Riley und trug den Namen "Mr. Walker"[1][2]. Winston Riley war es auch, der die Single produzierte[1]. Nachdem er Anfang der achtziger Jahre eine kurze Gefängnisstrafe verbüßen musste stieg er 1983 im bekannten Killamanjaro-Soundsystem als Deejay ein. Dort bekam er auch sein Spitznamen Wild Apache von seinem Mentor Early B[2]. 1984 erschien dann seine zweite Single mit dem Namen "Sit Down Pon It" auf dem jamaikanischen Label Powerhouse. Im selben Jahr veröffentlichte er eine Reihe weiterer Singles auf verschiedenen Labeln. Zwei Jahre später veröffentlichte das jamaikanische Label Skengdon das erste Album des Künstlers mit dem Namen "Boops!". Zu dieser Zeit war er einer der gefragtesten Deejays von Jamaika[2]. Das zweite Album erschien weitere zwei Jahre später. Nach weiteren Single-Erfolgen gründete Maragh 1987 sein eigenes Label, das er nach seinem Spitznamen Wild Apache nannte. 1991 erschien das Album Cabin Stabbin, welches er zusammen mit den jamaikanischen Deejays Junior Demus und Nicodemus herausbrachte. Das Album war das erste Dancehallalbum, welches von mehreren Deejays gemeinsam veröffentlicht wurde[1]. Anfang der 1990er unterzeichnete Super Cat in New York einen Vertrag mit dem Major-Label Columbia Records, auf dem später drei Alben und mehrere Singles erschienen[2]. Nach mehreren TV-Auftritten und weltweiten Tourneen wurde er 1993 von mehreren Seiten zum Dancehall-Deejay des Jahres gekürt. In der zweiten Hälfte der 1990er ging seine Produktivität deutlich zurück. 1997 erschien eine einzelne Single mit dem Namen All These Girls Are Mine in Zusammenarbeit mit dem Roots-Sänger Horace Andy. 1998 erschien auf Columbia Records das letzte Album mit dem Namen The Good, the Better, the Best of Super Cat[1]. Dennoch blieb er einer der legendärsten Dancehall-Deejays von Jamaika. Das lag vor allem daran, dass seine Dubplate in Soundclashes für das jeweilige Soundsystem, welches diese Songs spielte, einen hundertprozentigen Sieg zur Folge hatte.[2] Zwischen den Jahren 2000 und 2004 erschienen wieder vermehrt Singles, von denen Reggae Matic die vorerst letzte war. Super Cat inspirierte viele bekannte Deejays wie z.B. Sean Paul[2].

Diskografie[Bearbeiten]

Super Cat hat viele Riddims besungen, bzw. betoastet und viele Singles mit unbekannten Veröffentlichungsdaten herausgebracht, diese sind hier nicht berücksichtigt worden.

Alben[Bearbeiten]

  • 1986 - Boops! - Skengdon
  • 1988 - Sweets For My Sweet - Wild Apache
  • 1991 - Cabin Stabbing (feat. Nicodemus / Junior Demus) - Columbia Records
  • 1991 - Don Dada - Columbia Records
  • 1991 - The Good, The Bad, The Ugly & The Crazy (feat. Nicodemus / Junior Demus / Junior Cat) - Columbia Records
  • 1995 - The Struggle Continues - Columbia Records
  • 1995 - Si Boops Deh - Techniques Records

Singles, Dubplates[Bearbeiten]

  • 1981 - Mr. Walker - Techniques Records
  • 1984 - Sit Down Pon It - Power House
  • 1984 - Under Pressure - Power House
  • 1984 - Me Glad She Gone - Midnight Rock
  • 1984 - Ride And Shut Off - Wheely Wheely Promotions
  • 1985 - Trash And Ready - Jammy's Records
  • 1986 - Pops - Skengdon
  • 1986 - Boops - Techniques Records
  • 1986 - Jah Paradise - 56 Hope Road
  • 1986 - See Boops Deh - Techniques Records
  • 1987 - Permit Fi Gun - Skengdon
  • 1987 - Mud Up - Skengdon
  • 1987 - Sweet For My Sweet - SKD
  • 1987 - Teach Them Sumuh - Ottey's Promotion
  • 1988 - Sandokan - Xterminator
  • 1990 - Dan Dada - Black Shadow Records
  • 1992 - Dem No Worry We - Columbia Records
  • 1992 - It Fe Done - Columbia Records
  • 1992 - Ghetto Red Hot - Columbia Records
  • 1993 - Dolly My Baby - Columbia Records
  • 1994 - Scalp Dem / South Central - Columbia Records
  • 1994 - Too Greedy - Wild Apache
  • 1995 - Girlstown - Columbia Records
  • 1995 - Dance - Columbia Records
  • 1995 - Ready Back - Wild Apache
  • 1995 - My Girl Josephine - Columbia Records
  • 2000 - Jah Run Things / Them No Care - Wild Apache
  • 2000 - Dance Inna New York - Midnight Rock
  • 2002 - Nuff Man A Dead - Wild Apache
  • 2002 - Come Down - Wild Apache
  • 2002 - Vineyard Party - Wild Apache
  • 2004 - Reggae Matic - Wild Apache

Singles mit anderen Künstlern[Bearbeiten]

  • 1981 - Mr. Walker (feat. Brok Back) - Techniques Records
  • 1990 - Cabin Stabbing (feat. Nicodemus / Junior Demus) - Wild Apache
  • 1995 - My Girl Josephine (feat. Jack Radics) - Columbia Records
  • 1997 - All These Girls Are Mine (feat. Horace Andy) - Joe Gibbs Music
  • 2001 - Video (feat. India.Arie) - Universal Records

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f Biografie von Super Cat bei Allmusic (englisch)
  2. a b c d e f g Biografie und Diskografie auf Discogs (englisch)

Weblinks[Bearbeiten]