Super Fun 21

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Super Fun 21 ist eine von Howard Grossman erfundene Variante des Kartenglücksspiels Black Jack, die vor allem in den Casinos von Las Vegas verbreitet angeboten wird.[1]

Spielregeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie bei Black Jack auch, erhält der Spieler zwei Karten, zu denen er beliebig viele weitere Karten ziehen kann, um möglichst nahe an die Augensumme 21 heranzukommen, ohne diese zu überschreiten.

Als Besonderheit gegenüber Black Jack gewinnen 21 Augen, bestehend auf fünf oder mehr Karten, automatisch 2:1. Super Fun 21 wird außerdem generell mit 6 Card Charlie gespielt, d. h. 6 Karten mit 20 oder weniger Augen (21 Augen würden 2:1 gewinnen) gewinnen ebenfalls automatisch im Verhältnis 2:1.

Weiterhin gelten folgende Regeln:

  • Super Fun 21 wird in der Regel mit 1 oder 2 (manchmal auch 6) Kartendecks gespielt.
  • Der Dealer zieht bei Soft-17.
  • Black Jacks gewinnen nur im Verhältnis 1:1 (statt 3:2), ausgenommen ein Black Jack aus zwei Karo-Karten, welcher im Verhältnis 2:1 ausgezahlt wird.
  • Im Unterschied zu Black Jack (wo dies meist verboten ist), dürfen auch nach einem Split zweier Asse weitere Karten gezogen werden. Auch Re-Splits von Assen sind möglich.
  • Ein Black Jack, 6 Card Charlie, oder 21 mit 5+ Karten gewinnt immer (auch gegen einen Black Jack des Dealers). Der Dealer überprüft seine Hand daher auch nicht direkt nach dem Austeilen auf einen Black Jack.
  • Late Surrender ist in der Regel erlaubt.
  • Der Spieler darf auch mit mehr als zwei Karten verdoppeln. Verdoppeln geteilter Hände ist ebenfalls zulässig.
  • Super Fun 21 wird mit Double Down Rescue gespielt, d. h. der Spieler kann nach einer Verdopplung aufgeben, wobei er die Hälfte des Einsatzes (also eine der beiden Einheiten) verliert und die andere Hälfte behält.[2]

Strategie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strategie für die ersten beiden Karten entspricht weitgehend der Black Jack-Strategie. Aufgrund der Möglichkeit auch bei mehr als zwei Karten zu verdoppeln, ist die Strategie jedoch erheblich komplexer. Auch die Möglichkeit eines 6 Card Charlie hat Einfluss auf die Strategie.

Von der Regel Double Down Rescue sollte Gebrauch gemacht werden, wenn die erste Karte des Dealers eine 8, 9, 10 oder ein Ass ist und man nach dem Verdoppeln 12–16 Augen hält (gegen ein Ass auch bei 17 Augen).[2]

Bankvorteil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit den oben genannten Regeln beträgt der Bankvorteil des Spiels 1,16 %, wenn nur mit einem Deck gespielt wird. Werden zwei Decks verwendet, liegt der Bankvorteil bei 1,3 %, bei sechs Decks steigt er auf 1,4 %. Damit ist er – trotz der Vielzahl von Erleichterungen zugunsten des Spielers – höher als bei Black Jack.[2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. S is for Shuffle - The Encyclopedia of Blackjack. Abgerufen am 15. Oktober 2021 (amerikanisches Englisch).
  2. a b c Super Fun 21 - Wizard of Odds. Abgerufen am 15. Oktober 2021 (amerikanisches Englisch).