Superlumineszenzdiode

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Eine Superlumineszenzdiode (SLED oder SLD) ist ein Bauelement der Optoelektronik und entspricht vom Aufbau her einer Laserdiode aber ohne Resonator.[1] Ihre Strahlung basiert auf der sogenannten verstärkten spontanen Emission und vereinigt die Helligkeit von Laserdioden und die geringe Kohärenz von Leuchtdioden, was gleichbedeutend mit einer größeren optischen Bandbreite der emittierten Strahlung ist.

Die Superlumineszenzdiode wurde 1986 von Gerard A. Alphonse bei der Radio Corporation of America (RCA Labs) entwickelt.[2] Sie dient als Lichtquelle unter anderem in Faserkreiseln und im Bereich der optischen Kohärenztomografie.

Aufbau[Bearbeiten]

SLEDs basieren wie Laserdioden auf einem p-n-Übergang und werden in Durchgangsrichtung betrieben. Die emittierte mittlere Wellenlänge basiert auf den Bandabstand und kann durch Auswahl unterschiedlicher Halbleiterwerkstoffe wie Indiumarsenid (InAs), Indiumgalliumarsenid (InGaAs) oder Indiumphosphid (InP) beeinflusst werden. Im Gegensatz zu Laserdioden besitzen SLEDs keinen Resonator, welcher eine optische Rückkopplung mittels Spiegel darstellt. Bei SLEDs wird durch den konstruktiven Aufbau und durch zusätzlich aufgebrachte antireflektive Beschichtung die optische Resonanz vermieden. Superlumineszenzdioden stellen optische Verstärker ohne Eingangssignal dar, welche durch spontane Emission erzeugtes Licht durch stimulierte Emission im Inneren der SLED, das als Wellenleiter fungiert, optisch verstärken und ausstrahlen. Diese Funktion ist für das Bauelement namensgebend.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vladimir Shidlovski: Superluminescent Diodes. Short overview of device operation principles and performance parameters. SuperlumDiodes Ltd. (Firmenschrift), 2004, abgerufen am 30. November 2013.
  2. Gerard A. Alphonse, 2005 IEEE-USA President. Abgerufen am 3. Dezember 2013.