Supplementation

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Unter Supplementation oder Supplementierung (von lateinisch supplere: „ergänzen, ersetzen“) versteht man die gezielte und ergänzende Aufnahme einzelner Nährstoffe neben der gewöhnlichen Nahrung. Traditionell erfolgt dies zur Behandlung von Mangelerkrankungen sowie in Zeiten außergewöhnlicher körperlicher Belastung (z. B. Schwangerschaft, Stillzeit, Leistungssport).

Daneben zeichnet sich seit längerem ein zunehmender Konsum von Nahrungsergänzungsmitteln auch bei der normal versorgten Bevölkerung ab. Nachdem dieser Markt in Nordamerika bereits während der 1980er Jahre massiv von der Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie aufgebaut wurde, lassen sich vergleichbare Tendenzen seit den 1990er Jahren auch in Europa beobachten. Während durch Marketingmaßnahmen versucht wird, den Konsumenten eine Unterversorgung zu suggerieren, weisen Ernährungswissenschaftler mehrheitlich darauf hin, dass in Mitteleuropa durch eine ausgewogene Ernährung eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Spurenelementen gewährleistet ist.

Tierernährung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Tierernährung besitzt die Supplementation von Mischfuttern erhebliche wirtschaftliche Bedeutung. Hühnermischfutter wird mit geringen Anteilen der schwefelhaltigen Aminosäure DL-Methionin versetzt, die für diese Spezies essentiell ist und in den üblichen Futtermitteln mit zu geringen Anteilen enthalten ist. Für diesen Zweck werden im großen Umfang auch die ebenfalls essentiellen Aminosäure L-Lysin und L-Threonin eingesetzt. Auch Vitamine werden zur Supplementierung von Tierfutter systematisch verwendet.

Nach einer Untersuchung aus dem Jahr 1984 haben übliche Futtermittel folgende Gehalte der schwefelhaltigen Aminosäuren Methionin und Cystein:[1]:Table IV

Futtermittel Gesamt-Proteingehalt [%] Methionin Cystin
(nach oxidativer Vorbehandlung)
Mais 8,8 0,224 0,213
Winterweizen 12,2 0,214 0,292
Sojabohne 47,9 0,716 0,769
Fleischknochenmehl[2] 49,5 0,656 0,808
Geflügelmehl 64,1 0,813 1,700
Federmehl 82,1 0,659 4,524

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Manfred Spindler, Rainer Stadler, Herbert Tanner: Amino acid analysis of feedstuffs: Determination of methionine and cystine after oxidation with performic acid and hydrolysis. In: Journal of Agricultural and Food Chemistry. Band 32, Nr. 6, November 1984, S. 1366, doi:10.1021/jf00126a038 (englisch).
  2. Im Laufe der BSE-Krise verboten

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]